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Beistand kam auch von
Staatssekretär Dr. Stefan
Scheffold: Die vom Gemeindetag und Städtetag
Baden-Württemberg vertretene Auffassung auf Grundlage des in der
gemeinsamen Sitzung am 7. September 2010 beschlossenen Positions-papiers
des Vorstands des Städtetags und des Präsidiums des Gemeindetags zum
Bahnprojekt Stuttgart - Ulm und Verkehrs- und Städtebauprojekts Stuttgart
21 wird voll inhaltlich geteilt. Vom Bahnprojekt Stuttgart - Ulm
profitiert ganz Baden-Württemberg. Durch die komplette Neuordnung des
Stuttgarter Bahnknotens kann, zusammen mit der weiterführenden
Neubaustrecke nach Ulm, das Bahnangebot im Fern- und Regionalverkehr
deutlich ausgeweitet werden. Von der Fahrzeitverkürzung von Stuttgart nach
Ulm von 54 auf 28 Minuten profitieren Reisende aus dem ganzen Land in
Richtung Ulm/München. Die Ostalb wird vor allem durch den
unmittelbaren Anschluss an den Flughafen durch die vorgesehene
Durchbindung des ICE Zürich - Singen - Stuttgart nach Nürnberg
profitieren. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit z.B. von Aalen zum
Flughafen von heute 1 Stunde 37 Minuten um 40 Minuten auf künftig 57
Minuten – bequem und umsteigefrei mit ICE. Außerdem werden Flughafen und
Landesmesse künftig auch durch direkte Regionalverkehrszüge erreichbar
sein. Für viele Arbeitnehmer aus dem
Ostalbkreis, die z. B. bei Zeiss in Oberkochen arbeiten, ist zudem
wichtig, dass die dort ansässige Wirtschaft schnell zum Flughafen
Stuttgart kommt. Die Reisezeit zum Flughafen beträgt von Oberkochen heute
mit zweimaligem Umstieg 1 Stunde 55 Minuten. Künftig kann der Flughafen
von Oberkochen mit einmaligem Umstieg in Aalen in den ICE Richtung Zürich
in nur rund 1 Stunde 10 Minuten erreicht werden. Damit ist der Zug
konkurrenzfähig mit dem Auto. Im Ostalbkreis werden lang laufende
Regionalverkehrslinien eingerichtet, mit denen über Stuttgart
hinausgehende Ziele umsteigefrei erreicht werden können. Ein Vorteil, der
mit dem heutigen Kopfbahnhof kaum denkbar wäre. So ist bei der Neuvergabe
der Verkehrsleistungen vorgesehen, auf der Remsbahn von Aalen nach
Stuttgart ein halbstündliches Angebot von Aalen nach Tübingen und von
Aalen nach Ulm einzurichten. Das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm stärkt
den Wirt-schaftsstandort Baden-Württemberg und sichert Wachstum und
Beschäftigung. Überall im Land sind die Auswirkungen positiv. Für die
Ostalb werden gutachterlich überdurchschnitt-lich hohe
Wertschöpfungssteigerungen prognostiziert. DG |