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Ruf der Bohlschule muss
nun eben neu geschrieben werden:
"In letzten fünf Jahren haben alle Schüler der
Kooperationsklasse einen Job bekommen"
Rektor Michael Ruoff: Ja zu enger
Zusammenarbeit der Bohl-
schule mit Justus-von Liebig-Schule, der Wirtschaft und AA

Der Ruf der
Bohlschule muss mit der neuen Kooperationsklasse neu definiert und
geschrieben werden.
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Der etwas
negative -Ruf der Bohlschule in Aalen muss neu geschrieben und definiert
werden: Dies ist das Fazit eines Infor-mationsabends der Bohlschule am
Dienstag 11. Mai 2010 zum Thema "Einrichtung der neuen Kooperationsklasse
HS-BVJ an der Bohlschule und an der Justus-von-Liebig-Schule im BZ Aalen
für das Schuljahr 2010/2011. Denn der entscheidende Satz von Rektor Michael Ruoff war für die Eltern und interessierten Schulkinder: "In den letzten
fünf Jahren haben alle Schulkinder einen gleichwertigen Hauptschulabschluss
an der Bohlschule gemacht und alle Kinder haben einen Ausbildungsplatz
bekommen!"

Die Geräte und
den Hof der Bohlschule benutzen alle Kinder.
Als dann auch noch die drei Lehrerinnen der neuen
Kooperationsklasse die leider sich nicht im Bild haben ablichten lassen
wollen (vielleicht kann man später das harmonische Bild noch verwenden denn
Schüchternheit muss nicht sein) die Ausführungen des Rektors ergänzten
und eigentlich die Waldorfschule als Alternative das nicht bieten kann war
es keine frage mehr Ja oder nein sondern diese Harmonie in der Bohlschule
ist kaum überbietbar und dürfte im ganzen Land vorbildlich sein.

Mahnung der
Umweltschützer der Bohlschule an den Wänden.
Zwar hatte die Bohlschule bisher keinen besonders guten Ruf aber dies ist
nun für die Schüler und Eltern die diesen Abend miterleben durften vorbei.
"Die Bohlschule ist mit dem Angebot der Koopera-tionsklasse die ideale
Schule für unser Kind" konnte begeistert hören und Rektor Michael Ruoff
gehört eigentlich das Bundesverdienst-kreuz verliehen.

Das
"Karikaturen-Geschoss: Selbstkritik und aktuelle Themen.
auf die Vorabfrage der AIZ an ihn woher der nicht gerade gute Ruf der
Bohlschule komme hatte der Rektor eine plausible Erklärung: "Schauen Sie
bitte hier aus dem Fenster: Jetzt sind es nur wenige Kinder die friedlich
Ball auf dem Hof der Bohlschule spielen, aber umso dunkler es wird kommen
randalierende Jugendlich auf den Bohlschulen-Hof und dann heißt es das sind
die Bohlschüler." Dabei seien die Bohlschüler zu diesen Zeiten zuhausen und
bereits ge-führte Gespräche mit der Stadt Aalen hätten auch kein Ergebnis
gezeigt: Den AIZ-Vorschlag das Schulgelände einzuzäunen und so abzuriegeln
lehnte er ab: "Aus dem Angebot der Bohlschule werde niemand ausgeschlossen.
Selbst wenn eines -Tages Autos auf dem Schulhof stehen".

Stoppt das
"Ozonloch" fordern dringendst die Aalener Bohlschüler.
Dann aber ein Angebot das leider nur etwa 12 Eltern angenommen haben: Dien
Kooperationsklasse. Das Problem sei bekannt: "Immer mehr Schüler verlassen
die Hauptschule ohne einen Abschluss". Dem müsse begegnet werden. im
zweijährigen Bildungs-Lehrgang an der Bohlschule werden stattdessen bis zu
maximal 16 Schüler und Schülerinnen" für den gleichwertigen
Hauptschul-Abschluss vorberei-tet und motiviert".
Dabei stehe jeweils "die enge Zusammenarbeit mit der Berufsschule und der
Wirtschaft und dem Arbeitsamt Aalen im Vordergrund". Die vermittelten
berufsorientierten Inhalte seien in der Bohlschule am Praktikum orientiert
und der Vorteil sei, dass "eine sehr enge Verbindung zu den Lehrkräften
besteht". Das 1. Jahr spiele sich in der Justus-von-Liebig-Schule und in der
Bohlschule ab: 23 Wochens-tunden in der Bohlschule und 8 Wochenstunden in
der Berufsschule. Dann war das Staunen der Gäste groß:

"Es gibt keinen Bildungs- oder Lernplan, wir können also individuell
arbeiten: Wir holen jedes unserer Kinder dort ab wo es steht". Denn "wir
wollen motivierte Kinder und keine Kinder die kurz vor dem Schulausschluss
in der 8. Klasse stehen". Aber die "Kooperations-klasse" sei auf der anderen
Seite auch kein Schlaraffen-Land für Faulenzer: "Ganz geschenkt bekommt man
auch bei uns in der Bohlschule nichts!" Disziplin wie zum Beispiel
pünktliches Erschei-nen zu Schulbeginn sei eine Grundvoraussetzung für einen
späteren Job im Wunschberuf: "Ich stehe oft zu Schulbeginn unten am Ein-gang
und zuerst kommen viele zu spät zum Schulbeginn und dann fast keine mehr.
Das hat einen Vorteil: Ich habe auch schon Lehrer beim Zuspätkommen
erwischt".

