"Brauchen wir eine neue Technologie die Gefahren erhöht?"
2 Selbstfahrende Autos mit Technologie der
Preisträger kam unfallfrei in Fachsenfeld an
Laudator Michael Hankel vom Vorstand des ZF: "Mit  Techno-
logie müssten wir nicht um Lappen des Vaters (94) zittern"


OB Rentschler hat vor dem Film "Die automatisierte Betha-Benz-Fahrt" eine Rede gehalten mit dem der "Schlossherr" garantiert zum Professor ernnen hätte können.            AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen-Fachsenfeld.
Hochkarätig waren die Namen der drei Preist-räger von der Jury ausgewählt worden (über die Preisvergabe berichten wir noch gesondert) und Jury-Vorsitzender Michael Hankel brillierte mit seiner "Laudatio auf die Hauptpreisträger" des "Reinhard-König-Preises für Technik und Fortschritt fast einstündig im Festsaal auf Schloß Fachsenfeld am Freitag Abend und schockte mit der Fragestellung "brauchen wir eigentlich eine neue Technologie zum Beispiel für selbst fahrende Autos welche von den Preisträgern entwickelt wurde?" Alle zuckten zusammen denn diese Frage hatte sich bisher  sogar nicht einmal selbst die Jury gestellt, welche die genialen Preisträger als preiswürdig einstufte".

Dabei war es so, dass im Hof des Schloss-Areals bei den Renn-wagen des Barons "in bzw. vor der der Garage" die modernste Technologie stand: Einer der beiden auf Fachsenfeld zu bestaunenden selbst fahrenden Autos, die über mehrere hundert Kilometer selbst fahrend auf Schloß Fachsenfeld mit den beiden Erfindern ohne Unfall oder Probleme eingetroffen sind.

Zugegeben: Auch ich bin erschrocken, denn neue Technologie erschwert uns alle neue Probleme und Gefahren und deshalb war die Fragestellung des Laudator Michael Hankel sogar begründet: "Meine Frau und ich wären Gott froh und dankbar wenn die neue Technologie der beiden selbst fahrenden Autos bisher ohne Prob-leme auch auf der Fahrt nach Fachsenfeld sicher angekommen sind die Angst um unseren 94-jähigen Vater überflüssig wäre". Es ging ein aufatmen durch den Saal und so kam es wie es kommen mu-sste: Der Laudator zog alle in seinen Bann: "Innovation gehört in der Tat zur Überlebens-Strategie und die Innovation wird für alle zu einer Gefahr, welche die Innovation verschlafen haben".

Schloßherr Ob Rentschler und die Preisträger die "gefeiert" wurden.
Deshalb sei "Innovation" notwendig und deshalb gebe es auch dank der Fachsenfelder Reinhard-von-König-Preisträger ein klares Ja zur Innovation. Gerade Innovation erzeuge eine wirtschaftliche Dynamik "und heutzutage sogar lebensnotwendig". Deshalb hätten vom Baron bis zu den Preisträgern bis heute die Genies "eine deutsche Automobil-Geschichte" geschrieben. Das belegte der Laudator auch am Lebensweg der Preisträger, davin befindet sich sogar einer "der das Abitur mit der Traumnote ablegte" und zusammen mit den Teams der Umgebung das Wort und die Folgen der Innovation ins beste Licht gelegt haben.

Pressefreundlichkeit müssen Preisträger noch lernen: Immer hinw-enden zur Presse und nicht nur zum Publikum: "Die kleine Panne..."
Die Kurzvita über die beiden Hauptpreisträger Thea Dang und Dr. Ulrich Ziegler bestätigte dass die Jury zum zweiten Mal die Richti-gen mit dem König-Preis belohnt haben:

Thao Dang studierte Elektrotechnik mit Schwerpunkt Regelungst-echnik an der Universität Karlsruhe. Er absolvierte Auslandssem-ester am Massachussets Institute of Technologie (MII) und an der
University of Massachusetts, Dartmouth.  2007 promovierte er mit Auszeichnung über die Selbstkalibrierung von Stereo-Kameras. Im Rahmen seiner Promotion am Institut für Mess- und Regelung-stechnik der Universität Karlsruhe nahm er 2005 an DARPÄ Grand Challenge (einem rennen selbst  fahrender Fahrzeuge) teil.

