AIZ-Polizeibericht April 2018

AIZ-Polizeibericht vom: 04. August 2018  
Das tödliche Lieferanten-Auto lenkte eine 62-jährige Fahrerin:
Großer Widerstand gegen Polizei:
Frau (49) vor Supermarkt überrollt

Handfester Streit am Bucher Stausee wegen Weizenbier-Glas
Yorkshire-Terrier auf der Hand des Herrchens schwer verletzt

Crailsheim/Schwäbisch Hall.  "Tödlicher Unfall am frühen Morgen": Am Mittwochmorgen ereignete sich in der Haller Straße ein tödlicher Verk-ehrsunfall. Eine 49-jährige Fußgängerin wurde bei einem dortigen Supermarkt gegen 05:45 Uhr von einem rückwärts fahrenden Ford Transit Lieferant-enfahrzeug, welches von einem 62-Jährigen gelenkt wurde, erfasst und überrollt. Die zunächst schwer verletzte Frau wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie gegen 08:30 Uhr während einer Not-OP verstarb. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle gerufen.

100.000 Euro Sachschadenn nach Kellerbra-
nd in Heubach: Bewohner in neuer Bleibe

Heubach. Bei einem Brand in einem Zweifamilienhaus in der Adlerstraße ist am frühen Mittwochmorgen ein Sachschaden von circa 100.000 Euro entstanden. Das Feuer war kurz vor 05:30 Uhr im Keller ausgebrochen und hatte eine starke Rauchentwicklung verursacht. Die beiden Bewohner konnten sich ins Freie retten und blieben unverletzt. Die Feuerwehr rückte rasch an und konnte den Brand löschen. Das Haus ist aufgrund der starken Rußablagerungen im Gebäudeinneren derzeit nicht bewohnbar. Die beiden erwachs-enen Bewohner mussten anderweitig untergebracht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Polizei war mit einer Streife im Einsatz.

An den Bucher Stausee/Kiosk Fall Weizen-
bier-Glas: Streit mit dem Kiosk-Betreiber

Rainau.
"Die Hitze setzt wohl allen zu" titelt die Polizei folgenden Vorfall:  Wegen eines mitgebrachten Bierglases mussten Beamte des Polizeireviers Aalen am Dienstagabend zum Bucher Stausee ausrücken. Kurz nach 18.30 Uhr waren der Betreiber eines Kiosk und ein 21-Jähriger in Streit geraten, weil der junge Mann sein Weizenbierglas mitgebracht hatte. Den Beamten gelang es, die Auseinandersetzung zu schlichten. A

Auf der B 29 zwischen Aalen und Essingen
löste sich der  Boden des Pkw-Anhängers

Aalen-Essingen. "Anhängerboden löste sich" Noch unklar ist die Höhe des Sachschadens, der am Dienstagnachmittag an einem Pkw Fiat Ducato entstand. Gegen 14.40 Uhr befuhr ein 44-Jähriger mit seinem Fahrzeug mit Anhänger, die B 29 zwischen Aalen und Essingen. Während der Fahrt löste sich ein Stück des Anhänger-bodens. Die Platte prallte daraufhin gegen den Kühler eines ent-gegen kommenden Fiat.

Diesmal hat in Tannhausen der Hund zugebi-
ssen weil Terrier auf Hand geschützt wurde

Tannhausen.
Bereits am vergangenen Sonntagabend gegen 20.35 Uhr ereignete sich am nördlichen Ortsrand von Tannhausen ein Vorfall, bei dem ein Yorkshire-Terrier schwer verletzt wurde. Der 79-jährige Besitzer des kleinen Vierbeiners war mit diesem auf einem Feldweg spazieren. Unvermittelt sprang hinter der Hecke eines Firmengebäudes ein schwarzer Schäferhund auf ihn zu. Da sich dieser wohl sehr aggressiv zeigte, nahm der 79-Jährige seinen Terrier schützend auf den Arm. Trotzdem biss sich der Schäferhund in seinem kleinen Artgenossen fest, wobei sowohl der 79-Jährige, als auch die beiden Hunde in einen Graben stürzten. Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer versuchte nun offenbar vergeblich, das aggressive Tier zu verjagen. Erst dem 52-jährigen Halter des Schäferhundes gelang es dann, die Hunde zu trennen. Der Yorkshire-Terrier musste noch am gleichen Abend notoperiert werden.

