Im Arbeitsleben kamen immerhin 51,6 Dienstjahre zusammen:
Mit Peter Remmler nahm Weltenbummler u.
Konrektor Abschied in Fachsenfelder Schule

Auch 8 Jahre Spanien waren nach den Angaben des Schul-
mannes kein reines Honigschlecken: Schwierige Probe-Klasse

Konrektor a. D. Peter Remmler bei der Verabschiedung nach den 51,6 Dienstjahren durch die Fachsenfelder Rektorin Ute Hajszan.     
Aalen-Fachsenfeld.  „Heute hier, morgen dort": So haben die Schulkinder gesungen. Nur selten dürfte einem Pädagogen ein so bewegtes Berufsleben vergönnt sein wie Konrektor Peter Remmler. Der weit gereiste Schulmann mit Stationen in Lima (Peru) und Sevilla (Spanien) ist in einer stilvollen Feier in den Ruhestand verabschiedet worden. Schon die Zahl seiner 51,6 Dienstjahre ließ aufhorchen. Sie erklärt sich daraus, dass die Arbeit auf dem schwierigen, von viel Korruption gekennzeichneten peruanischen Acker doppelt gezählt wird. Acht Jahre war Remmler in diesem Wetterwinkel der Weltgeschichte tätig, wo er nach eigenen Angaben „nie so viel angelogen wurde wie in der dortigen katholischen Mädchenschule der Ursulinen".

Respekt vor Schulleistung:
Konrektor a. D. Peter Remmler (rechts) bei der Verabschiedung durch Schulamtsdirektor Rainer Kollmer.    
Auch die acht Jahre in Spanien waren nach weiteren Angaben des Schulmannes kein reines Honigschlecken, ebenso wenig wie in der schwierigen Klasse, die er schon in seiner Probezeit auf Vordermann bringen musste. Erst die letzten beiden Berufsjahre, die er in Fachsenfeld als Konrektor mit dem in Hohenstadt erworbenen Titel Rektor (einschließlich Gehalt) verbringen durfte, sind dem scheidenden Pädagogen als eine „Gnade des Schicksals" erschienen. Dabei kam der gelernte Kaufmann erst in seinen acht Jahren beim Bundesgrenzschutz auf die Idee, in Schwäbisch Gmünd das Lehrerexamen abzulegen. Wenn nicht Chomeini gewesen wäre hätte es ihn um Haaresbreite gar noch nach Teheran verschlagen.

Es versteht sich, dass es sowohl Schulamtsdirektor Rainer Kollmer als auch Rektorin Ute Hajszan sowie schließlich die Schulkinder, die Ortsvorsteherin Barbara Fuchs und die Damen Sabine Kollmann und Angelika Lappsien vom Elternbeirat nicht an Anspielungen auf den bewegten Lebenslauf des Absolventen fehlen ließen. Sie sprachen vor einer stattlichen Kulisse von Schülerinnen und Schülern, die sich mit Flötenspiel, Tanz, Gedicht und Theaterspiel („Das Ruhekissen") in Erinnerung brachten. Auch hatten die Lehrer ein lustiges, auf Peter Remmler zugeschnittenes Quodlibet mit der „Schwäb´schen Eisebahne", mit „Großer Gott" und Nationalhymne eingeübt. Sie sicherten sich damit besonders lebhaften Beifall. Peter Remmler steht dem Auswärtigen Amt weiterhin als Gutachter für Diplomarbeiten zur Verfügung.