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Erstmals hatte der Landrat seinen
Solidaritäts-Kurs verlassen:
Deshalb musste Landrat Pavel von Gewerk-
schaftsrambo Mischko die Kritik wegstecken
Harmlos oder Skandal? "Ausgangspunkt
der Wanderstrecke
war der Alte Bahnhof am Fuße des Klosters in Neresheim"

LAndrat auf
Schusters Rappen: Zu sehen sind v.l.n.r.: Marcus Wittkamp (Pressesprecher
Kreissparkasse Heidenheim), Josefine Bauer (Leiterin der Geschäftsstelle
LEADER-Brenzregion), Carl Trinkl (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse
Ostalb), Dr. Albrecht Rittmann (Ministerialdirektor, Ministerium Ländlicher
Raum), Fritz-Eberhard Griesinger (Vorsitzender Schwäbischer Heimatbund
e.V.), Landrat Hermann Mader (Landkreis Heidenheim), Theodor Nusser
(Geschäftsführer Verwaltungsverband Langenau), Hartmut Melzer (Erster
Landesbeamter, Alb-Donau-Kreis), Landrat Klaus Pavel (Ostalbkreis),
Bürgermeister Gerd Dannenmann (Stadt Neresheim).
Neresheim/Aalen.
Wegen der Auftaktveranstaltung Kulturland-schaft 2011 und 2012 (die AIZ
berichtete bereits schon darüber
)
musste Landrat Klaus Pavel bei der 1. Mai-Kundgebung in der Aalener City
wegen "fehlender Solidarität" scharfe Kritik von IGM-Boß Mischko ein- und
wegstecken: Der Landrat verließ seinen jahrelangen Solidaritäts-Kurs und
ging lieber wandern.
Die AIZ gibt dazu den Bericht
des gescholtenen und scharf kritisierten
Landrates Pavel auf Abwegen wörtlich wieder:
Ende 2010 wurde die Ostalb mit Albuch, Härtsfeld und Lonetal vom
Schwäbischen Heimatbund zur Kulturlandschaft des Jahres 2011/2012 erklärt.
Auftakt der damit verbundenen Veranstaltungs-reihe war am 1. Mai eine
Wanderung von Neresheim zur Burg Katzenstein. Ausgangspunkt der rund sieben
Kilometer langen Wanderstrecke war der idyllisch gelegene „Alte Bahnhof" am
Fuße des Klosters Neresheim. Ostalbkreis-Landrat Klaus Pavel lobte das
Engagement zum Erhalt der Natur und drückte seine Freude darüber aus, dass
die Ostalb mit Albuch, Härtsfeld und Lonetal als Kulturlandschaft ernannt
wurde. Er sprach in seinem Grußwort auch von einem „traumhaften Kulturraum",
in den die beiden Landkreise Heidenheim und Ostalb eingebunden seien. Dem
konnte sich der Neresheimer Bürgermeister Gerd Dannenmann nur anschließen
und hieß alle Gäste in Neresheim herzlich willkommen.
Ende des vergangenen Jahres hatte der Schwäbische Heimatbund
(SHB) das Gebiet Ostalb mit Albuch, Härtsfeld und Lonetal zur
Kulturlandschaft 2011 und 2012 erklärt. Der SHB setzt sich für den Schutz
und den Erhalt der Kulturlandschaft ein und versucht, die Vielfalt und
Eigenarten der einzelnen Regionen ins Blickfeld zu rücken. Damit die
Kulturlandschaften auch künftig erhalten werden können, rückt der
Schwäbische Heimatbund im zweijährigen Wechsel eine Region des Landes in den
Fokus, um den Begriff Heimat mit Inhalten zu füllen und den Bürgern
näherzubringen. „Wer sich mit Heimat auseinandersetzt, muss sich auch mit
den sichtbaren Veränderungen unserer Zeit beschäftigen", sagte
Fritz-Eberhard Griesinger, Vorsitzender des SHB. Durch neue und ungewohnte
Sichtweisen bekomme der Begriff Heimat eine neue Dimension, auch für
diejenigen, die sich hierzulande zu Hause, aber nicht beheimatet fühlen,
erklärte der SHB-Vorsitzende. „Um Kulturlandschaften zu erleben, muss man
sie durchschreiten, nicht durchfahren", äußerte sich Ministerialdirektor Dr.
Albrecht Rittmann. Er hob hinsichtlich des Projekts auch die Arbeit der
Leader-Aktionsgruppe hervor. Als Schlussredner blieb Landrat Hermann Mader,
Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe Brenzregion, nicht viel mehr übrig als
seinen Vorrednern beizupflichten. „Ich bin stolz darauf, dass unsere
Landschaft zur Kulturlandschaft ausgerufen wurde", so Mader. Er regte an,
die Schönheiten der Natur in vollen Zügen zu genießen.
Nach einer kleinen Stärkung wurde dann von
Neresheim nach Burg Katzenstein gewandert. Neben interessanten Erzählungen
und Informationen zum Härtsfeld wurde am Lehrbienenstand der Härtsfeldimker
Halt gemacht. Am Ende der Wanderung erwartete die Teilnehmer auf Burg
Katzenstein Kaffee und Kuchen bevor es mit der Härtsfeldmuseumsbahn und dem
Oldtimerbus zurück nach Neresheim ging. |