|
"War das Mutigste das
ich je in den Aalener Ferien erlebte":
Über 100 Kinder auf den Spuren des großen
Vorbildes Robin Hood u. der großen Indianer
Kooperation des Stadtjugendreferats Aalen
und KLEXWERK: „Robin
Hood-Zeltlager“ und das „Indianer-Lager“ im Leintal

Viele Tiere wurden mit Bedacht
bestaunt, für viele der erste echte Feuersalamander.
Alle Fotos:
KLEXWERK, Oliver Bezler
2010
Aalen. „Das war das Mutigste, was ich je in den Aalener Ferien erlebt habe“
sprach ein Indianerkind, nach der Schluchtentour. Und voller Stolz
bejubelten die Gefährten von Robin Hood den Bau eines Stegs an der Lein. In
den Ferien wurden gut 100 Kinder in zwei Wochen zu Indianerkindern und
Gefährten von Robin Hood. Sie erlebten Abenteuer, gestalteten das Lagerleben
bei Sonne, Wind und Regen und wurden Freunde der Natur.

Floß-Träume: Die großen Robin Hood-Kinder im fürsorglichem
Um-gang mit den kleinen Indianer-Kindern beim Baden in der Lein.
Im Rahmen einer Kooperation des
Stadtjugendreferats Aalen und KLEXWERK fand für zwei Wochen das „Robin
Hood-Zeltlager“ und das „Indianer-Lager“ im Leintal bei Laubach statt.
Kinder zwischen 8 und 13 Jahren wurden zu Gefährten des Waldes getreu dem
Vorbild von Robin Hood. In den Zeltlagern konnten viele erstmals die
Erfahrung machen, eine ganze Woche in der Natur zu verbringen.
Parallel dazu wurden Kinder von 5 bis 7 Jahren zu Indianern und lebten mit
Ihren Tipis ebenso im freien Feld. Sie durften die Natur mit Bächen, Wäldern
und Wiesen im Spiel und kleinen Abenteuern von morgens 7 Uhr bis 18 Uhr am
Abend erkunden.

Geteert und gefedert – Strohschlacht nach dem
Baden. Betreuer unter den Gefährten. Es gab keine Sieger aber auch keine
Verlierer.
Die Betreuung während der Ferienzeiten und
besonders im Sommer sind immer ein großes Thema. Viele Eltern sind vor allem
in dieser Zeit darauf angewiesen, für einen Teil der Ferien ihre Kinder gut
betreut zu wissen – oft aus beruflichen Gründen. „Zeltlager gibt es viele.
Dennoch fehlt es an einem breiteren Angebot“, sagt Stadtjugendreferent
Reiner Peth. Nicht selten wird Ferienbetreuung mit großem Programmangebot
gleichgestellt. Je mehr Workshops, Kurse und Aktionen, desto interessanter
klingt die Ausschreibung. Dass dies jedoch dazu führt, dass Kinder nicht zur
Ruhe kommen können und sich kaum selbst erleben, wird übersehen. Gerade in
diesen Zeiten, wo Kinder Tag für Tag einen vollen Terminkalender haben und
sonst kaum noch die eigenen vier Wände verlassen, ist ein Ausgleich wichtig.

Schluchtenabenteuer mit sicherem Tritt.
Das mehr als nur spannend
„Erlebe Deine Fähigkeiten und erfahre in der
Natur Deine Sinne“ hat sich das Zeltlagerkonzept „Robin Hood – die Gefährten
des Waldes“ als Grundgedanken gesetzt. Oliver Bezler von KLEXWERK hat sich
bei der Erarbeitung des Gesamtrahmens zum Ziel gesetzt, dass Kinder
vollkommen stressfrei und bewusst wahrnehmen können, was sie gerade tun. „Es
ist wichtig, dass Kinder selbst die Erfahrungen machen und wir ihnen nicht
jedes Angebot mit dem erhobenen Ziel und seiner Lösung vorgeben“, sagt
Bezler. „In unserem Zeltlager sollen kleine wie große Kinder die
Möglichkeiten zum Zusammenwachsen im Miteinander und mit ihrer Umgebung
bekommen.“
Die Kinder konnten die Naturgewalten hautnah
spüren. So wurden Bachwanderungen erlebt, in Schluchten geklettert,
Waldlager errichtet, in der Lein gebadet, Staudämme gebaut und auch bei
Dämmerung noch gewandert. Neben den Naturerkundungen gab es noch viele
weitere Angebote. Das handwerkliche Geschick wurde gefördert durch den Bau
von Floß, Ufersteg und Brücke; beim Basteln von Traumfänger,
Specksteinschmuck und Holzfiguren, beim Lagerleben mit Kochen, Feuer machen
und vielem anderen. Besonders das abwechslungsreiche Wetter mit Regen, Wind
und Sonnenschein forderte von den Kindern, ihre eigenen Ideen an die
Umgebung anzupassen. Die Erfahrung alles tun zu können, trotz Matsch und
Regen, wurde an manchen Tagen noch intensiver, als an den
„Schön-Wetter-Tagen“ erlebt. Alle Kinder und alle Eltern haben den Betreuern
stets positive Rückmeldung gegeben. Manche Eltern haben ihre Kinder als
besonders lebhaft, still oder sogar schwierig angekündigt. Im Lagerleben war
das Alles vergessen. Die Kinder wuchsen zusammen und es gab nichts von
alledem. Die Kinder erlebten, was sich ihnen anbot und vor allem sich
selbst. Oliver Bezler sagt dazu „Glanzmomente der Kindheit – erlebte Natur
unter Gefährten“.
Auch wenn das Lager erst vor ein paar Tagen
war, so hat das gute Konzept und die gute Kooperation zwischen
Stadtjugendreferat Aalen und KLEXWERK gezeigt, dass es in diese Richtung
weitergehen muss. Kinder brauchen die Natur zur Entfaltung. So soll es das
Lager im nächsten Jahr wieder geben. Doch bevor der nächste Sommer kommt,
ist bereits in den Winterferien ein Lager in Planung und noch andere
Aktionen sind angekündigt. Mehr dazu im Stadtjugendreferat und bei
KLEXWERK. Oliver Bezler
[[ Bei allen Bilder
Quellenangabe: KLEXWERK, Oliver Bezler 2010 ]]
Schluchtenabenteuer mit sicherem Tritt
Geteert und gefedert – Strohschlacht nach dem
Baden. Betreuer unter den Gefährten.
Die großen Robin Hood Kinder im fürsorglichem
Umgang mit den kleinen Indianer-Kindern beim Baden in der Lein
Viele Tiere wurden mit Bedacht bestaunt, für
viele der erste echte Feuersalamander.
|