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Stadtverwaltung Aalen will vorerst das Problem aussitzen:
Erledigt sich Protest
Fusion Schiller/Realsch-
ule auf dem "Galgenberg" doch von selbst?
Erst am Mittwoch wird der Gemeinderat
darüber offiziell in-
formiert: AIZ-Kind verläßt auch nach den Ferien Schillerschule

Fusion mit Realschule von nebenan:
Die Schillerschule auf dem Aalener "Galgenberg".
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Die Proteste der Schüler und Eltern zum Thema
Zusammenlegung der Schillerschule und der angebauten Realschule auf dem
Galgenberg sind groß: Auf beiden Seiten Grundschule und Realschule wissen
sich die Schüler und Eltern nur noch zu wehren durch einen Schulwechsel und
zwar schon nach den kommenden Sommerferien. Allerdings ist das Thema noch
lange nicht mehr spruchreif nachdem die CDU-Landesregierung abtreten musste:
Auch OB Gerlacht und wahrscheinlich auf der Gemeinderat wollen nach dem
Machtwechsel durch Grüne und Rote in Stuttgart erst einmal das Problem
aussitzen.

Besichtigung
der Verkehrskommission auf dem Schulhof der Schill-erschule mit Rektor Frank
und Bürgermeister Fehrenbacher (rechts).
Folgendes wird am Mittwoch 13.07. 2011 in der
VFA-Gemeinderats-sitzung (für hier werden weitere öffentliche Proteste
angekündigt) die Stadtverwaltung Aalen dem Gemeinderat "zur Kenntnis geben",
das wir wegen der Brisanz und dem großen öffentlichen Interesse (immerhin
sind über 1.600 Schüler auf dem Galgenberg betroffen) unzensiert und
vollständig als erstes unabhängiges Presseorgan der Ostalb kommentarlos
abdrucken:

Direkt an
Schillerschule angebaut: Die Realschule auf Galgenberg.
Kurzfassung des
Sachverhaltes der Stadtverwaltung Aalen für den Gemeinderat bzw.
VFA-Ausschuß-Sitzung am 13.07.2011 der Stadt Aalen allerdings nur "zur
Kenntnisnahme":
Der Gemeinderat hat sich am 18.11.2010 mit der künftigen Einrichtung
eines Schulverbunds mit der Schillerschule (GS+WRS) und der Realschule auf
dem Galgenberg befasst und dazu Folgendes beschlossen: Die Stadtverwaltung
wird beauftragt, mit den beiden Schuten einschließlich Schulkonferenzen
unter Betei-ligung des Staatlichen Schulamts Gespräche über Formen der
Zus-ammenarbeit im Sinne der im Schulentwicklungsplan aufgezeigten
Alternativen zu führen."
Untaugliches
Lockmittel: Neue Cafeteria soll
für beide Schulen nun die Raumnot beheben
Mit den beiden Schulleitungen wurde am 10. Februar 2011 ein erstes
Gespräch geführt. Es wurde vereinbart, dass beide Schulen die gemeinsamen
Kooperationsmöglichkeiten erörtern und dazu einen gleichmäßig besetzten
Kooperationsrat bilden. Dieser Koopera-tionsrat kam im Wesentlichen zu
folgendem Ergebnis: Zur Behebung der Raumnot wird von beiden Schulen der
Neubau eines Cafeteriage-bäudes als optimale Lösung angesehen. Die
Zusammenarbeit soll aus Sicht der Realschule im Bereich der
Arbeitsgemeinschaften in bewährter Weise fortgesetzt werden. Die Einrichtung
eines Schulverbunds wird von der Realschule auf dem Galgenberg abgelehnt,
während die Schillerschule dies favorisiert.
Bei einer Besprechung mit einem Vertreter des Staatlichen Schulamts wurde
deutlich, dass eine gemeinsame Nutzung der vorhandenen Schulräume,
insbesondere der Fachräume, möglich ist. Damit ließe sich das
vordringlichste Problem, die Raumsituation, nachhaltig verbessern. Für eine
optimale Raumnutzung ist allerdings eine Angleichung der aktuell noch
unterschiedlichen Unterrichts- und Pausenzeiten erforderlich.
Beide Schulen wurden aufgefordert, spätestens zum neuen Schuljahr, zumindest
die im Schulentwicklungsplan definierte ver-stärkte Kooperation" und die
damit verbundene gemeinsame Nutz-ung der Fachräume umzusetzen.
Weitere Schritte sollten aus Sicht der Stadtverwaltung derzeit nicht in die
Wege geleitet werden. Im Moment kann noch niemand sagen, wie sich die von
der neuen Landesregierung angekündigten
Änderungen im Schulbereich (Abschaffung der Werkrealschule, Bildung von
Gemeinschaftsschulen, Entfall der verbindlichen Grund-schulempfehlung, ...)
auf unsere Schulsituation auswirken werden. Vor weiteren Entscheidungen
sollte zunächst die künftige Entwick-lung beobachtet und analysiert werden.
Die Moral und das Fazit der Hintergrund-Geschichten: Auch OB Gerlach hat wie
ich seine Kinder von der Schillerschule bereits heute schon abgezogen, zwar
durch Umzug aber bei mir wird bewusst in die Bohlschule deshalb gewechselt.
Dieter Geissbauer
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