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Jury machte Kompromisse
und vergab nur zweite Preise:
Für Aalener Haus der jungen Forscher keine 1. Preise: 2 sind an der Fassade
gescheitert
Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler
erläutert eines der
prämierten Entwurfsmodelle - Ausstellung im Rathaus ab 13.3.
Aalen. Am
Samstag, 9.3.2013 wurden in der Mensa der Hochschule Aalen die Ergebnisse
des Architektenwettbewerbs „Neubau explorhino Aalen“ vorgestellt. Aus 19
teilnehmenden Büros hatte die Jury am Freitag zwei zweite Sieger ermittelt,
die sich nun Hoffnungen machen dürfen, das von der Dr.
Albert-Grimminger-Stiftung finanzierte Bauvorhaben umzusetzen.

BM-in Heim
wenzler erläuterte "explorhino" u. prämierten Modelle.
Prof. Dr. Gerhard Schneider
stellte den Erfolg des explorhino-Projekts vor. „Die Idee wurde vor 6 Jahren
geboren, eine nachhaltige Initiative aufzusetzen. Wir sprechen Kinder
zwischen 3 und 18 Jahren an und wollen diese für Wissenschaft und Technik
begeistern. Der Erfolg liest sich an Zahlen ab: wir bieten 220 Aktivitäten
an und bedienen im Jahr 6000 Kinder und Jugendliche. Heute ist ein guter
Tag, weil wir nun eine gute Perspektive haben, das Projekt in einem eigenen
Gebäude unterbringen zu können.“ Schneider dankte besonders den Spendern, im
Besonderen der Familie Grimminger und der Firma Zeiss.

Das
Kaiserslauterner Modell macht sogar Werbung für "explorhino".
Architekt Mark Arnold vom Stuttgarter Büro Architektur 109, das den
Wettbewerb betreut, dankte dem Auslober, über diesen Weg das Gebäudekonzept
zu entwickeln und allen beteiligten Architek-turbüros.
Die Komplexität der Aufgabenstellung verdeutlichte Erste Bürgerm-eisterin
Jutta Heim-Wenzler. „Eine klare Nutzungstrennung im Gebäude, flexible
Nutzungen und variable Raumaufteilung sowie unterschiedliche Zugänge sind
wichtig. Außerdem müssen das Wohnumfeld und mögliche Altlasten im Grundstück
berücksichtigt werden. Ich danke, dass private Bauherren bereit sind, über
einen Wettbewerb die beste Lösung zu finden. Die Aufgabe wurde sehr breit
mit hoher Qualität angegangen.“ Die besten Entwürfe würden nun
weiterentwickelt. Wenn alles wie geplant laufe, könne Ende 2013 mit dem Bau
begonnen werden.
OB Martin Gerlach betonte, dass die Stadt das Grundstück für das Gebäude
gerne eingebracht habe. Explorhino sei eine sehr gute, einmalige Sache. Es
sei sensationell, weil in der Stadt und Region die Brötchen überwiegend in
naturwissenschaftlichen Berufen verdient würden. Das Stadtoberhaupt dankte
auch dem Gemein-derat, dass dieser der Grundstücksspende zugestimmt habe.
Mark Arnold und Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler stellten die beiden
zweiten Preisträger vor. Es handelt sich um das Büro Kuehn Malvezzi aus
Berlin sowie AV 1 Architekten GmbH aus Kaiserslautern. Da beide noch keine
überzeugende Fassadenge-staltung beinhalten, konnte kein erster Preis
vergeben werden.

Fast farbloses Modell
2. Klasse des
Berliner Büros Kuehn Malvezzi.
Die Wettbewerbsarbeiten waren von Samstag, 9. März bis Montag 11. März in
der Hochschulmensa ausgestellt. Anschließend sind diese von Mittwoch, 13.
März bis 22. März im Rathausfoyer zu den normalen Öffnungszeiten
ausgestellt.
explorhino:
"Werkstatt der jungen Forscher
soll bald interersse an der Bildung wecken"
Um das Inter-esse an Bildung, insbesondere auch im Bereich der
Naturwissen-schaften und Technik zu förd-ern, wurde die Werkstatt junger
Forscher an der Hochschule Aal-en mit dem Nam-en „explorhino“ gegründet. Im
ex-plorhino bekommen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, die begeisternde
Seite der Naturwissenschaften zu erleben und ihre technischen
Weiterentwicklungen selbst auszutesten.
Nachhaltig zu wirken war für explorhino von Anfang an Pflicht. Ein erster
Schritt zur Gewährleistung einer dauerhaft bestehenden Forscherwerkstatt war
die Gründung der Dr. Albert Grimminger-Stiftung in 2008. Ende 2011 wurde
explorhino mit der Neugründung der Karl und Auguste Kessler Bildungsstiftung
der Maschinenfabrik Alfing weiter gestärkt. Außerdem konnte mit der Carl
Zeiss AG ein weiterer Förderer gewonnen werden. In 2012 brachte die Stadt
Aalen den Verkaufserlös des Grundstücks an der Beethovenstraße als
Zustiftung ein. Damit waren – neben großzügigen Spenden der Dr. Albert
Grimminger-Stiftung - die entscheidenden Voraussetzungen für einen Neubau
gegeben, in welchem die Aktivitäten von explorhino einen räumlichen Rahmen
finden werden.
Mit dem Verfahren eines Realisierungswettbewerbs soll auf der Grundlage der
Vorentwürfe die beste architektonische und städtebauliche Lösung für die zu
planende und zu realisierende Hochbaumaßnahme gefunden werden.
Wesentliche Zielsetzung ist ein in Planung, Bau und Betrieb
wirtschaftliches, energetisch optimiertes Gebäude, das in der
architektonischen Umsetzung seines Raumprogrammes den Anford-erungen des Auslobers gerecht wird. Text (außer Überschriften,
Unt-erzeile, Dachzeile und Bildzeilen): Stadt Aalen. Fotos: Stadt Aalen (3) und Hochschule Aalen (1). |