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Zu Römertagen 2012 Buch
"Römerkastell Aalen" erschienen:
Im "Römerkastell" Aalen war einst die Kav-
allerie-Einheit mit 1.000 Reitern stationiert
Dr. Martin Kemkes und Dr. Markus
Scholz mit aktuellen For-schungsergebnissen zu Dimension und Bedeutung der Einheit

Bei
der Vorstellung des neuen Limes-Buches im Limesmuseum Aalen von links:
Aalens OB Martin Gerlach, Autor Dr. Martin Kem-kes, Buch-Verleger,
Professor Blank. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Pünktlich zu den 11. Aalener Römertagen erscheint im
Theiss-Verlag „Das Römerkastell Aalen" von Dr. Martin Kemkes und Dr. Markus
Scholz mit aktuellen Forschungsergebnissen zu Dimension und Bedeutung der
hier stationierten Elitekavallerie-Einheit ala II Flavia.

Überarbeitet:
Die Titelseite des neuen Buches "Römerkastell Aalen"
Das Buch behandelt auf 112 Seiten das über sechs Hektar
umfassende größte Militärlager als Schaltzentrale am UNESCO-Welterbe Limes.
Bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus war im Römerkastell Aalen
eine Kavallerie-Einheit mit 1.000 Reitern stationiert, eine Seltenheit im
gesamten Römischen Reich. Durch die Truppenstärke konnten auch weite Teile
jenseits des Limes kontrolliert werden. In der angrenzenden Zivilsiedlung
lebten die Familien der Soldaten, aber auch Handwerker und Dienstleister wie
Schmiede und Schankwirte.

Diskussionsbedarf bestand bei der Vorstellung mit Kemkes (mitte).
Vor mehr als 100 Jahren wurden Kastell und Zivilsiedlung
wiederent-deckt. Durch die großflächigen Ausgrabungen auf dem Kastell-gelände
wurde Aalen in den letzten 30 Jahren zu einem der wichtigsten Zentren der
Forschungs- und Vermittlungsarbeit am Limes. Der Band stellt das Aalener
Kastell umfassend vor – von den noch heute sichtbaren Spuren über die
einstige Bedeutung der Reitereinheit ala II Flavia bis hin zum heutigen
Limesmuseum. Es ist durchgängig farbig und zeigt viele Bilder von
Ausgrabungen und Funden, aber auch Karten und 3D-Rekonstruktionen des
Kastells.

Alle sind von
Kemkes Arbeit begeistert (rechts): Professor Blank (li.) u. daneben Aalens
Kulturbürgermeister Wolf-Dieter Fehrenbacher.
Die Autoren sind zwei wahre archäologische Experten: Dr.
Martin Kemkes als Leiter des Referats Zweigmuseen beim Archäologischen
Landesmuseum Baden-Württemberg und Dr. Markus Scholz vom
Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz, der die letzten Ausgrabungen im
Aalener Kastell zwischen 2003 und 2005 geleitet hat.

Das Buch setzt die 1965 begonnene Schriftenreihe der
Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern fort. Es
handelt sich um eine traditionelle, bahnbrechende Reihe, in der viele Themen
erstmalig wissenschaftlich fundiert aufbereitet worden sind. In der
Limesreihe soll künftig einmal im Jahr ein neuer Band heraus gege-ben werden.
Über die Attraktionen der Römertage berichten wir noch gesondert. |