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Es kamen so viele Gäste
wie noch ins Aalener Urweltmuseum:
OB dementierte das Gerücht Schließung der
neuen Calcit-Ausstellung im Urweltmuseum
Es scheint hinter den Kulissen beschlossene Sache: Urwelt-
museum geht wegen Akzeptanz in Stollen: 100.000 Besucher

Grosses
Interesse auch der Politik am größten Calcit: OB Gerlach (2. von links),
SPD-Ratschef Albrecht Schmid (2. von r.) und rechts Museumsleiter Ulrich
Sauerborn. AIZ-Fotos:
Dieter Geissbauer
Aalen. Erstmals platze das Aalener Urweltmuseum am Dienstag dem 17.
August 2010 um 19,30 Uhr fast aus allen Nähten und die quitschenden
Holztreppen knarrten saumäßig als etwa 250 Besucher, Promis und
Interessierte zum 3. Stock hoch pilgerten, wo OB Gerlach und Museumsleiter
Sauerborn die neue "Calcit"-Ausstellung unter dem Titel "Glitzernde
Kristalle der Ostalb" glanzvoll eröffnete und gleich ein Dementi im
"Sommerloch 2010" kos wurde: "Wenn ich alle Gerüchte dementieren müsste die
in Aalener Zeitungen erscheinen hätte ich keine Zeit mehr für mein
politisches Tagesgeschäft. Allerdings stimmt es nicht, dass ich die soeben
eröffnete Calcit-Ausstellung im Urweltmuseum wegen Auslagerung des
Urweltmuseums schließen lassen werde.

Im Gegenteil: Wir werden das
Urweltmuseum dort platzieren wo es eigentlich schon lange hin gehört: In und
vor den Tiefen Stollen und dann öffentlich Präparationen anbieten. Wir
werden damit die Besucherzahl auf dem Tiefen Stollen nach neuesten Prognosen
von 70.000 auf 100.000 steigern!"

Gerlach brachte seine Freude darüber zum Ausdruck "in Gegenwart von solch
kompetenten Geologen und Museumsleiter Sauerborn" die Gegenwart und Zukunft
des Urweltmuseums weiter zementieren zu können. "Die Dinge um den künftigen
Standort des Urweltmuseums müssen zuerst voll ausgegoren sein und erst dann
könne wir die im Tisch liegenden Pläne verwirklichen", sagte OB Gerlach.

Museumsleiter
Sauerborn, OB Gerlach (mitte) sowie die Ratschefs Ritter (Weststadt) u.
SPD-Chef Albrecht Schmid (re) nebeneinander.
Fest stehe auf jeden Fall dass das Urweltmuseum Aalen mitten in der City
eigentlich einen bestgeeignetesten Standort habe aber vom Publikum nicht so
angenommen wird wie dies dem Aalener Museum gebührt und in der Rangfolge der
Aalener Geschichte im 650. Jahr des

Blick in einen
kleinen Teil der großen und sehenswerten Ausstellung
Das Museum zu schließen sei "falsch und nicht angebracht angesichts unseres
Alleinstellungs-Merkmales und unseres gelogi-schen Bergbaues Tiefer
Stollen in Wasseralfingen und deshalb werden wir noch in 2010 dieses
geologische Potential auf dem Stollengelände ausbauen. Bis heute haben wir
schon 50.000 Besucher und weil wir im Winter erstmals wegen der Fledermäuse
im Stollen und noch mehr Neuigkeiten auch im Winter geöffnet haben rechnen
wir 2010 mindestens mit 70.000 Besuchern mit den jetzigen Anlagen und
bereits kurze Zeit später mit 100.000 wenn das Urweltmuseum im und vor dem
Tiefen Stollen neu aufklebt".

"Am Tag X", so OB Gerlach, "werden wir auch vor dem Stollen zeigen wie Funde
präpariert werden auf dem optimalen Gelände des Tiefen Stollen und mit einem
neuen Beleuchtungskonzept wird die gesamte Stollen-Attraktivität weiter
erhöht".

Stolz des
Museumsleiters Ulrich Sauerborn: Der größte "Calcic".
Denn eines sei sicher und daran komme auch der Gemeinderat nicht vorbei
(SPD-Fraktionsvorsitzender Albrecht Schmid und FW/FDP-Ratschef Ritter waren
anwesend und nickten zustimmend dem OB freudig zu): "Wenn wir schon viele
Steuergelder in die Hand nehmen und den Stollen in seiner Attraktivität
erhöhen und dem Urweltmuseum eine neue und attraktive Heimat geben und viel
Geld einsetzen, müssen darin auch die Kinder und Jugendliche ür dieses neue
Museums-Zentrum begeistert werden".

Museumsleiter
Sauerborn beantwortete sehr gerne viele neue Fragen
Die am Dienstag eröffnete Calcit-Ausstellung im Urweltmuseum ist bis zum 30.
Dezember 2010 direkt am Marktbrunnen in der Aalener City eröffnet und
verteilt sich insgesamt auf drei Stockwerke und hat auch OB Gerlach
überzeugt: Auch er durfte den größten Calcit der Ausstellung einmal in die
Hand nehmen und bestaunen.

Calcit:
Glitzernde Kristalle nun auf der Ostalb
Zum ersten Mal wird im Aalener
Urweltmuseum die Calcid- Ausstell-ung mit herrlichen Calcitkristallen
präsentiert. Die Mineralstufen stammen überwiegend aus der Ostalb-Region,
ergänzt durch besondere Calcitkristalle aus aller Welt. Neben
beeindruckenden Schaustücken mit mehreren Zentimeter langen schön
ausgebildeten Kristallen werden auch viele Kleinstufen gezeigt, die die
faszi-nierende Formenvielfalt des Minerals Calcit belegen. Millimetergroße
Kristalle werden dabei durch Vergrößerung übers Mikroskop auf Bildern
dargestellt.

So viele waren
noch nie auf einmal im Urweltmuseum in Aalen...
Faszinierend ist die Formenvielfalt mit der Calcit auftritt. Neben Quarz ist
es das häufigste Mineral der Erdkruste; so wird unsere ganze Schwäbische Alb
fast nur aus diesem Mineral aufgebaut. Mehr als 500 verschiedene
Kristallformen sind weltweit bekannt.

Fühlten sich
wohl: Die Stadträte Ritter (links) und Albrecht Schmid.
Besonders gesucht sind die herrlichen Kristalle, die sich in Hohlräumen,
Spalten und Klüften bilden, ein Prozess, der Jahr-tausende bis Jahrmillionen
dauern kann. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr. Eintritt:
Kinder und Senioren 1,50 € und Erwachsene 2 €. Weitere Auskünfte gibt es
unter der Adresse:
www.museen-aalen.de Dieter Geissbauer

Das Urweltmuseum ist derzeit noch im
Alten Rathaus untergebracht.








Einige der kostbaren "Calcite":
Glitzernde Kristalle aus der Ostalb.





Gleich nebenan an der Museumswand:
Immerfrische Blumenwappen

Tage sind im Urweltmuseum gezählt:
Umzug schon im Dezember?


Museumsfans: Bei der Eröffnung am
18.8. von links Mineralien-sammler Franz Fischer, Museumsleiter Sauerborn
und OB Gerlach.


Nicht vergessen: Aalener Blumen am
Weg zum Museum genießen.




OB Gerlach (links) im Gespräch mit
den Gästen bei der Eröffnung. |