"Mappus, Haußmann und Mack vor Linken her treiben..."
Roland Hamm einstimmig nominiert: Schluß
mit der "Kinderarmut" auch im Ostalbkreis

53-jährige ist sich sicher die 5%-Hürde auf Anhieb zu schaffen
und das  "schwarz-gelbes Bündnis nun für immer knacken"

Kreisvorsitzende Christa Klinkgratulierte mit roten Blumen zum 16:0-Hamm-Erfolg als Landtagskandidat.     AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalen. Ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung wurde am Montag dem 2. August 2010 um 21,02 Uhr im Samocca in Aalen der 53-jährige Ostalb-Rebell der Armen Roland Hamm einstimmig zum Kandidaten der Linken des Wahlkreises Aalen nominiert und mit allen 16 Stimmen bestätigt worden, nachdem der Kreisvorstand der Linken sich bereits auf Hamm festgelegt hatte.

Gratulation vom Kreistagskollegen: Die Freude war gemeinsam groß
Diese Einstimmigkeit war auch ein Ausdruck der Redegewandtheit von Roland Hamm und er hatte stets in den 28 Minuten seiner Kandidatenvorstellung wahrscheinlich bewusst darauf geachtet dass - wie schon im Gemeinderat neu eingeführt und mit den anderen Fraktionen begonnen - endlich die armen der Ostalb hoffen können dass mit Hamm die "Kinderarmut" beendet und Gerechtigkeit für alle - nicht nur die Linken-Wähler - wieder hergestellt wird.

"Packen wir's an":Linken schaffen das Wahlziel Einzug in Parlament
Dabei hat Hamm sich selbst eine geniale Marschrichtung vorgege-ben: Das auszusprechen was das Volk denkt und wünscht und er hat dem Volk buchstäblich aus dem Herzen gesprochen und dabei darauf geachtet, dass auch auf der Ostalb nun SPD-ler und CDU-ler seine Forderungen unterschreiben können und werden.

Geschafft: Roland Hamm erstmals als Wahlsieger bei den Linken.   
Diese außergewöhnliche und spektakuläre Wahlveranstaltung hatte eigentlich in sehr gelockerter und freundschaftlicher Atmosphäre im Samocca begonnen: Eine Schweizer Frauengruppe aus Ellwangen belehrte die begeisterten Zuhörer und Zuhörerinnen "dass es in der Schweiz schon seit 30 Jahren auch Wahlrecht für Frauen gibt" und nach wie vor die Schweiz immer noch "neutral" ist.

Roland Hamm nach der Wahl: Grosse Freude über Einstimmigkeit.  
Mit tollen Liedern und Texten hatten sie die Stimmung unterm Volk gelockert, was sogar ins Schunkeln und Mitsingen ausartete. Mittendrin eingehakt bei Roland Hamm, der Aalener Stadtrat der seinen Kreistagssitz zugunsten der Aalener aufgegeben hat damit er sich stärker um ihre speziellen Probleme kümmern kann (ein Kreistagskollege der Linken aus Gmünd war auch anwesend), und natürlich Menschen die erstmals in dieser Runde so zur Landtags-nominierung angetreten waren, weil die Linken bisher  gar nicht für den Landtag kandidieren und deshalb 150 "Unterstützungs-Unter-schriften" aufbringen müssen.

Roland Hamm fühlte sich sichtlich unser den Genossen sauwohl und viele der 16 die ihn nominierten kannten seine bisherigen großen Verdienste: Kein Problem darf unter den Teppich gekehrt sondern muss öffentlich gemacht werden und die Linken müssen nun die Chance nutzen auch für Familien und Kinder so einzutreten, dass sie in Sachen "sozial" sogar die SPD und die Christlichen (CDU)  überrunden aus der Roland Hamm eigentlich zu den Linken kam, denn Roland Hamm machte schon als 16-jähriger (damals noch in der SPD) bis heute Politik und weiß als Koordinator und Gründungsmitglied der Linken Baden-Württemberg seit 3 Jahren was auf dem Spiel steht und das Ziel ist: zumindest "die 5%-Hürde überspringen".

