Mit innovativen Produkten Zukunft für 10 Mitarbeiter gesichert:
Schwäbische Cleverness in Krankenhäusern
weltweit: Technologien und Entwicklungen
SPD-Bundestagskandidatin
Claudia Sünder und SPD-General-
sekretär Peter Friedrich staunten über Mittelstand-Pioniere

Von links SPD-Generalsekretär Peter Friedrich, Claudia Sünder,       Senior- und Juniorchef Horn.                AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalen.
Die SPD-Bundestagskandidatin Claudia Sünder und SPD-Generalsekretär Peter Friedrich staunten gemeinsam über den innovativen und zukunftsorientierten schwäbischen Mittelständler im Industriegebiet West in Aalen, der sich im Markt gegen große Konzerne erfolgreich behauptet. Das im Jahr 1981 gegründete Familienunternehmen ist Spezialist für Bildsysteme in der Mikroskopie. Neue Technologien und Entwicklungen am Markt werden von Horn Imaging an die jeweilige Aufgabenstellung des Kunden angepaßt. Dabei steht hohe Qualität und eine einfache Bedienung der Geräte im Vordergrund.

Horn senior freute sich sehr über den Besuch der Kandidatin.          
Claudia Sünder rannte beim Empfang offene Türen ein, indem sie feststellte: „Es geht nichts über den direkten Kontakt. Ich bin gegen den multimedialen Wahlkampf“. Dazu meinte Oliver Horn: „Respekt wie viele Termine Sie im aktuellen Bundestags-Wahlkampf haben“.

SPD-Kandidatin Claudia Sünder und Ehepaar Horn.                        
"Als Frau braucht man einen langen Atem:
Sprichwort: Steter Tropfen höhlt den Stein"
Im Gespräch mit den Horns ließ es sich bei Butterbrezeln und Kaffee Claudia Sünder nicht nehmen, die anderen Seiten des Wahlkampfes offen und ehrlich zu beleuchten: "Ich bin eben eine Frau und es gibt auch bei der SPD einige die glauben, dass ich keine wirtschaftliche Kompetenz haben kann. Es gibt aber in der SPD viele Menschen mit sozialer und wirtschaftlicher Kompetenz. Da braucht man aber als Frau einen langen Atem: Steter Tropfen höhlt den Stein".

Oliver Horn, Geschäftsführer der Horn Imaging GmbH, berichtete von „einer guten Auftragslage trotz Wirtschaftskrise“ und beurteilte das bevorstehende wirtschaftliche Szenario so: "Nach der Bundestagswahl 2009 wird doch wieder an allen Ecken und Enden seitens der Politik gespart". Das war natürlich der Steigbügel für Claudia Sünder, von der gegen die CDU in diesem Wahlkampf noch kein böses Wort gegen die CDU gefallen war: "Die CDU verspricht Steuersenkungen und legt dafür keine Gegenfinanzierung vor. Steuersenkungen kann auch die CDU nicht aus der Portokasse finanzieren!"

Sich auch kritisch mit allem auseinander setzen ist wichtig: Generalsekretär Friedrich und Kandidatin Claudia Sünder (rechts).   
Ein starkes Standbein hat Horn Imaging im Medizinbereich. In Augen-OPs helfen die Kamerasysteme den Ärzten und Schwestern bei ihrer Arbeit. Selbst kleinste Details im Auge werden gestochen scharf dargestellt, zum Wohle des Patienten. Dabei spielt die HDTV-Technik eine große Rolle. Oliver Horn wörtlich: „Das bedeutet eine 5-fach bessere Auflösung gegenüber seitherigen Videosystemen. Diese deutliche bessere Detailschärfe setzt neue Maßstäbe bei der Behandlung von Patienten“.

Original-Studiokamera im Hintergrund: Horn mit der heutigen Kamera

Generalsekretär Friedrich mit der modifizierten OP-Kamera „der ersten Stunde“: Eine eigene geniale Horn-Entwicklung aus Aalen.    
Die großen OP-Kameras werden zwischenzeitlich von „Westentaschenkameras“ ersetzt, die gerade mal 4x4 cm groß sind. „Das Veredeln von Komponenten und unsere hohen Quali-tätsmaßstäbe haben unsere Firma groß gemacht“ war das Fazit von Oliver Horn.

