Gerade in Ferien läuft Konjunkturprogramm II auf Hochtouren:
Das ist uns die Aalener Jugend wert: Stadt
pumpt in Bereich Bildung rund 5,1 Millionen €
2,3 Millionen in diesem Jahr für energetische Sanierungen an
Schulen: Auch Kappelbergschule in Hofen wird nun saniert

Sanierung: Kappelbergschule in Hofen.   AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Die Stadt Aalen setzt verstärkt in den Sommerferien die Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm in und an den Aalener Schulen um. Insgesamt werden 2010 knapp 2,3 Mio. € im Theodor-Heuss-Gymnasium, der Uhland-Realschule, der Grundschule Hofen und der Talschule Wasseralfingen eingesetzt. „Das ist im besten Sinne auch ein Konjunkturprogramm für die heimische Wirtschaft“ betont die Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler. In den öffentlichen Ausschreibungen sind überwiegend Firmen aus Aalen und dem Ostalbkreis zum Zuge gekommen.
Dies unterstreiche, so Aalens Baubürgermeisterin Heim-Wenzler, "wie leistungsfähig die heimischen Firmen sind."

Schulsanierungen in Stadt Aalen     Fotos (2): Presseamt Stadt Aalen

Uhlandrealschule wird auch von Außen attraktiv: Die umfang-reichste Baumaßnahme wird derzeit an der Uhland-Realschule umgesetzt. Die beiden 1936 erbauten Gebäude in der Turnstrasse werden intensiv energetisch saniert. Neben der Fassadendämmung werden sämtliche Fenster sowie das Dach erneuert. Außerdem erhält die Turmstraße 21, wo sich der Festsaal der Schule unter dem Dach befindet, einen zweiten Rettungsweg. Dazu wurde das Dach geöffnet und das Treppenhaus, das 1977 angebaut wurde, verlängert.

Überall eingerüstet in den Ferien: Die Kappelbergschule in Hofen.      
Schließlich erhalten beide Gebäude einen neuen Anstrich. Mehr als das. „Jetzt ist es eine graue Maus mit Löchern in der Fassade“ beschreibt die Baubürgermeisterin. Wir geben den Gebäuden die äußere Lebendigkeit zurück, erhalten den ursprünglichen Duktus und wirken mit der Farbgebung in verschiedenen Grüntönen und den neuen unterteilten Fenstern der Tristesse der 60er Jahre entgegen.“
Fertig sein wird das Projekt pünktlich zum neuen Schuljahr, was Rektor Günther Glowig besonders freut. „Im laufenden Betrieb mit 600 Schülerinnen und Schülern hätten wir die Bauarbeiten nicht ertragen“. Der Gebäudewirtschaft bescheinigt er eine „super Logistik“ und perfekte Umsetzung.

Energieeinsparung in sanierten Gebäuden: In direkter Nach-barschaft wird im Theodor-Heuss-Gymnasium die Heizungsanlage erneuert. Der Tausch der Heizkessel und der Einbau 187 neuer Heizkörper mit einer sogenannten Einzelraumregelung wird das Klima im Gebäude deutlich verbessern. „Vorsichtig kalkuliert gehen wir von einer Energieersparnis von 20 Prozent aus“ sagt der Leiter der Gebäudewirtschaft Ulrich Müller. 400.000 Euro werden dafür eingesetzt.

Kappelbergschule Hofen: In Hofen wird die in Teilabschnitten erfolgte energetische Sanierung der Kappelbergschule im Rahmen des Konjunkturprogramms fortgesetzt. Damit das Erscheinungsbild der Fassade erhalten bleibt, wird die Dämmung innen angebracht. Außerdem sind neue Heizkörper und Fenster vorgesehen, die Decken werden gedämmt und die Giebelverglasung der Aula ausgetauscht. 338.000 Euro kostet die Sanierung.

Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler (links) erläuterte die Arbeiten.
Neues Talschuldach kann Photovoltaikanlage tragen: In Wasseralfingen wird das Dach der 1966 erbauten Talschule mit einem Aufwand von 187.000 Euro saniert. Die neue Wärmedämmung ermöglicht es, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Die Dachsanierung wird so ausgeführt, dass die Fassade zu einem späteren Zeitpunkt problemlos gedämmt werden könnte.

Bereits 2009 wurde im Rahmen des Konjunkturpakets II rund 2,1 Mio. € zusätzlich in die städtische Bildungsinfrastruktur investiert.
Im Einzelnen konnten energetische Sanierungsmaßnahmen in der Grauleshofschule, in der Kocherburgschule und in der Hermann-Hesse-Schule sowie in städtischen Sporthallen und in Bildungsein-richtungen von freien Trägern umgesetzt und abgeschlossen werden.

Damit beträgt das Gesamt-Investitionsvolumen im Bereich Bildung rund 5,1 Millionen Euro, davon kommen rund 2,9 Millionen Förder-mittel von Bund und Land.