120 Minuten heiße Bürgermeisterwahl in der Kreisstadt Aalen
"Mann ohne Namen" beerbte Sozial-BM Fehr-
enbacher: Wolfgang Steidle 1. Bürgermeister

Lauchheimer freute sich zusammen mit Ehefrau und Kindern
Es gab aber auch die Blumen für Frau Steidle aus Lauchheim 


OB Rentschler gratulierte Wolfgang Steidle (Lauchheim) zur Wahl als 1. Bürgermeister der Stadt Aalen.   AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalen.
Die Wahl des neuen Sozialbürgermeisters und des 1. Bürgermeisters hat alles auf den Kopf gestellt und brachte Überraschungen die keiner ahnen konnte: Ein Kandidat/in erschien schon gar nicht und der "Mann ohne Namen" alias Karl-Heinz Ehrmann, Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Mengen/Kreis Sigmarigen trat als überraschender Gegenkandidat von Holger Albrich an, der eigentlich einziger Kandidat für die Fehrenbacher-Nachfolge gebucht war und nach einer Sitzungspause der CDU-Fraktion gab es von den 50 Stadträten plus 1 Stimme OB Thilo Rentschler drei Stimmenthaltungen und 26 Stimmen für den geheimnisumwitterten Karl-Heinz Ehrmann, der von der Zuschauer-Tribüne aus die ersten Kommentare bekam: "So einen der mit solchen Geheimnissen bei uns in Aalen antritt brauchen wir nicht", oder "der wird nicht lange überleben", oder "der paßt gar nicht zu uns: Wir brauen einen Bürgermeister der den Bürgern dient und nicht das Ganze durcheinander wirbelt und dabei nicht einmal nachprüfbar seine Daten und Fakten öffentlich bekannt gibt" .

OB Rentschler gratulierte Karl-Heinz Ehrmann und Ehefrau zur über-raschenden Wahl als Nachfolger für abwesenden BM Fehrenbacher.
Dessen Ehefrau bekam natürlich von OB Rentschler auch einen frischen Blumenstrauß und eine Gratulation von OB Thilo Rentschler. Den Sieg um den 1. Bürgermeister (Nach-folger von Baubürgermeisterin Jutta-Heim-Wenzler) holte sich erwartungs-gemäß mit einer Bewerbungsquote (AIZ-Note) von 1,0 holte sich Wofgang Steidle aus Lauchheim auch mit einem knappen  Wahl-Ergebnis: Plötzlich kam der neue 1. Bürgermeister (Jutta Heim-Wenzler machte traurige Mine zum Trauerspiel und enthielt sich gegenüber der AIZ "einer -Wertung") in den Saal, OB Rentschler gratulierte zum Sieg und Ehefrau und beide Kinder aus Lauchheim wollten von Sekunde an den Sitzungssaal gar nicht mehr verlassen.

Bei allem "sauren Beigeschmack": Gratulation des OB für Ehrmann.
Zwar gab es im vollbesetzten Sitzungssaal kein tief enttäuschtes Publikum, aber einige redeten von Skandal und Täuschungen, weil nämlich Karl-Heinz Ehrmann sich  als "Mann ohne Namen (nur die Gemeinderäte wussten seinen Namen und mußten sich nicht mit "N.N. abspeisen lassen) angetreten ist:

OB Rentschler danke dem zahlöreichen Publikum für das Interesse.

Einmal hat er sich um den Posten der 1. Bürgermeisterin listen lassen und weil er das nicht schaffte dann eben als Überrasch-ungskandidat um den Posten des Sozialbürgermeister (Fehrenb-acher streikte wahrscheinlich und blieb der gesamten Sitzung im Gegensatz zu Heim-Wenzler fern) ans Rednerpult trat, sich outen musste und damit den einzigen kompetenten Kandidaten Holger Albrich aus dem Rennen warf. Beide Bürgermeister treten aber erst Ende Januar ihr neues Amt im Aalener Rathaus an.


Der Jubel war riesengroß: Die ganze Familie feierte den Sieg mit.    
Zugegeben: Die beiden Wahlen waren ein echtes Chaos, weil Karl-Heinz Ehrmann (Kämmerer aus Mengen/Sigmarinbgen) es gestattet wurde seine Bewerbung unter "Verschluss" zu halten und so die Öffentlichkeit an der Nase herum zu führen. Unter dem Publikum saß auch der lupenreine Ex-Kämmerer Siegfried Staiger aber auch Unterkochens Ex-Ortsvorsteher Karl Maier ("Maiers-Karle von den Bürgern liebevoll und respektvoll genannt) und keiner konnte sich ob solcher Geheimnisse eine Begeisterung abringen. 