Die Schweizer Frauen aus Ellwangen haben Stimmung mitgebracht.
Die Linken-Kreisvorsitzende Christa Klink hatte leichtes Spiel bei den ansonsten trockenen Regularien: Es gab fast nur einstimmige Beschlüsse oder Enthaltung der Betroffenen. Christa Klink war natürlich gespannt was Roland Hamm als Auftakt präsentiert und machte deshalb die Berichte kurz: Die Linken planen weitere 'Protestaktionen auch im Ostalbkreis, aber auch am 13. November in Stuttgart wegen dem "Wahnsinn Stittgart 21" der auf dem Rücken der armen finanziert wird. Es werden aber auch in der City weitere Infostände stattfinden.

Nachdenklich aber siegessicher: Roland Hamm-Portrait vor der Wahl
Gerhard Schneider berichtete dann dass die Landratswahl auch im Ostalbkreis am 27. März 2011 stattfindet und es "70 Wahlkreise" gibt und die Linken bisher nicht im Landtag vertreten sind. Deshalb benötige man 150 Unterstützungs-Unterschriften, die vor allem bei den künftigen Info-Ständen in der Aalener City gesammelt werden.

Wo gibt es bei Wahlen solch tolle Laune: Natürlich nur bei Linken.   
Dann endlich stellte sich der Gewerkschaftler Roland Hamm mit einer flammenden Rede als Landtagskandidat der Linken vor und hatte dazu natürlich vom Kreisvorstand zurecht Vorschuß-Lob bekommen. Er stellte ein Geständnis an den Anfang: "Ich habe eine Herzensentscheidung zur Kandidatur getroffen, um Ministerpräsident Mappus und die Schwarz-Gelben in die Opposition zu treiben und zu schicken und auch als junge und noch wachsende Partei der Linken " denen das Fürchten zu lehren.

Siegessicher: Auch Roland Hamm schunkelte mit seinem Volk mit. 
Die Linken hätten sich ein festes Wähler-Potential fleißig erobert: "Seit eineinhalb Jahren liegen wie im Gegensatz zu unseren Kon-kurrenten ständig bei sechs Prozent. Wir werden aber auch in Zukunft die Verteilungs-Ungerechtigkeiten im Land ablösen. Wir haben auch in Zeiten der Wirtschaftskrise gelernt, dass unsere Forderung nach staatlichen Rettungsschirmen richtig ist, aber auch die Verstaatlichung der Banken nicht die Kardinalslösung ist: Es sollen die zahlen die sich den Reichtum angehäuft haben. Denn auch im Ostalbkreis wurden Tausende Menschen um ihre Existenz gebracht".

Publikum tobte als die "Schweizer Frauen" aus Ellwangen zum gem-einsamen Schunkeln und Polonaise tobendes Publikum animierte.   
Die Rente mit 67 werde weiter abgelehnt: "Wir brauchen gerade jetzt eine Verkürzung der Lebens-Arbeitszeit eine Verteilungs-Gerech-tigkeit, nachhhaltiges Wachstum und schließlich müssen wir Minis-terpräsident Mappus weiter über das Sparpaket aufklären und mit ihm darüber diskutieren, dass damit die Kinder-Armut auch auf der Ostalb produziert wird und dieses Sparpaket gerade kinderreiche Familien trifft.". Von dieser Schuld könnte sich auch nicht die Opposition frei sprechen: "Die Opposition der Grünen und die SPD sind an dieser Misere des Sozialstaates mit verantwortlich". Das habe schon mit der Agenda 2010 begonnen "und hat sich bis heute nicht verändert und deshalb müssen wir dagegen kämpfen: Die Verteilunbgs-Gerechtigkeit muss auch auf der Ostalb wieder herge-stellt werden".

Aber auch "die verfehlte Steuerpolitik hat die Kommunen in die Insol-venzen getrieben", sagte Hamm und forderte "ein neues Finan-zierungs-Modell um diese Bankrott-Erklärung zu berichtigen". Diesbezüglich plauderte Stadtrat und Linken-Kandidat Roland Hamm "aus dem Stadtrat: Ich habe in der Gemeinderatssitzung im Aalener Rathaus parteiübergreifend für ein neues Finanzierungs-Modell plädiert und zwar zugunsten der sozialen Sicherheit der Bürger in den Kommunen. Es ist zum Beispiel nicht hinnehmbar dass fast alle Gewerbetreibenden Steuern zahlen nur die Privilegierten wie Ärzte nicht. Auch sie müssen herangezogen werden"

