AIZ-Polizeibericht vom: 06. Oktober 2012       
Lob gab es von Innenminister Gall für die Zebra-"Prävention":
"Kleine Zebra" der PD Aalen wieder bei der
Landes-Aktion 2012 "Gibt Acht im Verkehr"
Schwerer Arbeitsunfall auf landwirtschaftlichem Anwesen La-
uchheim-Stetten:Zwischen Schaufel u. Stallwand eingeklemmt

"Kleine Zebra" der PD Aalen hat Kinder gelehrt wie sie sicher über den Ostalb-Zebrastreifen kommen. Seitdem ist die Zahl der Unfälle mit Kindern weniger.        AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer 
 
Aalen/Pforzheim.
Das "Kleine Zebra" der PD Aalen ist wieder bei der Landes-Aktion 21012 "Gibt Acht im Verkehr"20 Jahre „GIB ACHT IM VERKEHR“ und Landes-Tag der Verkehrssicherheit"". Innenminister Reinhold Gall: „Verkehrsprävention leistet einen enormen Beitrag zur Verkehrssicherheit“. Weiter führte Gall aus:

Beim Kinderfest: Die Kinder der Ostalb lieben inzwischen das Zebra.
„Am 2. September 1992 begann die Erfolgsgeschichte der Verkehrs­sicherheitsaktion ‚GIB ACHT IM VERKEHR’. Starke Partner haben sich damals mit dem Ziel zusammengeschlossen, junge Autofahrer durch Aufklärungsaktionen für die Risiken des Straßenverkehrs zu sensibilisieren.“ Das sagte Innenminister Reinold Gall, Schirmherr der Aktion, beim Festakt zum 20. Jubiläum am Donnerstag, 4. Oktober 2012, in Pforzheim. Durch die Bündelung der Stärken verschiedener Organisationen wie beispielsweise Landesverkehrswacht, Fahrlehrerverband und Unfallkasse Baden-Württemberg sei die Wirkung der Verkehrssicherheitsarbeit auf Dauer wesentlich erhöht worden.

„Wir profitieren im Interesse der Bürgerinnen und Bürger von dem Fachwissen, den vielseitigen Erfahrungen und Ideen unserer Partner. So erreichen wir mehr Menschen zu dem wichtigen Thema Verkehrssicherheit“, betonte Gall. Durch „GIB ACHT IM VERKEHR“ sei die Verkehrssicherheitsarbeit zu einem unverwechselbaren und erfolgreichen Gesicht der Verkehrsprävention geworden. Mit dem heutigen Festakt solle die Arbeit der vielen Menschen gewürdigt werden, die sich täglich für die Sicherheit im Straßenverkehr stark machten.

Die Aktion „GIB ACHT IM VERKEHR“ habe einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf unseren Straßen geleistet. Trotz steigender Mobilität seien wir auf den Straßen heute so sicher wie noch nie. Dazu hätten straßenbauliche oder rechtliche Maßnahmen wie die Absenkung der Promillegrenze oder neue Fahrzeugtechnologien beigetragen - nicht zuletzt aber auch das gewachsene Bewusstsein der Menschen für die Gefahren im Straßenverkehr. Dennoch gebe es auch weiterhin viel zu tun, das zeigten schon die nackten Zahlen. Im Straßenverkehr kämen mehr Menschen ums Leben als durch Kapitaldelikte. Der volkswirtsch-aftliche Schaden durch Verkehrsunfälle habe im Jahr 2011 2,9 Millionen Euro betragen. Trotz knapper Finanzmittel müsse man sich also engagiert für mehr Verkehrssicherheit im Land einsetzen.

Die Zahl der Verkehrstoten sei in Baden-Württemberg kontinuierlich gesunken. „Gleichwohl ist jedes einzelne Opfer Aufforderung an uns, in unserem Einsatz nicht nachzulassen“, sagte der Minister. Dies gelte besonders für junge Fahrer - jene Zielgruppe, die 1992 den Anlass für das gemeinsame Handeln gegeben habe. Denn die jungen Fahrer hätten das höchste Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken. Grund hierfür seien die hohe Risikobereitschaft, fehlende Erfahrung, Selbstüberschätzung, riskante Fahrmanöver und Fahren unter Alkoholeinfluss. Es müsse auch weiterhin alles dafür getan werden, die Unfallzahlen zu senken und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Gall: „Verkehrssicherheit ist keine Aufgabe, die wir abarbeiten können, sondern eine Lebensaufgabe mit hohem Idealismus. Prävention ist permanente Überzeugungsarbeit.“

