Zum 3. Mal in Folge beim "Sänftenrennen" die Schnellsten:
Die „Löschknechte“ von der Ellwanger Feu-
erwehr haben den Hattrick perfekt gemacht

3.000 haben es miterlebt: Nicht nur mit dem Feuerwehr-Auto
und der Spritze Weltrekordler sondern auch bei Sänftetragen 

Zum 3. Mal in Folge beim "Sänftenrennen" die Schnellsten: Die Ell-wangener Feuerwehr-Weltmeister.         Fotos: Ellwanger Feuerwehr
Ellwangen. Die „Löschknechte“ von der Ellwanger Feuerwehr haben den Hattrick perfekt gemacht: Zum dritten Mal in Folge waren sie beim Ellwanger Sänftenrennen die Schnellsten. Zum Liebling von Publikum und Jurymitgliedern wurden am vergangenen Samstag ebenfalls Feuerwehrmänner gewählt – allerdings die aus Langres, die bei ihrem ersten Start somit gleich zwei Preise mit nach Hause nehmen

Das war natürlich ein Spektakel: die langersehnte Sieger-Ehrung.    
Moderator Martin Unfried begrüßte am Samstagabend die rund 3.000 Zuschauer und Teams zum 10. Ellwanger Sänftenrennen der Neuzeit zweisprachig – neben einem „Herzlichen willkommen“ hieß es auch „Bienvenue!“. Schließlich waren aus Ellwangens Partnerstadt Langres zum ersten Mal „Les Gaulois“ – die Gallier – mit einem 34 Kilogramm schweren, riesigen Hinkelstein samt Asterix, Obelix und Miraculix und einer reizenden römischen Legionärin zu dem Kultwettkampf angereist.
Aber auch die anderen fünf Teams hatten sich mit ihren Sänften und Kostümen viel Mühe gegeben. Etwa die „Laichträger“ des Sportfischervereins Ellwangen, die noch kein Sänftenrennen ausgelassen haben. Sie kamen in diesem Jahr direkt aus der Savanne – als Giraffen. Einen sehr windschnittiger Hasenbau kam von den „Waldtagen“aus Stocken – kurz „Wood Stocken“. Das langohrige Häschen Annika Holzinger wurde wie alle Passagiere nach der halben Strecke zugeladen.

Die absoluten Favoriten und Titelverteidiger, die „Löschknechte“ der Ellwanger Feuerwehr, hatten mit Liebe zum Detail eine römische Siegeshallen-Sänfte gebaut, deren (echter!) Brand durch schnellen Laufwind gelöscht wurde.

Aus Spaß an der Freude waren zum zweiten Mal die „Ellwanger Schlafseggel“ mit von der Partie. In ihrem massiven 35 Kilogramm schweren Bett transportierten sie Dorothea Halbig.

Aus Werbezwecken war das erste Mal die „Keglerbande“ der Kegelsportfreunde Ellwangen angetreten. Als Kegel verkleidet transportierten sie in ihrer Kugel Carolin Rein.

Auf Kommando: „Die Sänfte hoch!“: Es ging dann auf die Sänft-enstrecke. Nacheinander rasten die sechs Teams die Marienstraße entlang, luden ihren Passagier ein und hechteten zurück. Als Schnellste schafften dies die „Löschknechte“ in 28 Sekunden. Sie kämpften im Finale um den begehrten Sänftenmann gegen die Stockener, die gerade einmal eine Sekunde langsamer waren.

Im Rennen um den dritten Platz traten die „Schlafseggel“ gegen die „Laichträger“ an. Nach der Wende hatten die „Laichträger“ deutlichen Vorsprung und so trugen die „Schlafseggel“ ihr Bett am Ende ganz gemütlich dem 4. Platz entgegen – der immerhin noch mit einem Laib Käse prämiert wurde.

„Knickerbocker“ oder „Toga“ war dann die Frage im Endlauf. Konnten die Löschknechte den Geschwindigkeitsrekord einstellen, und vor allem blieben die Passagiere Julia Höll und Katja Walter unverletzt? Natürlich!

Bereits nach der Wende lagen die Floriansjünger aus Ellwangen eine halbe Siegeshalle vorne und ließen sich auch auf den Schlussmetern den Sieg nicht mehr nehmen. Damit bleibt die Siegertrophäe, der Sänftenmann, auf seinem angestammten Platz im Feuerwehrdepot.

Als durchaus fair und galant erwiesen sich Publikum und die Jury aus Lauchheim. Die Gäste aus der Partnerstadt Langres, die mit ihrer wuchtigen Hinkelsteinsänfte respektabele Fünfte wurden, gewannen zur allgemeinen Freude für ihre aufwändige und originelle Kostümierung (sowie ihren hochprozentigen Zaubertrank, der zuvor großzügig ans Publikum ausgeschenkt worden war) den Jury- und Publikumspreis.

Abgerundet wurde die wieder einmal rundum gelungene Veran-staltung mit einem tollen Konzert: Die Gruppe „Agua Loca“ spielte beim abschließenden Straßenfest auf.