Die Kreisvorsitzende hatte alles im Griff: Regularien in Massen...     
Roland Hamm nannte ein wahnsinniges Beispiel aus der Aalener Gemeinderatssitzung: "Die Reinigungsdienstleistungen der Stadt Aalen müssen europaweit ausgeschrieben werden. Es werden dabei nicht einmal die Mindestlöhne beachtet, das ist also ein Sparen auf dem -Rücken der Aalener Beschäftigten.  Dank der Zusammenarbeit aller Fraktionen im Aalener Gemeinderat ("der Anfang ist gemacht") hätten alle Ratsfraktionen "in den nächsten vier Jahren die Chance von den Billig.Reinigungs-Kräften in Aalen weg zu kommen: Das ist unsere Art der neuen Politik durch Linke".

Aber auch in die Bildung und Innovation müsse nach dem Motto "wirklich alles umsonst" investiert werden: "Es dürfen Arme nicht mehr von der Bildung ausgeschlossen werden sondern müssen in einem neuen Gesamt-Schul-System integriert werden!" Schließlich werden "alleine in Aalen 100 Ausbildungsplätze weniger als im Vorjahr angeboten und da haben wir Probleme: Deshalb steht bei den Linken die Berufliche Bildung im Mittelpunkt des aktuellen Landtags-Wahlkampfes.

Wahl war zwar geheim wurde bei den Linken öffentlich ausgewertet. 
Die aktuelle Kinderarmut im Ostalbkreis belegte Hamm mit Zahlen und berichtete aus einem aktuellen Aalener Fall: "Jedes 7. Kind auf der Ostalb lebt unter der Armuts-Grenze. Ein Beispiel aus diesen Tagen: Eine geschiedene Aalener Frau muss mit 150 € ihren armuts-Lebenskampf mit ihren zwei Kindern monatlich finanzieren. Solchen Menschen muß jetzt geholfen werden! "

Hamm forderte zum Beispiel kostenloses Mittagsessen in Kinder-tagesstätten: "Wir müssen nicht nur vom Kinderland Baden-Württemberg reden sondern für unsere Ostalb-Kinder noch sehr viel tun!" Aber auch die Linke sei die einzige Partei die den ökologischen Umbau der Gesellschaft "und wir stehen stehen zu unserer Meinung dass das 10-Milliarden-Wahnsinns-Projekt Stuttgart 21 überhaupt nicht notwendig ist. Lasst uns deshalb gemeinsam den Stuttgarter Widerstand unterstützen: das Geld kann nicht zwei Mal ausgegeben werden und wird uns im Ostalbkreis dann fehlen.

Beifall vom Kreisvorstand für Landtagskandidat Roland Hamm (links).
Je stärker die Linken im Landtag 2011 im Landtag Baden-Württem-berg sind desto besser können wir die schwarz-gelben knacken und soziale Brennpunkte abstellen. Wir werden deshalb auch auf der Ostalb die Regierenden durch einen Politik-Wechsel unbarmherzig vor uns her treiben!" Dieter Geissbauer

Selbst bei Banken-Verstaatlichung ist eine Hilfsglocke notwendig.   

Roland Hamm (links) wurde vom Kreisvorstand vorgeschlagen und hat sich beim 16:0-Ergebnis garantiert trotz geheim selbst gewählt. 


Selbst die Kreisvorsitzende hörte sehr gespannt Roland Hamm zu.  

Wer sich in Stuttgart 21 so verkalkuliert dem glaubt man nichts mehr

Rechnen können die Linken auch: Aber Milliarden für Bahnhof?       

"Wir brauchen nur 150 Unterschriften für den Einzug in Landtag"?    

In der Bildung alles "umsonst": Neue Chancen auch für die Ärmsten.

Papier ist geduldig: was Linke aber versprechen wird auch gehalten.

Wo bleibt denn das Verständnis der Parteien für die Kinderarmut?   

""Wir werden die Regierung und Mappus bald vor uns her treiben".   

Trotz 6 %-Höhenflug seit 1,5 Jahren: Linke heben doch nicht ab?    

Wer soll Armut bekämpfen wenn nicht die Linken im Kreisverband?  

Roland Hamm in Bilder-Studie mit der AIZ-Kamera genau beobachtet

Roland Hamm hatte ihn sich verdient: den letzten Schluck Gerst-ensaft nach einer solch flammenden genialen Vorstellungs-Rede .