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Acht Stationen haben zu
seinen Lebzeiten Denkmäler gesetzt:
Andrea Hatam schaffte Wunder Stadtteil Wa-
sseralfingen Pfarrer Siger Köder zu widmen
Derzeit 75 Köder-Arbeiten noch im Museum im
Bürgerhaus
und rund um den Stefansplatz ums Geburtshaus seine Werke

Siger Köder
hat nicht nur ein Denkmal am Schloß bekommen sondern prägt Wasseralfingen:
Rechts auf der Köder-Ruhebank.
Aalen-Wasseralfingen. Ortsvorsteherin Andrea Hatam schaffte
das "Kunst-Wunder" den Geburtsort (Rathaus am Stefansplatz) Stadtteil
Wasseralfingen Pfarrer Siger Köder zu widmen und damit seit dem Wochenende
nicht nur sich sondern auch den Wasseralfingern und ganz Aalen einen
Herzensdwunsch zu erfüllen: Nivht nur 75 Köder-Arbeiten werden derzeit noch
im Museum gezeigt, sondern mit acht Köder-Stationen bleibt Siger Köder in
seiner Geburtsstadt Wasseralfingen auf Ewigkeit lebendig und bekam ein
Denkmal das seinesgleichen sucht und nicht findet: Siger Köder zeigt bereits
beim Schloß Wasseralfingen in Richtung Geburtssstätte Bezirksrathaus. Die
Siger-Stadtionen entnehmen wir den Interne-tseiten der Stadt Aalen unter
www.aalen.de

Das dominierende Gebäude am Stefansplatz ist die katholische Pfarrkirche
Sankt Stephanus. In den Jahren 1881 bis 1883 wurde sie in der klassischen
Form einer dreischiffigen, monumental wirkenden Basilika erbaut. Der Platz
mit der beeindruckenden Westfassade, die an italienische Dombauten erinnert,
vermittelt fast südländisches Flair. Durch die schwere Kirchentür, die Front
aus getriebenem Kupferblech hat Sieger Köder gestaltet, betritt man die
Kirche mit ihrem 56 Meter langen Schiff, das eine helle, lichte
Raumatmosphäre aufweist. Dieser weitläufige Raum wird von einer Reihe
besonderer Kunstwerke akzentuiert. Entlang der Wände der beiden
Seitenschiffe hat Sieger Köder einen 14 Stationen umfassenden Kreuzweg
geschaffen, der hin zum Zentrum der Apsis führt, wo das malerische Hauptwerk
des wohl bekanntesten deutschsprachigen Malers der Gegenwart den Blick
anzieht.
Der Wasseralfinger Altar, in Anlehnung an die spätgotischen, wandelbaren
Flügelaltäre gestaltet, bietet einen einmaligen malerischen Kommentar zu
zentralen Wahrheiten und Inhalten des christlichen Glaubens.
Die darüber emportretenden fünf hohen Rundbogen-Bleiglasfenster des
namhaften Malers und Akademieprofessors Rudolf Haegele entwickeln mit ihrem
vielstimmigen Farbenspiel bei einem entsprechenden Lichteinfall eine gerade
mystische Wirkung, die mit dem Altar ein herausragendes Ensemble
neuzeitlicher Kirchenkunst bilden.

An der Vorderwand des nördlichen Seitenschiffs schuf Sieger Köder dann von
2001-2003 den von ihm so genannten Frauenaltar. Er zeigt neben den Frauen im
Stammbaum Jesu und vier starke Frauenpersönlichkeiten aus den letzten 600
Jahren unserer Geschichte, die ihr Leben an Christus und seiner Lehre
orientiert haben: Jeanne d’ Arc, Elisabeth von Thüringen, Edith Stein und
Mutter Teresa. Eine großartige malerische Huldigung an das Wirken vieler
Frauen im Dienste Gottes.
Über dem Altartisch schwebt, scheinbar leicht und doch massiv wirkend, ein
expressives Bronzekreuz von Sieger Köder, das in einzigartiger Weise den Weg
vom Leben über den Tod hin zur Auferstehung versinnbildlicht.
In der Mitte des Altars ruht der Tabernakel, dessen aus Bronze gegossenen
Türen ebenfalls von Sieger Köder gestaltet wurden.


