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Dr. Rainer Wiese u.
Pfarrer Richter Säulen des Kirchenchors:
Diamanten aus der Asche der Verstorbenen
für den Stückpreis "ab 3.000 bis 10.000 Euro"
Pfarrer Richter will das "Sterben aus der Tabu-Zone heraus
holen" u. plädierte für ein Sterben in Würde in Gemeinschaft

Aalener Grabstein mit Menge "Diamanten":AIZ-Fotos:
D. Geissbauer
Aalen.
Der Tag des Friedhofs hatte sich zwar etwas bei der Eröffnung am Sonntag 9.
Oktober 2011 vor der Aalener Stadtkirche verzögert, aber wer wollte konnte
ja am Hauptgottesdienst teil nehmen. Mit dabei waren auch im Gottesdienst
unter anderem Ex-Dekan Erich Haller sowie Stadtpfarrer Bernhard Richter und
Schwä-po-Chefredakteur Dr. Rainer Wiese (beide als gewaltige Mitsänger
im Kirchenchor) auch beim Abendmahl.

Vor
Stadtkirche: Grabausstellung wurde nach Gottesdienst eröffnet.
Mit etwa einer halben Stunde Verspätung eröffnete Stadtpfarrer Bernhard
Richter den "Tag des Friedhofes" in Aalen und die Ausstellung die um die
Stadtkirche auch im Dialog mit den Besuchern aufgebaut wurde. Richter
verteidigte den Veranstaltungs-platz Stadtkirche statt Waldfriedhof: Das
Leben und Sternen und die Kirche gehören zusammen. Wir wollen mit dieser
Veranstaltung das Thema Sterben und Beerdigung (laut Rudolf Kaufmann kostet
das sterben heutzutage immerhin ab 3.000 Euro in Aalen) aus der Tabu-Zone
heraus holen".

"Asche-Diamant" weckte das Interesse der zahlreichen Besucher.
Aber genau so wichtig sei auch die Sterbebegleitung und das würdige Sterben
nicht alleine im Altenheim oder sonst wo, sondern möglichst im Kreise der
Familie und der Lieben. Wie es nicht sein sollte belegte Richter am Beispiel
eines Opas dessen Enkel keine Anteilnahme zeigten.

Gemeinsames
Abendmahl im Gottesdienst in Aalener Stadtkirche.
Natürlich wurden viele Fachgespräche geführt und aufgeklärt, auch durch das
Hochklappen der Bilder-Tafeln wo in der Regel die Friedhofsverwaltungen
nicht gut weg kamen: Die entfernen angeblich immer wieder wilde Blumengrüße
der Angehörigen die nicht geneh-migt sind. Der Appell: Wenn jemand kein Geld
hat für einen offi-ziellen und genehmigten Blumengruß und Urnen- oder
Seebe-stattung dem solle man das Trauern durch illegale aber lieb gemeinte
Blumengrüße seitens der Friedhofsverwaltungen lassen. Auch diese
"Trauerbewältigungen" seine für Arme sehr wichtig.

Natürlich war kaum einem Besucher der Ausstellung vor der Stadtkirche
entgangen dass auf einem Grabstein fast ein Dutzend diamanten im Gesamtwert
von über 30.000 € im Grabstein eingear-beitet sind. Des Rätsels Lösung wurde
durch den Fachmann erläutert: Es kann aus der Asche des Verstorbenen ein
solcher echter hochkarätiger Diamant nur von einer Firma in Deutschland
hergestellt werden und dies ist auch rechtlich zulässig: Der Diamant kostet
dann aber ab 3.000 bis 10.000 €".

Der Kirchenchor und Organist Haller
erfreuten mit schönen Weisen.
Wir entnehmen dazu folgendes aus dem Internet: "Von der Asche
zum Diamant": Das Verfahren ist noch relativ neu, das aus menschlicher Asche
Diamanten hergestellt werden können. Bekannt ist hingegen das aus
Kohlenstoff Diamanten gefertigt werden können. Und das möchten wir Ihnen
kurz Vorstellen, wie das Funktioniert.

Die Maschine, die die synthetischen Diamanten herstellt, ist ein wahres
„Kraftpaket“. Ihre Leistungsfähigkeit ist voll gefordert, wenn sie
synthetische Diamanten herstellt: Sie ist in der Lage, 1.500 bis 1.700 Grad
Celsius Hitze und den immensen Druck von 50.000 bis 60.000 bar zu erzeugen.

Der erste Schritt bei der Herstellung besteht darin, die verschie-denen
Salze (ungefähr 80 Prozent des Aschenvolumens) vom Kohlenstoff (ungefähr 20
Prozent des Aschenvolumens) mit Hilfe von chemischen und physikalischen
Verfahren abzutrennen. Bei diesem Prozess werden die Salze gelöst und
vermengen sich als Gase mit der Luft. Dann kommt der verbleibende reine
Kohlenstoff in die Presse.