Herd der Großmutter verschoben und schon
war Gaszuleitung frei für den Gas-Austritt

Schwäbisch Gmünd. "Kleine Ursache - großer Einsatz":  In der Wohnung ihrer 80 Jahre alten Großmutter in der Straße Klosterberg, verschob eine 26-Jährige am Dienstagabend gegen 20 Uhr einen Herd, nachdem sie einen Gegenstand aufheben wollte, der offenbar dahinter gefallen war. Dabei wurde die Gaszuleitung des Herdes beschädigt, wodurch Gas austrat. Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Gmünd, die mit 4 Fahrzeugen und 17 Eins-atzkräften vor Ort war, hatte die 26-Jährige den Haupthahn bereits zugedreht. Nach entsprechenden Messungen durch die Feuerwehr konnte rasch Entwarnung gegeben werden.
Aus  den Nachbarkreisen im Polizeipräsidium Aalen
Landratsamt und Polizei werben für das Fei-
ern ohne Reue und sensibler Jugendschutz
Waiblingen/Rems-Murr-Kreis. Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110969/4023506 - Alkohol gehört bei zahlreichen Festlichkeiten, ob im Bierzelt oder beim Straßen- oder Vereinsfest, mit dazu. Gleichzeitig gilt es, gerade Jugendliche frühzeitig gegen Suchterkrankungen zu wappnen. Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis und das Polizeipräsidium Aalen appellieren deshalb in einem gemeinsamen Schreiben an die Städte und Gemeinden, auf die Einhaltung des Jugendschutzes bei Festen hinzuwirken. Entsprechendes Material gibt es bei der Kommunalen Suchtbeauftragten im Kreisjugendamt. Neben den erheblichen gesundheitlichen Risiken besonders für Kinder und Jugendliche wirkt Alkohol enthemmend, wie die Anzahl der Straftaten unter Alkoholeinfluss bestätigt (siehe Hintergrund).

Bei ansteigenden Übergriffen gegen Polizei-
eamte sind die Täter meistens alkoholisiert

Auch bei den steigenden Übergriffen gegen Polizeibeamtinnen und -beamte sind die Täter meistens alkoholisiert. Für ein Mehr an Sicherheit nicht nur für die Polizistinnen und Polizisten, sondern auch für alle Festbesucher, kommt es aus Sicht des Aalener Polizeipräsidenten Roland Eisele auf eine gute und umsichtige Organisation von Großveranstaltungen und Festen an. "Dazu gehören ein verantwortungsbewusster Umgang mit Schlusszeiten und eine deutliche Reduzierung des Branntweinausschanks", so Eisele.

Werbung der Polizei: "Die Jugend geht uns
alle an!": Betrunke Jugend meist ab in Klinik

"Auf dem Höhepunkt der Sommerfestsaison war es uns ein Anliegen, für ein Feiern in Verantwortung zu werben. Schließlich sollten gerade unsere jugendlichen Kreisbürger frühzeitig lernen, Spaß zu haben ohne über die Stränge zu schlagen", sagte Landrat Dr. Richard Sigel. Das Landratsamt, die Kommunen im Kreis und die Polizei im Rems-Murr-Kreis gehen bereits seit 2003, damals unter dem Motto: "taff enough - Jugendschutz geht uns alle an" vereint gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vor. Damals wurde ein einheitlicher Maßnahmenkatalog für Städte und Gemeinden vereinbart. Seit Oktober 2010 wird das bundesweite Modell zur Alkoholprävention für Jugendliche "HaLT - Hart am LimiT" bei alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen an allen Krankenhäusern im Rems-Murr-Kreis erfolgreich angeboten.