OB Rentschler jedoch hat an dem Ehrmann-Versteckspiel keinerlei Schuld: Offensichtlich ist es anscheinend legal sich zum "Bürgermeister" wählen zu lassen aber andererseits geheimnisvoll aufzutreten und den Bürgern die nackte Wahrheit vor zu enthalten. So etwas hatten wir hier in Aalen noch niemals erlebt und  deshalb munkelten einige Zuschauer dass Ehrmann nicht lange bleiben und -Bestand haben wird.

OB verhielt sich objektiv und gestattete jedem Redner 10 Minuten Redezeit und war wieder der Saubermann, dessen Ehefrau auch im  Publikum diese Schande mitverfolgte, der im Gegensatz zu -ehrmann den Bürgern nichts vor enthielt: "Das ist eine geheime Wahl und jeder wird von mir aufgerufen (50 Stadträte). Rentschler: "Die Bewerber-Vorstellung ist ein Bürgerrecht, die Auswahlkomm-ission hat ihre Arbeit gemacht und die Fraktionen tagten zwei Mal".

Gratulation von OB-Stellvertreterin Ursula Barth (CDU).                   
"Aalen und BM Fehrenbacher haben die richtigen Weichen rechtzeitig gesterllDer Gegenkandidat von Ehrmann war Holger Albrich, der eigentlich als sicherer Kandidat bis zum auftauchen des Kandidaten des Mannes ohne Namen gegolten hatte und auch begeisterte und schnell das Publikum mit einer Note 1,0 hinter sich hatte. Der Rechtswissenschaftler hatte alles was sich die Bürger wünschen konnten: "Ich habe gute Netzwerke und kann die Menschen hier in Aalen zusammen führen". Weiter: "Als Teamleiter werde ich Aalen weiter voran bringen". Er begrüßte zum Thema Flüchtlinge ausdrücklich das "Handlungsprogramm" der Stadt Aalen "damit hat Aalen die richtigen Weichen gestellt".

Gratulation für den glanzvollen Sieger durch Claus Albrecht (rechts)..
Holger Albrich brillierte weiter:  "Aalen und Vorgänger BM Fehren-bacher haben sehr gute Arbeit gemacht aber ich will versuchen Hilfen vor allem für Familien und Kinderbetreuung zu schaffen. Aalen hat Konkurrenz aber ich werde ein gutes Beispiel dafür abgeben und ich habe das Gefühl, dass ich der Richtige bin".

Gratulation für glanzvollen Sieger durch Chef OB Thilo Rentschler. Man beachte das große Interesse von BM-in Heim-Wenzler (rechts).
Der zum 1. Bürgermeister gewählte Wolfgang Steidle hob dar-auf ab dass er bereits 2003 bis 2008 "Bausachverständiger im Bau-ordnungsamt Aalen, von 2008 bis 2009 Planer im Stadtplanungsamt Aalen war und sogar seit 2014 als "Leiter für Stadtentwicklung und -Wirtschaftsförderung" (Aalens Wirtschaftsberater saß im Publikum) der Stadt Ellwangen seine Aufgaben voll erfüllte" und dann prasselte es Steidle-Komplimente nieder: "Aalen hat sich hervorragend entwickelt. Handwerkliches Arbeiten wurde in Aalen geboren und ich bin ein Mensch der Kommunalpolitik, fühle mich in Aalen wohl. Ich werde gemeinsam mitgestalten".

Bild des Jahres: Siegesfreude auch bei Ehefrau und zwei Kindern.   
Steidle nannte auch Fakten die er umsetzen wird: "Die Kernstadt von Aalen soll als Treffpunkt der Bürger weiter entwickelt werden, Schmuddel-Ecken müssen wir angehen und ich bin für einen ratio-nalen Wohnungsbau auch für Familien mit Kindern". Als "Schwerpunkte" seiner Arbeit als 1. Bürgermeister: "Im Miteinander uns gemeinsam für Projekte einsetzen, so könnte eine gute Stadtentwicklung weiter funktionieren". Steidle: "Wenn es allen gut geht wird es auch uns gut gehen". Allerdings solle das Immobilien-Vermögen der Stadt nicht verkauft sondern erhalten werden und sogar ausbauen.

Im Sitzungssaal: Die Familie und OB (rechts) im Sieges-Taumel.    
Ihm liege auch die "Grünentwicklung" der Stadt Aalen und die "Entwicklung der Bäder" am Herzen: "Ich will Aalen voran bringen, aber Aalen braucht in schwäbischer Bescheidenheit einen weiteren Schub". Dieter Geissbauer  '
Schönsten Bilder der Bürgermeister-Wahlen am Donnerstag 12. November  im Sitzungsaal