Je nach Größe des zu pressenden Steines, wird das Karbon 4 – 16 Wochen lang
hohem Druck und konstant hoher Temperatur ausgesetzt. Die
Erinnerungsdiamanten erstrahlen in einem wun-derschönen Feuer. Die Farbe ist
weiß, kann aber - abhängig von der Menge des im Kohlenstoff verbliebenen
Elementes Bor - auch eine bläuliche Färbung annehmen.

Für die Transformation kann - muss aber nicht – die ganze Kremationsasche
verwendet werden. Für die Herstellung eines Diamanten von einem Karat
benötigt man, je nach Eigenschaft der Asche, circa 500 Gramm Asche. Durch
das Aufbereitungsverfahren kann man die Restmenge steuern. Das Verfahren
ermöglicht es auch, mehrere Steine herzustellen.

Nach Maßgabe der rechtlichen Rahmenbedingungen kann die nicht benötigte
Kremationsasche zurückgegeben werden, um sie in einer Urne beizusetzen oder
um sie nach Wunsch des Verstorbenen zu verstreuen. So können sowohl die
Wünsche der Hinterbliebenen als auch der letzte Wille des Verstorbenen
berücksichtigt werden. Mehr Infos unter:


Der Diamant aus der Asche des
Verstorbenen.
Foto: Krauss, Aalen
Bestattung Krauss Aalen
klärt auf: Unikate u.
einmalig: "Es gibt davon keine zwei Steine"
Bestattung Krauss in Aalen:
Erinnerungsdiamanten ermöglichen es Ihnen, die Erinnerung an einen
geliebten Menschen in ein ganz persönliches Symbol der Liebe zu verfestigen.
Der Diamant galt schon immer als Symbol ewiger Liebe und Erinnerung.
Mit dieser Alternative ehren Sie Ihren Verstorbenen zu jeder Zeit, an jedem
Ort und in der von Ihnen gewünschten Nähe.

Gemeinschafts-Urnengrab der Stadt Aalen und der Aalener Gärtner.
Der Tod eines Menschen trifft uns oftmals
schwer, ebenso wie es uns nahezu unmöglich scheint, Abschied zu nehmen. In
einer hektischen sich rasch veränderlichen Welt wie heute, ist es für
Angehörige oft nicht mehr möglich, eine Grabstelle zu besuchen.
Der Erinnerungsdiamant möchte Sie dabei unterstützen, Ihren
Wunsch nach Erinnerung und den Ausdruck Ihrer Liebe greifbar zu machen.

Nähe in evgl.
Kirche üblich: Pfarrer Richter verabschiedete Besucher.
Die Idee des
Erinnerungsdiamanten steht explizit für den Erhalt und die Belebung einer
Erinnerungskultur zu Gunsten unserer Verstorbenen. Sie sind heute schon für
viele Menschen unserer mobil gewordenen Gesellschaft ein Ort der Erinnerung
geworden und geben Angehörigen die Möglichkeit des bewussten und
selbstbestimmten »Loslassen«, durch die Weitergabe an die
nächste Generation.

Jeder Diamant ist ein
Unikat: So wie fließendes Wasser unter natürlichen Bedingungen zu
Eis wird, wird in ähnlicher Weise der Entstehungsprozess im Erdinneren
nachgestellt und transformiert Asche zu wirklich einzigartigen Diamanten.

Jeder Mensch ist nicht
zuletzt aufgrund von unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und
Umwelteinflüssen einzigartig. Diese beeinflussen messbar die chemische
Zusammensetzung der Asche. Erinnerungsdiamanten entstehen ausschließlich aus
der übergebenen Krematoriumsasche, daher erstrahlt der Erinnerungsdiamant
einmal in weißer, das andere Mal in bläulicher Farbe.

Es gibt keine zwei
gleichen Steine - so wie auch der Mensch in seinem Leben einzigartig war!
Erinnerungsdiamanten entstehen ausschließlich aus humanen
Kohlenstoffen. Vor jeder Transformation wird die Asche auf ihre chemische
Zusammensetzung untersucht. Dabei wird ein »chemischer Fingerabdruck«
genommen, der hochpräzise Angaben über die individuelle Zusammensetzung der
Asche liefert. Alle Diamanten werden mit größter Sorgfalt und Pietät
angefertigt. Die Würde des Verstorbenen genießt höchste Priorität!




Da jeder Auftrag mit einer
Codierung versehen ist, ist es Ihnen möglich - auf Wunsch - den
Herstellungsprozess vom Erhalt der Urnenasche bis zur Endkontrolle und
Übergabe zu verfolgen. Mehr dazu auf den Krauss-Seiten
Dieter Geissbauer |