Depressionen u. Ehekrisen gehören heute zur Tagesordnung:
Dewangenerin hat vor 20 Jahren beim Unfall das schwere Schicksal ereilt: Bein amputiert
"Noch schlimmer sind die dran die durch Diabetes ihr Bein
verloren haben: Hätten dies doch noch verhindern können"

Sie ereilte ein schweres Schicksal vor 20 Jahren bei schwerem Unfall: Bein weg und nun folgten die Täler des Lebens: Ehekrisen und Despressionen.                            AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen.
Am Samstag 11. September fand von 11 bis
16 Uhr im Sanitätshaus Vitalhaus am Regenbaum, Beinstraße 14 in Aalen ein Nordic Walking-Kurs für Beinamputierte unter der Leitung von lizen-zierten Trainern statt (AMPU-NOWA). Die Veranstaltung stand den ganzen Samstag unter der Schirmherrschaft von Franz Hager, Sportler des Jahres der Stadt Aalen 2009, und Dr. Michael Oberst, Chefarzt im Ostalbklinikum. Einige Teilnehmer meldeten sich im Vitalhaus am Regenbaum und tourten durch die City. Am Rande auf der Bank vor dem Sanitätshaus eine Frau aus Aalen-Dewangen, die exklusiv von der AIZ interviewt werden konnte:

Im Sanitätshaus am Regenbaum gibt es kompetente Beratung.       
Sie hatte ihr Bein bei einem Unfall vor 20 Jahren verloren und die Dewangerin erzählte wie sie "in ein tiefes Loch gefallen" ist und wer sie da heraus holte: Zuerst war alle Freude am Leben weg. Sie fiel sehr oft in Depressionen und in 20  Jahren gab es wie aktuell so manche Ehekrisen: "Man fühlt sich nicht mehr als Frau ohne Beine..."

die Frau aus Dewangen wartete am Regenbaum auf weitere Gäste.
Es sei sehr schwer diese Zeiten zu überstehen. "Aber meine Familie hat mich aus diesem tiefen Loche in das ich hinein gefallen war heraus geholt und die Technik: Wenn ich daran denke dass man sich noch ein Bein um den Bauch anschnallte und heute über höchste Technik verfügt und Sensoren welche das Bein steuern und ich wieder wie hier am Lauf in der City an  normalen Veranstaltungen teilnehmen kann dann kann man Gott nur danken daß man dies alles fast unbeschadet überlebt hat".

Am Samstag wurden die Interessierten über Neues gern informiert.  
Bei ihr sei es so gewesen, dass sie durch einen schweren Unfall ein Bein verlor, aber bis heute wieder ihre "volle Lebenskraft und den Glauben an die gemeinsame Zukunft" wieder gewonnen hat. "Meine Familie hat mir die Kraft gegeben".

Bei ihr habe ja der Unfall das Bein geraubt, aber schlimm sei es bei den Diabetikern die ein Körperteil verloren haben: "Die wissen ganz genau dass sie dies bei rechtzeitigem Erkennen noch hätten verhindern können". Weitere Infos dazu unter den Adressen http://www.kreisgebiet.de/kreis-ostalb/events.htm und unter der Adresse http://www.ostalbkreis.city-map.de/11000100


Zum Nordic-Walking für Beinamputierte im Sanitätshaus Vitalhaus kam eine beträchtliche Zahl Ostalb-Bürger und Auswärtige. Natürlich wurde auch im Sanitätshaus sehr kompitent über die neuesten Techniken informiert: Die sanfte Sportart Nordic Walking macht Menschen mit Beinamputationen wieder fit. Jung und Alt können ohne teures Equipment mit und ohne Handicap Nordic Walking gemeinsam ausüben.

Fachkompetenz im Sanitätshaus Vitalhaus am Regenbaum.           
In den letzten Jahren haben viele hundert Beinamputierte Nordic Walking erprobt und sind wieder viel mobiler. Im AMPU-NOWA Laufzentrum Vitalhaus am Regenbaum führen speziell ausgebildete Trainer Nordic Walking Kurse sowie regelmäßige Lauftreffs mit Beinamputierten durch.

Nordic Walking für Beinamputierte? Nordic Walking stärkte die Muskulatur und verbesserte das Gangbild, das steigerte die Mobilität der amputierten Walker und Walkerinnen wie der Frau aus Dewangen. Ganz nebenbei förderte AMPU-NOWA nicht nur die Gesundheit, sondern auch den sozialen Austausch unter den Betroffenen sowie mit Nichtamputierten und sorgte so für mehr Lebensqualität.

Um beim Nordic Walking optimal auf die besonderen Bedürfnisse von Beinprothesenträgern eingehen zu können, absolvieren AMPU-NOWA Trainer eine spezielle Ausbildung. Das Konzept AMPU-NOWA setzt diese hohe Qualität der Ausbildung voraus – die Kurse und Lauftreffs werden ausschließlich von professionell qualifizierten Trainern durchgeführt. Dazu gab es Beratung, Information und Coa-ching für den Alltag mit Beinprothesen. Dieter Geissbauer