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An der
GOA-Gebührenschraube muss jetzt gedreht werden: Die Verteidiger der hohen Abfallgebühren des Ostalbkreises argumentierten immer wieder mit dem Argument „Guter Service". Damit seien schon die erheblichen Sparvorschläge bis zu 2,8 Mio. Euro des Gutachtens (wir berichteten) „vom Tisch gefegt" worden, bedauerte er. Wenn man nur die Hälfte der Einsparungen umsetzen würde und den GOA-Gewinn von 2,7 Mio. Euro zur Hälfte an die Gebührenzahler zurückgäbe, ließen sich die Abfallgebühren ab 2011 um zehn Prozent senken. Die kreiseigene GOA behalte dann immer noch eine „sehr üppige" Nettorendite von 18 Prozent. Es wäre also jetzt an der Zeit, dass bei „diesen klaren Fakten" der Kreistag als Vertretung der Ostalbbürger im Interesse der Gebührenzahler handelt, fordert die Ostalb-FDP auf ihrer Vorstandssitzung im Mögglinger „Reichsadler". Eigentlich sollten alle Abfallsparten künftig gemeinsam öffentlich ausgeschrieben werden. Im freien Wettbewerb müsste sich die GOA dann bei normalen Gewinnmargen auf dem Abfallmarkt behaupten. Für die Bio- und Grünabfuhr haben die Gebührenzahler 2009 fast 4 Mio. Euro (23 Prozent) bezahlt, die nur einem Teil der Haushalte zugute kämen. Bio- und Grünabfälle müssten künftig zur Biogaserzeugung wie die Rohstoffe Altpapier und Altglas zum Recycling kostenlos von den Verwertern entsorgt werden. Damit ließen sich die Abfallgebühren dann nochmals bis zu 12 Prozent senken. Die Aufregung über die Erfassung von Gebäudeansichten durch Google Street View halten die Liberalen für übertrieben. Seit 1876 sei mit der Einführung der Ansichtskarten die Ansicht auch von privaten Gebäuden nicht rechtlich geschützt. Der gesetzliche Datenschutz beziehe sich de jure nur auf personenbezogene Daten. Hier gäbe es eher echten Nachholbedarf, wenn man etwa an die Vorratsdatenspeicherung oder die Überlassung von Bankdaten an die USA denke. Diese „gravierenden Defizite" im personen-bezogenen Datenschutz würden durch die Aufregung um Google Street View nur überdeckt und verdrängt, betonte Landtagskandidat Alexander Jäger (Aalen). Zum Thema Thilo Sarrazin vermutet der FDP-Kreisvorstand, dass „den Leuten die riesige Aufregung langsam ziemlich zum Hals heraushängt". Statt endloser und meist auch fruchtloser theoretischer Debatten solle man geduldig und nachhaltig an der praktischen Integration in den Kommunen arbeiten, wie es „erfreulicherweise" vielfach im Ostalbkreis anzutreffen sei. |