Mitarbeiter informieren und leiten an, Sich-
erheit, Organisation und Einlass-Kk#ontrolle

In einem weiteren Schritt werden nun den Festveranstaltern aktuelle Informationen zur Unterstützung bei der konsequenten Einhaltung des Jugendschutzes bereitgestellt. Praktische, kostenlos zu bezi-ehende Materialien können gut sichtbar auf dem Festgelände und an den Verkaufsständen angebracht werden. Sie machen den Besu-chern deutlich, dass die Veranstalter dem Jugendschutz großes Augenmerk schenken. Außerdem geben sie dem Verkaufs- und Ausschankpersonal einen Überblick über die gesetzlichen Besti-mmungen und unterstützen bei der Alterskontrolle. Ein praktischer Handlungsleitfaden liefert Informationen zu den Themen: Mitarbeiter informieren und anleiten, Sicherheit, Organisation und Einlasskon-trolle sowie Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol, Tabak- und E-Inhalationsprodukten.

Verhinderung von Alkoholexzessen verm-
ehrt unter Jugendlichen und Erwachsenen

Auch klar definierte und eingehaltene Zeitgrenzen spielen bei der Verhinderung von Alkoholexzessen unter Jugendlichen und Erw-achsenen und alkoholbedingten Straftaten eine Rolle. Deshalb wurde in Absprache mit dem Polizeipräsidium Aalen eine aktualisierte Selbstverpflichtung an die Veranstalter erstellt, die bereits in ähnlicher Form im Ostalbkreis zur Anwendung kommt. Das Polizeipräsidium Aalen beabsichtigt, für seinen gesamten Zuständigkeitsbereich einheitliche Vorgaben zu erreichen und nicht, wie bislang, abweichende Öffnungszeiten abhängig von dem Land-kreis, in dem das Fest stattfindet. Damit soll eine stringentere Einhaltung des Jugendschutzes und die Verhinderung von alkoholbedingten Exzessen und damit einhergehenden Straftaten erreicht werden. Informationsmaterial im Rahmen des Projekts "HaLT" erhalten Interessierte bei der Kommunalen Suchtbe-auftrag-ten Frau Hildenbrand (Tel.: 07151 501-1577, s.hildenbrand@rems-murr-kreis.de).

Verdammte Alkohol in der Kriminalitäts-stat-
istik des gesamten Polizeipräsidiums Aalen

Hintergrund: Alkohol in der Kriminalitätsstatistik des Polizeipräs-idiums Aalen: Die Anzahl der alkoholisierten jugendlichen Tatverdächtigen bei der Gewaltkriminalität war 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 57,9 Prozent von 19 auf 30 deutlich angestiegen. Der Anteil alkoholisierter Jungtäter in der Gewaltkriminalität lag insgesamt bei 19,6 Prozent (im Vorjahr 18,6 Prozent). Die erfassten Straftaten gegen Polizeibeamte sind um 3,2 Prozent auf 287 angestiegen, davon 146 Fälle (plus 12,3 Prozent) im Rems-Murr-Kreis. Auffallend war, dass eine Vielzahl der Täter, die Widerstand leisteten, unter Alkoholeinfluss standen: 62,2 Prozent der Tatverdächtigen waren zur Tatzeit alkoholisiert.

Erfrischungsgetränke bei dieser Bullenhitze nicht für Durstige sondern auf der Autobahn
Kirchberg an der Jagst/Schwäbisch Hall. Am Dienstag um 14:40 Uhr befuhr ein 65-jähriger Lenker eines Mercedes-Benz Sattelzuges die BAB 6 in Richtung Nürnberg. Auf Höhe der Autobahnausfahrt Kirchberg kam der Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab. Der komplette Sattelzug kam anschließend im dortigen Grünstreifen zum Stillstand. Ein Teil der Ladung, welcher aus Erfrischungsge-tränken bestand, fiel von der Ladefläche und verteilte sich auf dem dortigen Grünstreifen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Die Rachgelüste des Gambier gegen Kolleg-
en in der Flüchtlingsunterkunft und Folgen

Weissach/Rems-Murr-Kreis.
"Streitigkeiten im Wohnheim": In einer Küche einer Flüchtlingsunterkunft in der Stuttgarter Straße gerieten am Mittwoch gegen 2 Uhr zwei Bewohner aneinander. Bei den Handgreiflichkeiten wurden beide Männer verletzt. Ein 21-jähriger Gambier hatte wohl seinen 18-jährigen Landsmann mit einem Glas verletzt. Weil der Jüngere sich in seinem alkoholisierten Zustand rächen wollte und nicht zu beruhigen war, wurde er von der Polizei in Beseitigungsgewahrsam genommen.

                               
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