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Ringen der Aalener
Stadträte um neue Namen am Stadtoval:
G. Elser, Sophie
Scholl, Hugo Theurer, Eug-
en Hafner, Schmid und Weizsäcker diskutiert
Thema für Benennung im Stadtoval wären
Widerstandskämp-
fer "gegen die Diktatur des Nationalsozialismus und Opfer"

Der Rat
hat die Wahl: Straßennamen. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen.
Das Ringen der Aalener Stadträte am nächsten Donnerstag ist groß um die
Namen der Straße die das Zukunftsmodell "Stadtoval" umgeben: Vorgeschlagen
wird von der Stadtverwaltung zur Entscheidung über Straßennamen im Bereich
Stadtoval im Beschlussantrag: Entscheidung über die Benennung von Straßen
und Plätzen im Stadtoval Aalen nach Widerstandskämpfern oder nach
Aalener Persönlichkeiten. Entscheidung über den Vorschlag auf
Umbenennung von Teilen der Charlotten- und Braunestrasse in "Düsseldorfer
Straße". Zum "Sachverhalt" macht die Stadtver-waltung auszugsweise folgende
Ausführungen:

Der Bereich des neuen Stadtovals wird künftig durch 2 Straßen erschlossen.
Die Planstraße A beginnt im Norden an der Düsseldorfer Straße und wird
Richtung Braunenstraße ansteigen und im Bereich der Hirschbachstraße enden.
Über diese Straße wird die Erschließung der Wohnbebauung erfolgen. Die
Planstraße B beginnt am Gebäude Kulturbahnhof und wird diesen und die
weiteren Gebärde parallel zur Schiene erschließen. Beide Straßen liegen
künftig mitten im Stadtgebiet und werden namensgebend für Wohnungen von rd.
400 Menschen und weitere wichtigen kulturelle Einrichtungen
im Stadtgebiet sein.

a) Ein Thema für die Straßenbenennung im Stadtoval wären Widerstandskämpfer
gegen die Diktatur des Nationalsozialismus und Opfer des
Nationalsozialismus. Die SPD-Fraktion des Gem-einderats hat mit Schreiben vom
15.10.2012 und 08.04.2Gb den Antrag gestellt eine Straße nach Georg Elser zu
benennen.

Georg Elser
arbeitete als Möbel-Schreiner in Aalen,Königsbronn aber auch in Heidenheim
Georg Elser geb. 1903 in
Hermaringen und ermordet im Konzentrat-ionslager Dachau 1945. Georg Eber war
entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Ohne dass er einer politischem
Richtung zug-eordnet werden konnte, entschloss er sich, die Planung des
Nationalsozialismus zu beseitigen. Das von ihm durchgeführte Attentat am
03,11.1939 im Bürgerbräukeller in München schlug fehl. Danach war er bis zu
seiner Ermordung am 09.04.1945 in Haft. Bis zu Beginn der 90er Jahre wurde
Georg Elser offiziell kaum gewürdigt.

In der Zwischenzeit gibt es viele Straßenbezeichnungen und Denk-mäler in
Deutschland, welche am ihn und seine Tat erinnern. Neben dieser politischen
Bedeutung steht Georg Elser auch mit Aalen im Verbindung. Er arbeitete in
verschiedenen Schreinereien in Köni-gsbronm, Aalen und Heidenheim als Bau-
und Möbeltischler.

Um diese Thematik im Stadtoval weiterzuführen könnte die zweite Straße
ebenfalls nach einem Widerstandskämpfer benannt werden. Hier bietet sich
Sophie Scholl an, der bisher in Aalen keine Straße gewidmet ist. Sophia
Magdalena Scholl (München) war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen die
Diktatur des Nationalso-zialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in
der Wider-standsgruppe Weiße Rose hingerichtet.

Eine andere Alternative für den Bereich Stadtoval wären Per-sönlichkeiten
mit Stadtbezug Hierzu liegen Anträge vom Geschichtsverein Aalen und von
Reiner Wieland, Stiftung Literaturf-orschung in Ostwürttemberg zu Hugo
Theuer sowie von der CDU-Fraktion zur Benennung einer Straße von Hugo
Theurer und "Eugen Hafner" (Aalen) vor.

Hugo Theurer u.
Professor Dr. Eugen Hafner
haben sich als die Aalener verdient gemacht
Hugo Theurer (1873 bis 1957) war von von 1919 bis 1925 im Gemeinderat
der Stadt Aalen und der führende Kopf der SPD-Fraktion. Als verdienter
Heimatforscher war er für viele Jahre der Einzige in Aalen, der die Stadt
und Regionalgeschichte mit Eifer pflegte. Theurer wurde Erster
Schubart-Literaturpreisträger und war Träger der großen Ehrenplakette der
Stadt Aalen in Silber.

Professor Dr. Eugen Hafner war Aalener mit Leib und Seele. Seine Heimatstadt
hat von seinem vielseitigen und intensiven kulturellen und politischen
Engagement über Jahrzehnte hinweg profitiert (z.B. Dr Bretzga Blase,
Meckereck, Nachtwächter, Kreis-, Stadt- und Kirchengemeinderat). Für die
Plätze könnten wichtige deutsche politische Führungspersönlichkeiten
herangezogen werden.

Helmut Schmid u.
Richard Weizsäcker waren
zwar nie in Aalen aber die Persönlichkeiten
Helmut-Schmidt-Platz: Helmut Heinrich Waldemar Schmidt (gebo-ren am
Dezember 1918 in Hamburg) war ein deutscher Politiker der SPD. Von 1974 bis
1932 war er als Regierungschef einer sozialliberalen Koalition der 5.
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Ab 1961 war Schmidt Senator
der Polizeibehörde in Hamburg und erlangte während der Sturmflut 1962 als
Krisen-manager große Popularität. Von i967bis 1969 war er Vorsitzender der
SPD-Bundestagsfraktion, 1969 bis 1972 Bundesminister der Verteidigung, 1972
bis 1974 war er Bundesminister der Finanzen. Von 1983 bis zu seinem Tod war
er Mitherausgeber der Wochen-zeitung "Die Zeit".

Richard von Weizäcker-Platz: Richard Karl Freiherr von Weizsäcker war ein
deutscher Politiker (CDU). Er war von 1931 bis 1984 Regierender
Bürgermeister von Berlin und von 1984 bis 1994 der sechste Bundespräsident
der Bundesrepublik Deutschland. In seine Amtszeit als Bundespräsident fiel
die deutsche Wiedervereinigung in den Jahren 1989 bis 1990.

Die Gemeindestraße entlang des Stadtovals hat derzeit von Wasseralfingen
kommend folgende Namen: Charlottenstraße, Düsseldorfer Straße und
Braunenstraße. Die oberste neue Bauzeile des Stadtovals muss von der
derzeitigen Braunenstraße aus nummeriert werden. Allerdings ist die
bisherige Nummerierung aus der Historie heraus auf der Ostseite der
Braunenstraße fortlaufend. Die neue Nummerierung der Gebäude alt Stadtoval
mit der Bezeichnung Braunestraße wird somit weitere Verwirrung in dem nicht
mehr wirklich konsequent durchnummerierten Straßenverlauf zur Folge haben.
Vorschlag: Jetzt besteht die historische Chance, eine geordnete
Straßennummerierung zu schaffen.

Stand der "Stadtoval"-Arbeiten vom
Montag dem 24. Oktober 2016
Fazit: De Aalener Persönlichkeiten sollten Vorrang haben. Was der Rat
entscheidet werden wir an dieser Stelle am Freitag sehr aktuell am Ende
dieses Artikels nachtragen. Dieter Geissbauer




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