|
Wie ein Feuer wurde
Streit in Aalen selbst in Gang gesetzt:
Nur 2 Mal 2. Preise aber "abgewiesene Mod-
elle gefallen dem Rathaus-Publikum mehr"
Fragt sich nur noch warum man nach der
Preisvergabe in die
Öffentlichkeit geht und ansonsten Jury die Bürger ausschließt

Dieses
"durchgefallene Modell" wird von den Ausstellungs-Besuch-ern im Rathaus
einstimmig favorisiert. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Eigentlich hatte kaum
jemand am Wochenende Notiz davon genommen um die Preisvergabe für das
Aalener Neuprojekt "explorhino", weil schon die Aalener mit diesem Namen
nicht eine Förderung der Jugend verbinden können und ohnehin nicht die Stadt
Aalen Bauherr ist. Das änderte sich aber am Mittwoch 13. März schlagartig:
Im Rathaus wurden die preisgekrönten Modelle und die abgewiesenen Modelle
der Jury aufgebaut. Plötzlich gibt es dazu Meinungen und im Rathaus war
schon am Mittwoch ein Streit entbrannt über die Frage, ob man als braver
Bürger der Fach-Jury vertrauen soll und alles so akzeptieren muss was die
Großkopfeten der Jury für den Strandort Hochschule für gut befinden und
verwerfen. Am Ende dieses Streites der Ausstellungs-Besucher vor Ort leider
die Meinung "die Großkopfeten bauen sowieso das was sie wollen..." und "der
Bürger wird gar nicht gefragt: Es gibt sogar von der Jury abgewiesene
Modelle die besser sind als die aus-sichtsreichsten zwei zweite Preise! Mal
sehen ob der Bauherr seine Meinung ändert und die Preisvergabe der Jury
ebenfalls einstimmig verwirft: Dieter Geissbauer


Ein Modell das
nicht 5. sondern 1. Preis hätte bekommen müssen.
In unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude der Hochschule Aalen in der
Beethovenstraße soll für die Aktivitäten von explorhino, der Werkstatt
junger Forscher an der Hochschule Aalen, ein eigenes Gebäude erstellt
werden. Im Herbst 2012 wurde dazu von der explorhino-Bau GbR ein
Architekturwettbewerb ausgelobt. In einer vom Stuttgarter Büro „Architektur
109“ koordinierten Bewerbungs-phase wurden zwanzig Architekturbüros
ausgewählt, deren Wett-bewerbsentwürfe nun beraten werden.

explorhino
bündelt eine Vielzahl von unterschiedlichen Aktivitäten und Angeboten, bei
denen vor allem eines im Mittelpunkt steht: Kinder und Jugendliche für das
Thema Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, damit sie sich selbst
entdecken und ihre Umwelt besser verstehen. explorhino begleitet die Kinder
dabei vom Kindergarten bis zum Schulabschluss.

Das neue explorhino-Gebäude soll im Dreieck zwischen der Silcherstraße im
Norden und der Beethovenstraße im Süden auf der Freifläche gegenüber der
bestehenden Mensa in unmittelbarer Umgebung der Hochschule gebaut werden.
Das Konzept sieht vor, dass Kinder und Jugendliche dort alles selbst
ausprobieren, eigenständig basteln und experimentieren können. Physikalische
und technische Phänomene sollen ihnen auf diese Weise transparent,
verstehbar und mit Spaß nahe gebracht werden. So erleben sie
Naturwissenschaft und Technik schon in jungen Jahren. Schwellen werden
abgebaut, interessante Einblicke in naturwissen-schaftliche Labore
ermöglicht. Neben den explorhino-Flächen sind in dem Neubau
Erweiterungsflächen, die zwischenzeitlich als Labor- und Büroflächen genutzt
werden, sowie Wohnungen geplant.

Am Freitag trat das Preisgericht in der Mensa der Hochschule zusammen und
hat über den Siegerentwurf entschieden. Es gab keinen ersten Platz, dafür
zwei zweite Plätze: für das Berliner Büro Kuehn Malvezzi und AV1 Architekten
aus Kaiserslautern. Bis einschließlich dem heutigen Montag, 11. März, sind
die Entwürfe öffentlich ausgestellt. Die Räume der Mensa in der
Beethovenstraße sind von 10 bis 18 Uhr für Interessierte geöffnet. Text:
Stadt Aalen









 |