Horn senior und Claudia Sünder „live im eigenen HDTV-Fernsehen“. 
Die soziale Mitverantwortung des Mittelstandes war ebenfalls Thema. So berichtete Oliver Horn, daß der WDR seit Jahren eine Kinderkrebsklinik im russischen Perm (Ural) unterstützt. Damals wurde der WDR-Intendant Nowotny von einer Kinderärztin auf das Problem der hohen Kindersterblichkeitsrate (über 95 %) wegen mangelnder Hygiene und fehlender Geräte aufmerksam gemacht. Durch eine Spendenaktion konnte eine moderne Kinderkrebsklinik gebaut und dadurch die Sterblichkeitsrate drastisch gesenkt werden. Sie ist heute auf westlichem Niveau.

Horn: Kindersterblichkeitsrate wurde mit der Telemedizin gesenkt.   
Die neueste Technik kommt nun von Horn Imaging. Über eine spezielle Telemedizin-Software kann die Ärztin quasi rund um die Uhr mit ihrem Kollegen im über 1000 km entfernten Moskau Kontakt aufnehmen und mit ihm über die hochaufgelösten Mikroskopbilder diskutieren, um die bestmögliche Therapie für ihre kleinen Patienten zu finden. Seither war sie auf sich allein gestellt und ist dankbar über diese neue Möglichkeit der Kommunikation. „Das war auch ein sehr bewegender Moment für uns, als die Ärztin sich bei uns unter Tränen dafür bedankt hat“, resümiert Oliver Horn.

Oliver Horn erzählte Claudia Sünder, dem SPD-Generalsekretär und der Aalener Presse diese bewegende Geschichte als sei es eine Selbstverständlichkeit, anderen auch ohne Profit oder Gewinn zu helfen. Mehr noch: Ebenso beeindruckend war, dass der Gründer der Fa. Horn heute noch seinen Sohn unterstützt und sich als "Pionier" bleibende Verdienste für die ganze Familien-Tradition erworben hat.

Da staunen die Gäste über so viel Pioniergeist im Hause Horn.        
Die Kinder von Perm brauchen Unterstützung
Im Juni 2008 war eine Delegation der Stadt Duisburg in die russische Partnerstadt Perm gereist. Wir haben die Delegation begleitet. Am Rande dieser Reise besuchten wir die Permer Kinderkrebsklinik. Der WDR kennt das Krankenhaus bestens. Alles begann 1991 mit einem "ARD-Brennpunkt" aus Perm mit Fritz Pleitgen, der auf die schlechte Situation der krebskranken Kinder in Perm aufmerksam gemacht. Die Ärzte und Ärztinnen hatten damals begonnen, deutsche Heilungs- und Behandlungsmethoden anzuwenden. Unter den Fernsehzuschauern löste die Berichter-stattung eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Die Resonanz und Hilfsbereitschaft war überwältigend. Der WDR entschloss sich, durch die Spenden den Bau einer neuen Kinderkrebsklinik voran zu treiben. Sie besteht jetzt seit 1996.

Ein berührender Brief: Bei unserem Besuch treffen wir auf Anna. Sie ist 15 Jahre alt: Ihr Leben gestaltet sich so ganz anders als das ihrer Altersgenossen. Sie hat Leukämie, ein Bein musste amputiert werden. Sie liest uns aus einem Brief vor, den sie für unser Team vorbereitet hat. Darin heißt es: "Ich bin in Behandlung seit Mai 2007. Im April 2008 hat man mir das rechte Bein abgenommen. Man hat hier eine Prothese gemacht, aber sie ist sehr schwer und unbequem. Ich habe gehört, dass in Deutschland bioenergetische Prothesen gemacht werden. Wäre es möglich, mir eine solche Prothese zu machen? Ich möchte gerne wieder in die Schule gehen, ohne mich von anderen Mädchen zu unterscheiden." Natürlich hatten die Ärzte versucht, das Bein zu retten, aber irgendwann blieb keine andere Möglichkeit. Jetzt will das Ärzteteam klären, was mit ihr geschieht, wenn die Chemotherapie beendet ist. "Wir möchten gerne, dass sie wieder voll am Leben teilnehmen und die Schule besuchen kann, ohne Komplexe zu bekommen. Wir möchten, das sie eine sehr gute Prothese bekommt", sagt Olga Ryskal, die Leitende Ärztin.

