Seit 1. 12. Tacheles: "Arbeit und Bildung auf  Prüfstand stellen"
DGB-Kreisvorsitzendem Josef Mischko liegt
das Flüchtlingsproblem LEA sehr am Herzen

N
achdem im letzten Jahr Peter Yay-Müller den Vorsitz des DGB
inne hatte geht es mit heißen Themen in die Landtagswahl 2016


J. Mischko und LEA-Boß Berthold Weiß (li.)  AIZ-Fotos: Geissbauer
Aalen.
Zum 1. Dezember 2015 übernahm wieder Josef Mischko den Vorsitz des DGB-Kreisvorstandes Ostalb, nachdem im letzten Jahr Peter Yay-Müller den Vorsitz inne hatte. Dieser jährliche Wechsel zwischen den beiden Gewerkschaftern ist üblich, da dies vom DGB Kreisverband Ostalb beschlossen wurde. Auch für den DGB beginnt das Jahr 2016 mit der Landtagswahl. „Wir werden die Positionen der Parteien mit unseren Forderungen, insbesondere zu Arbeit und Bildung, auf den Prüfstand stellen“, so Mischko. Konkret wird dies bei der vom DGB geplanten Podiumsdiskussion mit Landtagswahl-kandidatinnen und -kandidaten am 17. Februar im Alten Postamt in Aalen.

Kämpferisch wie man ihn kennt und auf der Ostalb liebt: Gerechter Lohn für die Arbeiter und nicht in Taschen der Chefs.  
Die Situation der Flüchtlinge wird auch den DGB im nächsten Jahr weiterhin begleiten. „Menschen in Not muss geholfen“, betont Mischko, „das große ehrenamtliche Engagement insbesondere, aber nicht nur, in Ellwangen, kann nicht hoch genug geschätzt wer-den“. Dies unterstreiche die große Solidarität der Bevölkerung mit den Flüchtlingen und zeige, dass Ressentiments gegen Flüchtlinge im Ostalbkreis deutlich in der Minderheit sind.

Landrat Klaus Pavel (links) und Josef Mischko (re.) sind ein "Team".
Es ist dabei nur selbstverständlich, dass sich der DGB mit zahlreichen Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen aus dem Ostalbkreis an der Kundgebung „Baden-Württemberg ge-gen Rassismus und Gewalt“ am 16. Januar 2016 in Stuttgart beteiligt. „Es gilt, deutlich Flagge zu zeigen gegen rechtspopulistische Hetze und Gewalt. Rassismus und Rechtsextre-mismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz“, betont der Kreisvor-sitzende.

Darüber hinaus ist für den DGB das Thema Arbeit die zentrale Frage. Ziel muss sein, den Flüchtlingen passende Qualifizierungsmöglichkeiten anzubieten und Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote zu schaffen, damit ihnen langfristig viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt offen stehen. „Wichtig ist dabei“, so Mischko, „dass inländische Arbeitslose nicht gegen Flüchtlingen ausgespielt werden“. Der DGB wird auch im kommenden Jahr die Bedingungen in der Arbeitswelt für alle Menschen im Ostalbkreis kritisch in den Blick nehmen. Der Kreisvorsitzende betont: „Alle Arbeitssuchenden im Ostalbkreis müssen wirksam unterstützt werden, um ihnen eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen“.
Infos: http://www.aaleninfo.de/mai13/24/pranger.htm