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1.200 Kinder und
Jugendliche kommen ohne Begleitung an:
Was Landeskirche für alle
Flüchtlinge auch
im Ostalbkreis tut: Gegen Menschenfeinde
In nahezu allen Kirchenbezirken engagieren
sich Pfarrer/in-
nen mit dem Ehrenamt und mit der lokalen Diakonie in Aalen
Von Oliver Hoesch (Sprecher
der Evang. Landeskirche)

Kirchenarbeit in Württemberg:
http://www.aaleninfo.de/apr16/leaplan.jpg
Was tut denn die Landeskirche für
Flüchtlinge ?" - so fragten mich häufig Journalisten so auch am Donnerstag
wegen Krankheit ohne den Landesbischof auch in Aalen im ökumenischen "Haus
der Kastiane"
.
Die Antwort fällt leicht: Sehr viel - und das schon lange!" Denn bereits
bevor die Zahl der Flüchtlinge so stark angestiegen ist, hat die
Landeskirche zusammen mit ihrer Diakonie nicht zuletzt durch Beratung,
Begleitung und Behandl-ung traumatisierter Flüchtlinge geh-olfen. Inzwischen
sind mehr als 2.000 Flüchtlinge in kirchlichen und diakonischen Immobilien
im Bereich unserer Landeskirche untergebracht. Mehr als 1.200 Kinder und
Jugendliche (sogenannte unbegleitete minderjährige ausländische Kinder und
Jugendliche", UMA) werden durch unsere Einrichtungen betreut - an über 50
Standorten in 26 Stadt- und Landkreisen. Wir wissen von rund 320 Kreisen
Ehrenamtlicher, die Flüchtlingen helfen.

Die Pioniere der LEA Ellwangen: Polizeichef Schindler
und der Leiter Berthold Weiß (rechts).
AIZ-Fotos: Dieter
Geissbauer
In nahezu allen Kirchenbezirken engagieren sich Pfarrerinnen und Pfarrer,
und das häufig zusammen mit dem Ehrenamt und in enger Abstimmung mit der
Diakonie. Die Vielzahl und Vielfalt der Angebote kann sich sehen lassen:
Sprachkursangebote, Paten-schaften, Fahrradsammelaktionen, Projekte und
Initiativen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Sprach-Waldheimaufent-halte, Sozialführerschein für Ehrenamtliche, die
Flüchtlinge besu-chen und begleiten möchten. Darüber hinaus hat das
Evangelische Jugendwerk Württemberg eine Sommerfreizeit für junge
Flüchtlinge durchgeführt, der von einem Pfarrer initiierte FC Doppelpass ist
eine Fußballmannschaft, in der Flüchtlinge mitspielen.

In Ergänzung zu den Asylpfarrämtern in Stuttgart und Reutlingen gibt es in
den Prälaturen Heilbronn und Ulm zwei Flüchtlings-diakonate, die
Kirchengemeinden und Ehrenamtliche beim Aufbau einer Willkommenskultur vor
Ort unterstützen. 18 regionale Koordi-nationsstellen für die
Flüchtlingsarbeit sind bei den Bezirks- und Kreisdiakoniestellen
eingerichtet, Ziel ist, sie in allen Kirchenbe-zirken einzurichten. Auch sie
unterstützen Kirchengemeinden und die ehrenamtliche Helfer beim Helfen. Zwei
mobile Beratungsdienste beraten Flüchtlinge, Ehrenamtliche und
Kirchengemeinden bei psychosozialen Fragestellungen und
ressourcenorientierten Ange-boten für Flüchtlinge.

Insgesamt bestehen in Kirche und Diakonie rund 70 Stellendeputate für
Hauptamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Zusätzlich gibt es ein Netzwerk von
ehrenamtlichen Kirchenbezirksbeauftragten für Asyl und Migration". Ein Fonds
für Kleinprojekte in Kirchengemeinden fördert Angebote für Flüchtlinge wie
Deutschkurse oder Freizeiten unbürokratisch und schnell mit bis zu 2.000
Euro.

Die württembergische Diakonie ist auch in der Verfahrens- und Sozialberatung
in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) Ellwangen, Meßstetten,
Sigmaringen und Wertheim tätig und bereit, in weiteren LEAs tätig zu werden.
Ebenso sind diakonische Träger in der Flüchtlingssozialarbeit im Rahmen der
Vorläufigen Unterbringung" in den Landkreisen engagiert.
Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat bei ihrer
Herbsttagung 2015 für die Jahre 2016/2017 zusätzlich 13,2 Millionen Euro
beschlossen. Bereits für 2014 hatte sie zusätzlich 1,4 Millionen Euro für
die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt und dann für 2015 um weitere
2,15 Millionen Euro aufgestockt -jeweils zur Hälfte für die Arbeit in
Württemberg und in den Herkunftsregionen.
Ein wesentliches Ziel ist es, dazu beizutragen, Fluchtursachen in den
Herkunftsländern zu mindern. Hierzulande werden die Mittel nachhaltig
zur Unterstützung der ständig wachsenden Zahl ehrenamtlicher Helfer und
Initiativen eingesetzt. Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July nennt die
kirchliche Aufgabenstellung eine nachhaltige, die langen Atem erfordert."
Auch politisch setzen sich Landeskirche und Diakonie für Flüchtlinge ein,
etwa bei den von Ministerpräsident Winfried Kretschmann einberufenen
Flüchtlingsgipfeln". Das kann nur ein Ausschnitt sein. Weitere Informationen
und Kontakte finden Sie auf der landeskirchlichen Website unter
Flüchtlingshilfe"
http://www.elk-wue.de/helfen/fluechtlingeund-migranten/).

Oliver Hoesch
Sprecher der Landeskirche
Evangelisches Medienhaus
Augustenstraße 124
70197 Stuttgart
Tel. (07 11) 222 76 - 81
Mail:
Oliver.Hoesch@elk-wue.de
http://www.elk-wue.de
Kostenloses
Info-Telefon
08 00) 8 138 138
PS: Wenn Sie uns etwas über Ihre Hilfe für
Flüchtlinge, besondere Projekte oder Erfahrungen mitteilen möchten, das wir
auch für Veröffentlichungen nutzen können, tun Sie dies bitte gerne unter
Telefon-Nummer 0711 22276-58,
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