Rektor Ruoff
legte den exzellenten Vortrag hin der allen Mut machte.
Im zweiten Schuljahr gehen die drei Klassen-Lehrerinnen mit in die
Berufsschule welche mit einem Betriebspraktikum und der Ab-schlussprüfung
abgeschlossen wird. Zusatzprüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch
seien möglich. Allerdings bereits in der Regel das Englisch Probleme, weil
die Schüler aus der Hermann-Hesse-Schule noch kein Englisch hatten. Michael
Ruoff wertete dies aber nicht als dramatisch wichtig: "Auch das Englisch
kann bei uns schon ab der 1. Klasse nachgeholt werden. Wir fangen schon mit
dem Englisch-Förderunterricht früh an: Ganz geschenkt bekommt man auch bei
uns nichts".

Das Problem
ist erkannt Nutzung des Hofes auch durch Randalierer.
Wer sich nicht in die gesetzten Regeln und Ordnungen fügt "muss wieder
zurück in die Schule aus der er kam. Denn die Schule muss den Schüler wieder
aufnehmen." Das sei aber, wie man von den Lehrkräften hörte, in 5 Jahren nur
einmal passiert in einem krassen Fall eines Schülers aus Essingen der sogar
Straftaten beging und gelogen habe dass sich die Bohlschulen-Balken verbogen
haben. Ruoff: "Auch bei uns muss eine gewisse Harmonie bestehen".

Bilder an den
Wänden der Bohlschule: Alles hat doch seinen Sinn...
In der Kooperationsklasse gäbe es keine "Versetzungs-Ordnung". Die Zeugnisse
werden "durch verbale Beurteilungen ergänzt". Denn die Angebote seinen
vielseitig: Zum Beispiel beim Thema "Ernährung und Hauswirtschaft": In
kleinen Gruppen werden wöchentlich versch-iedene Menüs für das gemeinsame
Essen zubereitet. Dazu gehöre auch das richtige Verhalten am Tisch. In der
Rubrik "Techniken" wer-den zum Beispiel Textil-Technik, die Farbenlehre und
kreatives Gestalten geübt.

Vilkanstauv,
Flugzeuge und eine rastlose Welt auch auf der Ostalb.
Angebote für die sozialpflegerischen Berufe wie Kranken- oder
Säuglingsschwester und Pflege, der Umgang mit Kleinkindern und das Erlernen
von Kommunikations-Techniken seien ein weiteres Angebot. Aber auch der
Computer werde an der Bohlschule nicht verteufelt: Der Umgang mit dem PC sei
eine wichtige Grundvor-aussetzung um eine ordentliche Bewerbung zu schreiben
oder den Umgang mit dem Internet einzubinden.

Klasse:
Deshalb sollten Schüler und Erwachsene gar nicht rauchen.
Im Angebot "Technik" werden die Grundlagen im Umgang mit Holz und Metall
vermittelt. Dabei könne man Seltsames erfreut feststell-en: "Es gab schon
bei uns Jungens die sich für den Koch-Bereich (eigentlich Domäne der
weiblichen Schülerinnen) entschieden und heute als Koch in Ostalb-Betrieben
einen krisensicheren Job haben". Eine individuelle Förderung sei in der
"sozialpädagogischen Betreu-ung" im Vordergrund und natürlich gehören auch
der Sport, die Sprach-Kompetenz, Rechen-Kompetenz, Computeranwendungen, die
lebenswertbezogene Kompetenz und die berufsfachliche Kompe-tenz zum
umfangreichen Fächer-Angebot.

Der Eingang
der Bohlschule die vielen Menschen neue Hoffnung gibt.
"Dadurch könne wir schon ein -Viertel der üblichen Abbrecher einer
Berufsausbildung abfangen und ihnen so den Start ins Berufsleben
ermöglichen", sagte der Rektor. Aber es können auch weitere zusätzliche
Zertifikate in den begleitenden Berufsfeldern erreicht werden zum Beispiel
in Deutsch, Mathematik und Englisch.
Dass bisher alle Schüler in einer Berufsausbildung in den letzten 5 Jahren
untergebracht wurden bedeute auch "eine Stärkung des Selbstbewusstseins".
Ruoff: "Einfache Dinge muss man eben könn-en wie zum Beispiel seine Chancen
zu einem gleichwertigen Haupt-schulabschluss nicht weg zu werfen.
Nach zwei Jahren Kooperationsklasse sei die Berufsschul-Pflicht be-reits zum
Beispiel für einen Hilfsarbeiter erfüllt" und es gäbe viele Chefs auf der
Ostalb die großen wert darauf legen. Deshalb sollten "unsere Schüler alle
Augen und Ohren nach allen Seiten offen halten: Schüler mit 50
Schul-Fehltagen die brauchen wir nicht!" Deshalb erfolge eine strenge
Auswahl der Schüler welche in die neuen bis zu 16 Schüler starken Klassen
dürfen bis zum "Kennenlern-Tag am 13. September".
Nach dem Meldeschluss dem 10. Juni 2010 für die verbindlichen Anmeldungen
werden mit den Beteiligten Anmeldegespräche geführt und über die Aufnahme in
die Kopperationsklasse als Ganztages-schule (im 1. Jahr zwei freie Schultage
in der Woche und 7,45 Uhr Schulbeginn und 15,30 Uhr Ende) entschieden. Im
Fazit muss man dem Rektor zustimmen: "Das bekommen Sie sonst nirgendwo als
Sonderangebot".
Übrigens: Geplant ist auch dass die Kooperationsklasse der Bohl-schule einen
Tag die AIZ selbst produziert. Dieter Geissbauer
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