Nach diesen wunderbaren malerischen Botschaften auf den Altären lohnt sich
nun ein Blick zurück durch das Kirchenschiff zur Orgelempore. Hier thront
über der Orgelpfeifenreihe eine große, imposante Fensterrose von Helmut
Schuster, dem Wasseralfinger Maler und Kunstprofessor, der am ZKM (Zentrum
für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe unterrichtete. Seine
Glasbilder haben als Thema das „Loblied auf das Lamm Gottes“.
Im Eingangsbereich der Kirche beim Aufgang zur Orgelempore zeigt eine kleine
Bleiglasrosette von Sieger Köder den Harfe spielenden König David und auf
der anderen Seite in einer kleinen Seitenkapelle ist das erste Glasfenster
von ihm überhaupt, zu bewundern. Diese Taufrosette zeigt die Taube als
Zeichen für das Heilsgeheimnis.
Symbolstark hat Sieger Köder auch den Bronzedeckel des Taufsteins mit
Zeichen gestaltet, die den Weg des Lebens von der Geburt bis zum Tod
symbolisieren.
Nach dem Verlassen der Kirche durch das Hauptportal fällt der Blick auf eine
kleine Parkanlage. In der Mitte der Grünfläche steht der von Sieger Köder im
Jahre 2006 gestaltete Stephanus- Saulus- Brunnen.

Nun führt der Weg zum Museum im Bürgerhaus an der südlichen Seite dieser
Grünanlage. Im kleinen Hof erinnert der Fischerjunge-Brunnen an die große
kunsthandwerkliche Tradition Wasseralfingens, den Eisenkunstguss. In der
Galerie werden regelmäßig Kunstausstellungen gezeigt, wobei immer ein
Kernbestand von Sieger Köders Werken präsentiert wird. So z.B. sein großer
Auferstehungskruzifixus, den er 1969 schuf und der eindrucksvoll über den
anderen Kunstwerken „schwebt“.

Vor dem Verlassen des Stefansplatzes lohnt noch die Besichtigung der großen
Eingangstüre am Bezirksamt, die ebenfalls von Sieger Köder gestaltet wurde.
In diesem Gebäude wurde der Maler 1925 geboren.
Danach führt nun am Westende der Grünanlage ein sanfter Treppenweg hinunter
zum Kocher und zu weiteren Kunstwerken. Zuerst steht direkt am Kocher auf
einer idyllischen Grünfläche eine lebensgroße Figur im Eisenkunstguss. Sie
wurde ebenfalls von Sieger Köder und seinen „Krippelesfrauen“ gestaltet und
stellt einen Pilger dar, der die Richtung zum Jakobsweg weist, der unweit
vorbeiführt.
Nur wenige Schritte entfernt liegt das im 14. Jahrhundert erbaute
Wasserschloss mit einer kleinen Schlosskapelle. Hier schufen vier Künstler
Bleiglasfenster unter anderem auch Sieger Köder, der mit seiner Darstellung
die Worte des Markus-Evangeliums „In der Wüste bereitet dem Herrn einen Weg“
umsetzt.

Nun führt der Weg circa 200 Meter weiter entlang des Kochers, flussabwärts
zur 1353 erbauten Sankt Stephanuskapelle, im Volksmund „Altes Kirchle“
genannt. Der Kirchenbau birgt einen bedeutenden Kunstschatz, den
spätgotischen Flügelaltar des Ulmer Malers Martin Schaffner aus dem Jahr
1530. Das sakrale Meisterwerk lässt vermuten, wo Sieger Köder, der als
kleines Kind schon diese Malereien bewunderte, sich zu seinen
Altar-Meisterwerken inspirieren ließ.

Anmeldungen für Führungen:
Katholische Kirche St. Stephanus Wasseralfingen
stephanus.wasseralfingen@drs.de
Telefon 07361 9119-0 / Fax 07361 9119-48
Galerie im Museum Bürgerhaus Wasseralfingen
rathaus.wasseralfingen@aalen.de
Telefon 07361 9791-0 / Fax 07361 9791-33
Die Galerie ist samstags und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie nach
Vereinbarung geöffnet.
Eine Führung auf dem Sieger-Köder-Weg (Gehzeit ca. 20 Minuten) ist ebenfalls
im Anschluss an eine Führung in der Kirche oder in der Galerie möglich.
http://www.aaleninfo.de/okt12/22/skulptur.htm (AIZ-Berichte)
http://www.aaleninfo.de/jun13/16/koeder.htm |