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An den Rollstuhl
gefesselt ein großes Herz für alle Katzen:
Wenn verschenkte Katzen lästig werden rett-
et sie im Urlaub Ute Barnet von "Meldestelle"
Tierschutzverein geht es nicht darum überzählige Katzen auf-
zunehmen sondern nur "Ausgesetzte und in Lebensgefahr"

Im Rollstuhl
aber die Tierliebe blieb: Zwei allerliebste Katzentiere sind derzeit bei
Tierfreundin Ute Barnet in Wasseralfingen zu Gast.
Aalen-Wasseralfingen. Sie sitzt im Rollstuhl,
fühlt sich in ihrem kleinen Tierreich in Wasseralfingen dennoch stets Herr
der Lage. Wenn Ute Barnet, Leiterin der Info- und Meldestelle des
Tierschutz-vereins Aalen und Umgebung, nach ihren Katzen ruft, folgen diese
aufs Wort.

Kaum in Frauchens Arm versinkt Klein
Billy im Reich der Träume.
Liegt´s an der Faszination des Weiblichen oder schlicht am
„Leckerli"? Wenn Puschel, der eigenwillige Kater, dem Bruder so gar nicht
folgen will, genügt ein freundlicher bis bestimmter Lockruf der Dame, und
Puschel kommt ins Haus. Hier muss er bleiben, bis Herrchen Klaus von der
Arbeit zurück kommt. Schließlich kann die behinderte Ute Barnet dem kleinen
Dickschädel nicht bis in jedes Gebüsch folgen. Vor allem dann nicht, wenn
dieser in ernste Gefahr geraten sollte. Puschel gehört wie Stipsel und Toby
bereits zur Familie, nachdem diese Tiere aus größter Not gerettet,
inzwischen aber (noch) nicht anderweitig vermittelt werden konnten oder
sollten.
Im Gegensatz zu den beiden Jungkaterchen Billy und Bobby, die von
Tierfreunden gerade noch vor dem Traktor gerettet werden konnten. Sie kamen,
wie Ute Barnet und ihre Kollegin (Anm.: will nicht genannt werden)
erzählten, kamen die beiden, völlig ausgehungerten Tiere der Rasse
Europäisches Kurzhaar, als „eine Handvoll Katze" ins Haus. Sie konnten, weil
in ihrer sonnigen Jugend so bezaubernd schön und liebenswert, bereits in
zuverlässige Familien weiter vermittelt werden. Sie sind, wie sich beim
Interview mit den „Aalener Nachrichten" zeigte, zu jeder Art von Spiel,
Schmuserei und Schabernack aufgelegt.
Ute Barnet wie dem gesamten Tierschutzverein geht es nicht darum, gesunde,
aber überzählige Katzen aufzunehmen, sondern nur solche Tiere, die
ausgesetzt und in Lebensgefahr geraten, verwahrlost oder infolge Virenbefall
hoffnungslos krank geworden sind. Sie werden von den Damen mit viel Liebe
und Sachverstand aufgepäppelt, ordentlich gefüttert und an Tierfreunde
weiter vermittelt, möglichst mit der Auflage, die Tiere kastrieren zu
lassen.
Dadurch soll unerwünschter Nachwuchs – Katzen werfen im Jahr oft drei mal
bis zu sechs oder gar acht Junge – vermieden werden. Auch zeigt die
Erfahrung, dass der Kater nach der Kastration deutlich häuslicher und
anhänglicher wird und seinen Aktionsradius, ansonsten bis zu fünf Kilometer
im Umkreis, erheblich verkleinert. |