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Deutsch-amerikanische
Sensation an Faulherrnhof-Mostpresse
Roderich Kiesewetter aus
Aalen scheiterte
an der Mostproduktion nach alter Väter Sitte
Schützen der „Kanonier-Böllers-Brauchtumsgruppe Faulherrn-
hof" trat mit 8 Kanonen aller Kaliber beim Böllerschießen an

Mostproduktion deutsch-amerikanisch
klappte auch auf dem Aalener Faulherrnhof anno August: Gastschüler aus der Partnerstadt Webs-ter erwiesen sich beim Mostpressen
als "ideale Arbeitskollegen".
Aalen-Faulherrnhof.
Mostproduktion deutsch-amerikanisch: Beim nahrhaften Treff mit Webster
(Süddakota) legten sich die Austauschschüler gehörig ins Zeug, um aus
heimischen Äpfeln auch für amerikanische Kehlen trinkbaren urschwäbischen „Moscht"
herzustellen. Alle hatten ihr Freude, auch als der alte, aus dem Jahr 1936
stammende, ansonsten immer zuverlässige Zündhütchen-Mühlenmotor einige
Probleme machte. Dem gastweise anwesenden CDU-MdB Roderich Kiesewetter
jedenfalls wollte die Inbetriebnahme so ganz und gar nicht gelingen. Er gab
nach drei Versuchen auf, um diesen schweißtreibenden Job den Profis zu
überlassen. Was alsdann ablief war Mostproduktion nach alter Vätersitte mit
dem Effekt, dass zu guter Letzt der edle Tropfen literweise durch die
durstigen Kehlen rann.

Acht Kanonen unterschiedlichen Kalibers hatte die Kanonier-Brauchtumsgruppe
Faulherrnhof zum Böllerschießen aufgeboten.
Zuvor hatten die zünftig aufgemachten Schützen der „Kanonier-Böllers-Brauchtumsgruppe
Faulherrnhof" die Gelegenheit genutzt, den Gästen mit acht Kanonen aller
Kaliber ein lautstarkes Böllerschießen vorzuführen. Die jungen Leute aus
Amerika, 17- bis 18-jährige Schüler der Highschool in Webster, staunten
nicht schlecht über das in der kleinen 20-Seelenortschaft gezeigte alte
deutsche Brauchtum, das nach Auskunft von Insidern bis in die Zeit „bevor
Kulumbus" zurückreichen soll. Den selbst produzierten „Applewine" hielten
sie auf alle Fälle für zumindest genießbar.

Am Ende aber
doch noch geschafft: Viel Mühe kostete die Inbetrieb-nahme des 1936er-Hatz-Motors
mit dem Obstmühle bewegt wurde.
Der Treff im Faulherrnhof war
mit einem kleinen partnerschaftlichen Zeremoniell verbunden. Launige Worte
sprachen der Vorsitzende des „Partnerschaftsvereins Dewangen-Webster
SD/USA", Hermann Le-ssle, der CDU-MdB Roderich Kiesewetter und, verbunden mit
profunder Information über den heimischen Obstbau, Gerd Höflacher, bei den
Amerikanern besser bekannt als der „Lucky Grazy Buffalo Gary" (glücklicher,
verrückter Buffalo-Gerd). Die sieben US-Schüler sind mit ihren beiden
Betreuern seit Dienstag und noch bis Montag, den 9. August, zu Gast, um
allhier ein Riesenprogramm an Studien-fahrten und Freundschaftspflege zu
absolvieren. |