Es geht nur um 88.000 € Zuschuß aus der Rathaus-Porto-Kasse:
Hat CDU im Stadtrat das Bürgerspital schon
beerdigt oder soll "Panne" bestraft werden?

Für offensichtliche "CDU-Panne" haben die Bürger der Stadt
Aalen kein Verständnis mehr: Erbsenzähler im Gemeinderat


Hat CDU im  Gemeinderat mit dem Entzug von 88.000 € Zuschuß Ende des "Spitels" eingeleitet?            AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Peinlich ist es schon und jetzt soll wieder die schnelle Presse als Prellbock her halten: Die Neubesetzung des Bürger-spitals mit Frau Schwarz war intern im Rathaus beschlossene Sache u und weil die Pressesprecherin nichts anbrennen lassen wollte nach dem Motto die Bürger haben ein Recht auf Informationen wurde eben mal schnell eine Pressemeldung über die Neubesetzung an die Aalener Presse - auch in der AIZ - heraus gegeben. Soweit war alles in Ordnung denn was dann folgte war weniger schön:

Sie hatten einst große Pläne: OB Gerlach als Stiftungsvorsitzender und OB (rechts) und Leiter Förstner: Zusammenarbeit mit dem HdJ. 
In dieser Eile der Neubesetzung und dem schnellen Abschluß des unwürdigen Förstner- und Preiniger-Kapitels produzierte das Rathaus eine "Panne", welche eigentlich nicht schlimm gewesen wäre, hätte man vorher die CDU oder überhaupt den Gemeinderat um Einverst.-ändnis der Neubesetzung gebeten oder gar informiert.


Preiniger ist geflüchtet un d die Küche ist bereits heute schon zu.    
Im Finanzaussuchuß war dies kein Reiz-Thema. Erst die CDU-Fraktion in Personalunion von Stadtrat Wagenblast machte diesen kleinen Info-Fehler der Aalener Stadtverwaltung erst zum Skan dal: Für die CDU beantragte Wagenblast wegen dem Zuschuß der Stadt Aalen über 88.000 € jährlich und Nichtinformation der CDU den Tagesordnungspunkt auszusetzen, aber die Stadtverwaltung war sich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Schuld bewusst, den Gemeinderat bei der Neubesetzung umgangen zu haben vielleicht in der Hoffnung dass der rat dies gar nicht merken wird.

Das Problem: Sowohl die Tageszeitungen aber auch die AIZ haben natürlich als infofreudige Journalisten und Chefredakteure diese Neu-besetzung sofort veröffentlicht, was von der Bevölkerung allgemein mit Freude begrüßt wurde, zumal das "Spitel" in Aalen Tradition hat und OB Gerlach der Vorsitzende ist und es sein persönlicher Verdienst war dass das Bürgerspital nicht geschlossen wurde.

Nur die CDU-Fraktion fand in der Linsensuppe diese kleine Erbse, die von den übrigen Fraktionen also der Mehrheit bereits schon intern angesichts einer solch herrlichen Blumenpracht an den Spitel-Fenstern geschluckt war. So ging es auch der sozial eingestellten stadträtin Petra Pachner am Donnerstag in der letzten Stadt-ratssitzung: Sie hätte am liebsten zugestimmt und alles weitere könne man ja angesichts des Spital-Erfogskonzeptes später regeln. Recht hatte sie, aber die CDU und ein paar Nörgler aus anderen Fraktionen schafften es OB Gerlach angesichts der kleinen Panne vorzuführen und haben den 88.000 € Zuschuss nicht zugestimmt: Sie wollen erste die Cafe-Frage und das Konzept geklärt wissen und die neue Leiterin erst kennen lernen.

Also: Nochmals auf die Tagesordnung und OB Gerlach und die Ver-waltung müssen erst ihre Hausaufgaben machen. Dabei wird nichts anderes heraus kommen als dass doch die Stadt Aalen sich weiter mit 88.000 € Zuschuß - wie dies der Finanzausschuss auch nicht bemängelte - beteiligen wird. Ü'brigens: Es ehrt die zuständige 1. Bürgermeisterin Heim-Wenzler und OB Gerlach dass das Thema Neubesetzung nicht auf die lange Bank geschoben sondern schnell entschieden wurde. Aber: Die Bürger wollen wenigstens etwas über die neue Leiterin heute schon wissen und warum gab es kein 'Paßbild bei der Vorstellung?


Fazit: Viel Lärm der CDU um nichts und um in die Schlagzeilen zu kommen. Die CDU gefährdet nun das traditionelle Bürgerspital in seiner gesamten Weiterführung und wenn dann auch noch die neue Leiterin abspringt weil sie mit Erbsenzählern wie der CDU nichts zu tun bzw. zu schaffen haben will dann hat die CDU ihr Ziel erreicht: sie bekommt keine Stimmen mehr von den Bürgern, die diese Vorgehensweise zu 99 % verurteilen. Für diese offensichtliche "CDU-Panne" haben die Bürger der Stadt Aalen kein Verständnis mehr: Die Bürger wollen dass diese Erbsenzähler im Gemeinderat bei der nächsten Wahl verschwinden. Dann könnte es passieren dass das Spital zwar noch existiert aber die CDU im Gemeinderat gar nichts mehr zu Sagen hat. Dieter Geissbauer