Als Schirmherr der Aktion „GIB ACHT IM VERKEHR“ wünsche er sich, dass der Schulterschluss der starken Partner auch weiterhin zu einer erfolgreichen Arbeit für Verkehrssicherheit beitrage, so der Minister. Damit diese Erfolgsgeschichte Zukunft habe, müssten junge Menschen von der Wichtigkeit der Verkehrssicherheit überzeugt und zur Mitwirkung angespornt werden. Dies geschehe beispielsweise durch die jährliche Verleihung des Verkehrspräven-tionspreises. Für 2011 würden insgesamt sieben Preise vergeben. Mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ werde „RoadSense“ aus-gezeichnet, ein interaktives Verkehrssicherheitsprogramm für 8. Klassen der Daimler AG - Mercedes-Benz Driving Academy. Der erste Preis gehe an die AG Radschulwegeplan der Ellentalgymna-sien Bietigheim-Bissingen.

Zudem würden an diesem besonderen Abend mit Manfred Hagelstein und Peter Tschöpe zwei Menschen geehrt, die sich in den vergangenen Jahren tatkräftig in die Aktion „GIB ACHT IM VERKEHR“ eingebracht hätten. „Ich freue mich sehr darüber, Ihnen für Ihr großes Engagement die Staufermedaille des Landes überreichen zu dürfen“, sagte Gall in seiner Laudatio.

Abschließend warb der Minister in Pforzheim für den am folgenden Tag angesetzten Landes-Tag der Verkehrssicherheit: „Unter dem Motto ‚Verkehrssicherheit ist Gold wert’ erwarten Sie viele Informationen und Aktivitäten in der Pforzheimer Innenstadt.“ Neben einem attraktiven Bühnenprogramm sowie Spiel und Spaß für Kinder würden auch viele Erlebnis- und Mitmachmöglichkeiten angeboten. So gebe es beispielsweise Auto- und Motorradsimulatoren, Reaktionstests und einen Segway-Parcour. „Dank zahlreicher Behörden, Institutionen, Verbände, Vereine und Schulen erwartet die Besucher ein spannender Tag zur Verkehrssicherheit, der sicherlich dazu beiträgt, sie stärker für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.“, sagte Gall. Weitere Informationen zur Aktion „GIB ACHT IM VERKEHR“ und das damit wieder 2012 verbundene Aalener "Kleine Zebrach" stehen im Internet unter www.gib-acht-im-verkehr.de.

Innenminister Gall:  „2.545 Verkehrs-Unfälle
unter Alkohol durch nichts zu rechtfertigen"

Von links: Ostalb-Polizeichef Volker Schindler, Innenminister Gall. Landrat K. Pavel und Frau Pavel im Landratsamt Aalen.  

Aalen/Stuttgart. „2.545 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss im ersten Halbjahr sind durch nichts zu rechtfertigen.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall bei der Vorstellung der Halbjahres-statistik in Stuttgart. Wegen der Unvernunft der alkoholisierten Fahrzeuglenker seien 31 (+ 24 Prozent) Personen getötet sowie 432 (+ 26 Prozent) schwer und 888 (+ 3,3 Prozent) leicht verletzt worden. „Erschütternd und absolut unverantwortlich ist dabei, dass bei zehn dieser Verkehrsunfälle mindestens einer der Beteiligten eine Alkoholkonzentration von 1,6 - 2,0 Promille im Blut hatte“, betonte der Innenminister. Insgesamt sei die Zahl der Verkehrsunfälle mit 138.789 (+ 4,5 Prozent) angestiegen, jedoch seien im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 weniger Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt worden (4.361 Schwerverletzte, -0,3 Prozent und 18.036 Leichtverletzte, - 0,9 Prozent) oder getötet).

Lauchheim-Stetten: Auf landwirtschaftlichem
Anwesen zwischen Schaufel und Stallwand
Lauchheim-Stetten.
Am Freitag gegen 17:20 Uhr ereignete sich auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Lauchheim-Stetten ein schwerer Arbeitsunfall. Ein 43-jähriger Mann war an der Wand einer Stallung mit Reparaturarbeiten in etwa 6 m Höhe beschäftigt. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte sich der Mann die hochge-fahrene Schaufel eines Traktors als Arbeitsplattform ausgewählt. Aus bisher unbekannter Ursache geriet der Mann zwischen die Schaufel und die Giebelwand der Stallung und wurde zunächst kurzzeitig eingeklemmt. Der schwer verletzte 43-Jährige wurde mit ein-em Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Bei ihm besteht nach Auskunft der Ärzte Lebensgefahr. Sachschaden entstand nicht.
Neues liegt nicht vor.