Unter Gästen auch AOK-Chef/KreisratBühler (vorne 3. von rechts).
Seit 2007 ist Thao Dang im Bereich Resarch und Development der Daimler AG tätig. Er beschäftigte sich dort mit der Situations-Bewertung für Fahrerassistenz-Systeme (beispielsweise zur Kollission-Vermeidung durch Bremsen und Ausweichen) und dem fahrerlosen Fahren. Er war unter anderem  technischer Projektleiter des des Bertha Benz Projekts, über das auch ein Film gezeigt wurde. Aktuell leitet er das Team Systemintegration und Test im Bereich automatisierter Fahrzeuge. Vom 2009 bis 2014 hielt er die die Vorlesung "Verhaltensgenerierung" für Fahrzeuge" am Karlsruhe Institute of Techhnology.

Thao Dang ist seit 2004 Associate Editor des IEEE Intelligent Vehicles-Symposium und war als Reviewer für Intternationale Fachzeitschriften der Bildverarbeitung, Mustererkennung und Robotik tätig. Er wurde unter anderem 2007 mit dem  ITSS Best Dissertation Award und 2008 mit dem Messtechnikpreis des Arbeitskreises der Hochschullehrer für Messtechnik (AHMT) ausgezeichnet.

20.000 € Preisgelder wurden verteilt: Beste Werbeaktion des Jahres.
Preisträger Julius Ziegler wurde 1979 in Bonn-Bad Godesberg geboren. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er von 1999 bis 2006 den Diplomstudiengang Informatik an der Universität Karlsruhe (heute KIT).Von 2006-2011 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mess- und Regelungstechnik am Karlsruher Institut für Technologie(KIT) unter der Leitung von Professor Dr. Ing. C. Stiller. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurde er Teil von "Team Anni WAY", einer Gruppe von Forschern, die 2007 an der DARPA-Urban-Challenge   in Kalifornien teil nahmen und ihren autonom fahrenden VW-Passat in diesem Wettbewerb bis ins Finale brachten. 2011 hielt er sich für vier Monate als Gastwissensehaftler an der Charnegie  Mellon University in in Pittsburgh auf und forschte an "persönlichen Robotern", die mit dem Menschen interagieren können.

2011 wurde er Leiter der Abteilung Mobile Perception Systems am FZl im Forschungszentrum Informatik. Hier nahm er erneut mit dem "Team AnnieWAY" an einem internationalen Wettbewerb für autonome Fahrzeuge teil, der Grand Cooperative Driving Challenge 2011 in den Niederlanden. Diesen Wettbewerb konnte das Team gewinnen. Am FZl leitete Julius Ziegler die Forschergruppe, die 2013 in einer Kooperation mit der Daimler AG die Bertha-Benz-Gedenkroute mit einer zum autonomen Fahren ausgestatteten S--Klasse bewältigte. Seine Beiträge zum Gesamtsystemen umfassten Komponenten zur Lokalisierung, Kartierung und Trajekt-Planung.

Er ist seit 2014 bei der Firma Atlatec in Karlsruhe eingestellt, die  kamerabasierte Referenz-Messtechnik für die Automobilindustrie anbietet, wurde 2014 aus der Forschungsgruppe von Professor Dr. ing Stiller ausgegründet. Julius Ziegler leitete dort den Bereich Technik und Entwicklung. 2015 promovierte er am KIT unter Betreuung von Professor C. Stiller zum Thema "Optionale Bahn- und Tajekterien-Planung für Automobile".

Unter den Gästen auch Ex-Baubürgermeisterin Jutta-Heim-Wenzler.
Den Förderpreis bekam von Jury und dem Arbeitskreis Schloss Fa-chsenfeld am Freitag Stephan Reuter: Die Jury würdigte Reuter als Forscher "mit neuen Ansätzen zur Multi-Objekt-Verfolgung in komplexen Szenarien für den Einsatz in autonome Systemen". 

Abendstimmung auf Schloß Fachsenfeld - leider ohne Baron der gegenüber auf evangelischem Friedhof seine Ruhe gefunden hatte.   
Der Laudator aus Friedrichshafen bekam einen Sonderbeifall nicht nur als Sprecher der Jury sondern dafür dass er aus Friedrichshafen etwa 100 Utensilien aus der Vergangenheit und Zukunft mit brachte, die in einer Glasvitrine ausgestellt wurden. Am Ende waren sich alle einig auch die Prominenz: Diese Forscher haben ihre Preise nicht nur verdient. Der Beifall wollte nicht ende. Dieter Geissbauer




Selbstfahrende Auto ausgerechnet auf dem Gelände des Baronen.  




























































Alle Preisträger mit den Gastgebern vor der Garage des Baron und davor das selbstfahrende Auto: Baron-Vergangenheit und die Zukunft