Spenden von Zuschauern des WDR: Das Kinderkrankenhaus wird seit 12 Jahren zu einem Großteil von Deutschen, im wesentlichen von Zuschauern des WDR finanziert. Immer wieder hatte der WDR berichtet, und immer wieder hatten Zuschauer gespendet. Ohne die deutsche Unter-stützung hätte das Krankenhaus kaum aufgebaut werden können. "Wir brauchen auch jetzt noch jeden Euro, um die Ärzte nach westlichem Standard weiterzubilden - zum Wohle der Kinder," erklärt Harald Brand von der Aktion "Die Kinder von Perm". Der ehemalige Chefredakteur des WDR Fernsehens engagiert sich seit Beginn der Aktion für das Krankenhaus. 40 Betten hat das Krankenhaus, bösartige und gutartige Tumore werden hier behandelt. Von den Ärzten wird viel Einsatz gefordert. Die Bezahlung ist auch für russische Verhältnisse schlecht. 180 Euro im Monat sind keine Seltenheit - kein Vergleich mit mitteleuropäischen Tarifen. Auf einer Tafel spenden Besucher Trost: Lächle mehr, die Hoffnung ist die Hauptsache. Oder: Glaube und seid gesund, und alles was Du Dir wünscht, erfüllt sich. Nach dem Besuch in dem Krankenhaus wissen wir: Wer hier arbeitet, hat eine Menge Ideale. Kinder und Ärzte brauchen Unterstützung. Weitere Infos dazu unter:


Einen breiten Raum der Dialoge nahm die Feststellung ein, daß gerade bei der Forschung der Mittelstand eher benachteiligt ist, der nur eine kleine Lobby in der Politik hat. Oliver Horn wörtlich: „ Die Zeit fehlt für die aufwendige Lobby-Arbeit, da der tägliche Existenz-Kampf im Vordergrund steht“.

Pionier Horn (links) und Claudia Sünder im eigenen Live-Fernsehen. 
Horn senior berichtete über seine Erfahrung mit einem abgelehnten Zuschuß für Forschung und Entwicklung, der ihn nur Geld gekostet hat. Claudia Sünder dazu: „Genau das ärgert mich, daß die Forschung nur kurzfristig gefördert wird. Das Beispiel der Firma Horn zeigt doch, daß auch der Mittelstand durchaus in der Lage ist, sich auf dem weltweiten Markt zu behaupten und medizinische Produkte sowohl entwickeln als auch herstellen kann“.

Dialog zwischen Politik und Mittelstand: Generalsekretär Friedrich und Oliver Horn (links) im angregten Informationsaustausch in Aalen.
Dies beweist Oliver Horn auch prompt, als er von der Kooperation mit dem Fraunhofer Institut in Erlangen berichtet. Mit etwas Glück war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Seine Idee, die Qualität der Blutuntersuchungen in klinischen Labors mit einem computer-assistierten Mikroskop zu verbessern, wurde sehr positiv aufgenommen und wird gerade umgesetzt. Oliver Horn dazu: „Eine eigene Entwicklung beim Fraunhofer Institut zu finanzieren, ist für einen kleinen Mittelständler wie uns nicht möglich. Daher sind wir auf Kooperationen angewiesen.“ Die Hardware für dieses Produkt wird von Horn Imaging ausgewählt, modifiziert und optimiert. Die Basis ist ein Forschungsmikroskop der Firma Carl Zeiss, mit der Horn Imaging sehr eng zusammenarbeitet. Die Software kommt aus Erlangen. Das System soll eine schnelle und zuverlässige Auszählung von Blutausstrichen gewährleisten. Damit hat der Arzt mehr Sicherheit bei der Analyse des Blutes und dies dient letzten Endes der schnellen Genesung des Patienten. Monika Horn

Beeindruckt beim Abschied: Gäste und Gastgeber. Die Zeit verging viel zu schnell, weil erstmals Kontakte mit Mittelstand statt fanden.  
Bilder vom Genossen-Besuch bei Horn          

Architektonisches Kleinod:  Horn-Domizil im Industriegebiet.            



Angeregter Dialog der Horns aus dem Mittelstand mit der Politik.