|
Jugendzentrum in
Rettungswache Neresheim evakuiert:
Gefahrgutalarm mit Lebensgefahren wegen
"Strahlen-Alarm" im Neresheimer Gebäude
Feuerwehren aus Bopfingen, Ebnat/Waldhausen
und Neres-
heimer Feuerwehren ausgerückt: Familie sofort evakuiert

Mit
Strahlenschutzanzügen ausgerüstet wurden in Neresheim die Familien und
Bewohner wegen Lebensgefahr schnell evakuiert.
Neresheim.
Der Polizei wurde am Montag, gegen 14.45
Uhr mitgeteilt, dass in einem Gebäude im Dossinger Weg eine starke
Strahlenquelle wäre, die für die Hausmitbewohner und die Nachbars-chaft des
Gebäudes eine Lebensgefahr bedeute. Die Umstände der Alarmierung ließen bei
der Bewertung des Sachverhalts eine Ernsthaftigkeit der geschilderten
Gefahrensituation nicht aus-schließen, weshalb die Rettungsleitstelle
Gefahrgutalarm auslöste.
Dies hatte zur Folge, dass die Wehren aus Bopfingen, Ebn-at/Waldhausen und
die Neresheimer Feuerwehr mit ihren Abteil-ungen, sowie die Feuerwehr Aalen,
mit dem Kreisbrandmeister ausrückten. Auch die SEGen der Malteser Aalen und
des DRK Aalen wurden alarmiert und fuhren ebenso an wie der leitende
Notarzt. Im betroffenen Gebäude befinden sich unter anderem eine Arztpraxis
und zwei Privatwohnungen.
Als erstes evakuierte die Feuerwehr eine siebenköpfige Familie aus einer der
beiden Wohnungen, die Familie in der zweiten Wohnung konnte nicht
angetroffen werden. Danach betrat die Feuerwehr die fraglichen
Räumlichkeiten mit Strahlenschutzanzügen und nahm entsprechende Messungen
vor.
Gleichzeitig wurde in der Nachbarschaft das Jugendzentrum im Untergeschoss
der Rettungswache evakuiert, in dem sich zu dieser Zeit vier Kinder und ein
Betreuer befanden. Drei Bauarbeiter an der Baustelle im Bereich der
Rettungswache mussten ebenso ihre Arbeiten einstellen, wie die dort
anwesenden Sanitäter. Darüber hinaus wurde das Gelände um die vermeintliche
Strahlenquelle weiträumig abgesperrt.
Die Messungen der Strahlenschutzeinheit dauerten etwa 1,5 Stunden und
ergaben, dass im angegebenen Bereich keinerlei schädliche Strahlungen
festgestellt wurden. Für niemanden, der sich vor Ort aufgehalten hatte, hat
demnach zu irgendeinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.
Eine ca. 50-jährige Frau, die den Großeinsatz durch ihren Anruf ausgelöst
hatte, wurde an Ort und Stelle amtsärztlich begutachtet und vorläufig in
ärztliche Behandlung übergeben.
In Neresheim befanden sich etwa 100 Mann Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen, die
SEG von Malteser und DRK mit etwa 20 Mann/Frau und 11 Fahrzeugen, die
Polizei mit drei Mann und 2 Fahrzeugen, der Kreisbrandmeister, der leitende
Notarzt und zwei Amtsärzte. |