AIZ-Polizeibericht vom 15. März 2018               
In Türkei hat die türkische Katze das Bayern-Spiel überlebt:
Auf Befehl des Jagdpächter Blutbad wegen
harmlosem Wildschwein aus Ostalbklinikum
Knapp 20.000 Proteste in facebook und Video - Ostalb-Spielh-
allen-Besitzer im Visier: Chancen dezimiert u. 270.000 kassiert

Aalen.
Entsetzen vor allem der Ostälbler über die Tötung eines etwa einjährigen Wildschweins, das brav und keinesfalls ang-riffslustig durch die Eingangstüre die Vorhalle des Ostalbklinikum durch die automatische Türe betrat und vorbei an der Info geradezu die beliebte Cafeteria ansteuerte, dort aber nichts zum Fressen entdeckte und von der Polizei wieder aus der Klinik gejagt wurde. Soweit alles "ok". Dann aber wurde von der Polizei offensichtlich der zuständige Jagdpächter zu Hilfe gerufen, der wollte oder konnte nicht kommen um das Tier zwischen Klinik und Wald einzufangen und so kam es dazu dass laut "facebook" unsere Aalener Polizei, die etwa einjährige Sau für den Jagdpächter herzlos erschoss.

Die Frage steht im Raum ob die Polizei in solchen Fällen sogar zur Schußwaffe greifen darf weil nämlich die Klinik-Besucher sich vielmehr über den Klinik-Spaziergang amüsierten und staunten und - wie das facebook-Video beweist - keiner in Gefahr war angegriffen oder verletzt zu werden. Die Polizisten müssen die tödliche Schüsse vielleicht vor Gericht verantworten wie die AIZ erfahren hat und wir bitten in solchen Fällen wieder die Wildsau in den Wald zurück zu treiben, wo sie hingehört und heute noch mit ihrer Familie in Aalen glücklich leben könnte.

Fairerweise muss man feststellen, dass die Polizei des Poliz-eipräsidiums Aalen das Blutbad mit dem Tier nicht unterschlug und dazu allerdings nur folgendes meldete: "Ostalbkreis: Tierischer Besuch im Krankenhaus: Völlig unbeeindruckt von lauten Rufen blieb ein Wildschwein, das sich am Dienstagnachmittag in das Ostalbklinikum verlaufen hatte. Das Borstentier, das kurz nach 17 Uhr durch den Haupteingang in das Krankenhaus spaziert war, zeigte keine Scheu vor den Menschen oder der Umgebung. Nur schwer ließ es sich wieder aus dem Gebäude vertreiben. Nachdem das Wildschwein überhaupt keine Anstalten machte, wieder in den Wald zurückzukehren und deshalb eine Gefahr für in Krank-enhausnähe befindliche Personen und des Straßenverkehrs dar-stellte, wurde es im Einvernehmen des örtlichen Jagdpächters von
der Polizei erlegt". 


Nachtrag vom Freitag 16.05. 2018: Die Aalener Polizei hat keinen Befehl des zuständigen Jagdpächtern zum Erschießen des Borstenviehs bekommen, sondern das Tier selbst ohne Not  erschossen und dann erst den Jagdpächter informier und dabei erf-ahren, dass das Wildschwein handzahm war und dem Jagdpächter aus der Wasseralfinger Weide ausgebüchst ist. Die AIZ erfuhr dass Anzeigen gegen den Aalener Polizisten vorbereitet werden und nun dieser Tod gerichtlich gesühnt werden soll. Dieter Geissbauer

"Erfolgreicher Schlag gegen bundesweit agi-
erende Spielautomaten-Bande" ist gelungen

Schwäbisch Gmünd/
Waiblingen. Endlich geht es den Spielhallenbesitzern des Präsidiumsbereiches Aalen an den Kragen: Die Polizei ist auch Spielhallen-Bargeld-Diebstählen bereits auf der Spur und hat einen Spielhallen-Skandal aufgedeckt wo die Gewinnchancen der Automaten von ca. 10.000 auf fast null gesetzt wurden: Die Kriminalpolizeidirektion Waiblingen bearbeitet seit Juni 2017 in Ermittlungskooperation mit der Steuerfahndung Schwä-bisch Gmünd ein Ermittlungsverfahren gegen die  Gruppierung aus dem Großraum Stuttgart uAugsburg, die durch Manipulations-software bzw. Manipulationshardware Geldspielau-tomaten im großen Stil manipuliert. Die Hard- bzw. Software wurde aus dem osteuropäische Ausland eingeführt und zum einen an den Geldspielautomaten der Gruppierung eingesetzt, zum anderen an eine bundesweite Verteilerszene verkauft.

Durch die Manipulation der Geldspielautomaten werden ein-erseits die Gewinnquoten dahingehend verändert, dass die geräte-seitig vorgesehene Gewinnausschüttung zum Nachteil der Spieler reduziert und damit der Gewinn der bandenmäßig organisierten Gruppierung erhöht wird. Zum anderen wird dieser unrechtmäßig erzielte Gewinn der Bande an der Steuer vorbei aus dem Gerät entnommen. Hierdurch werden sowohl die fällige Umsatz- als auch die Vergnügungssteuer hinterzogen und Spieler werden betrogen. Aus einem manipulierten Geldspielautomat lassen sich so je nach Einwurfmenge zwischen 3.000 und 10.000 Euro pro Automat jeden Monat "steuerfrei generieren".

Polizei hat aus Betrügereien 270.000 Euro
Bargld sofort bei den Tätern live eingezogen

Durch diese kriminellen Handlungen werden u.a. Straftatbestände des Computerbetruges, der Fälschung technischer Aufzeichnungen, des illegalen Glückspiels sowie der Steuerhinterziehung verwirklicht. Anfang letzter Woche wurden nun im Rahmen von bundesweiten  Durchsuchungsmaßnahmen unter Führung der Kriminalpoliz-eidirektion Waiblingen über 30 Wohnungen und Gewerbeobjekte mit über 160 eingesetzten Beamten durchsucht. Nach mehreren vorläufigen Festnahmen wurde in der Folge bei den beiden 62 und 48 Jahre alten Haupttätern die Untersuchungshaft angeordnet. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnten über 270.000 Euro Bar-geld zur Sicherung der Einziehung der unrechtmäßig erzielten Gewinne beschlagnahmt werden. Weiterhin wurdenGelder aus den Geldspielautomaten in einem mindestens fünfstelligen Bereich zur weiteren Auswertung sichergestellt. Neben einer scharfen Sch-usswaffe konnten noch portionsweise abgepackte Mengen an Ko-kain aufgefunden werden.

Durch die polizeilichen Maßnahmen wurde der bundesweit agierenden "Manipulations-Bande" ein empfindlicher Schlag verpasst. Aufgrund der Vielzahl der sichergestellten Beweismittel, darunter zahlreiche digitale Datenträger, wird die Auswertung noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Auch Aalener Spielhallenbesitzer werden demnächst Besuch von der Kripo oder der Aalener Polizei bekommen. Dieter Geissbauer