Über 300 kamen zur traditionellen Bergmesse in Hohenberg:
Bei "Fahrzeug-Segnung" hatte Pfarrer Stefan
Ziellenbach Weihwasser auch für Fotografen

Mit sehr süffisanter Geringschätzung ging Pfarrer bei der 24.
Bergmesse auf überbordende Gier nach dem Reichtum ein


Presse-Segnung: Bei der Fahrzeugsegnung hatte Pfarrer Stefan Ziellenbach auch für den Fotografen eine Tropfen Weihwasser übrig.
Aalen-Hohenberg.  Mit sehr süffisanter Geringschätzung ist Pfarrer Stefan Ziellenbach bei der 24. Bergmesse auf dem Hohenberg auf die überbordende Gier nach dem Reichtum eingegangen. Er verglich den Wohlstand mit einem leicht dahin schwindenden Windhauch, was er über das Mikrophon plastisch veranschaulichte.

Vor herrlicher Landschaftskulisse in Gottes geschaffener Natur zele-brierte Pfarrer Stefan Ziellenbach die 24. Bergmesse in Hohenberg.  
Der Geistliche bezog sich auf einschlägige Texte aus dem Buch Kohelet und aus dem Lukasevangelium. Er gab zu bedenken, das der Geldgierige den fürs Alter angesammelten Reichtum oft gar nicht mehr erlebe, dafür aber vielfach auf alle Lebensfreude, auf Freunde und Gesundheit verzichten müsse. Unnötige Protzerei mit dem immer teureren Auto schaffe Neid, Missgunst und soziale Probleme, zu guter Letzt gar Mord, Totschlag und Bürgerkrieg. Was der Prediger zu sagen hatte, war im Blick auf Finanz- und Bankenkrise und die immer weiter um sich greifende Armut in der Welt höchst aktuell und von prickelnder Brisanz.

Über 300 Gläubige fanden den Weg zur traditionellen Bergmesse.   
Zu der beliebten sommerlichen Bergemesse in freier Natur hatten sich deutlich über 300 Besucher eingefunden. Sie fühlten sich – wie es Pfarrer Ziellenbach konstatierte – hautnah mit der Schöpfung konfrontiert. Sie sangen überwiegend zur Ehre der Gottesmutter und erfreuten sich am Gesang des katholischen Kirchenchores, der zum ersten Mal bei einer solchen Bergmesse unter Leitung seines neuen Dirigenten Johannes Fiedler auftrat. Auch galt die Aufmerksamkeit der Segnung der mitgebrachten Kräuter und der in Reih und Glied am Waldrand aufgestellten Autos. Der Pfarrer nutzte die Gelegen-heit, alle Fahrer auf Gefahren und Verantwortung im Verkehr auf-merksam zu machen.