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Am 26. November wird im
gesamten Rathaus alles abgebaut:
Neuere Skulpturen mehrteilig: Dabei entste-
hen Lichträume u. die neuen Innenräume
"Stele als Zeichen im Raum:
Bodenplastik der horizontalen
Ebene Themen die sich durch viele Jahre hindurch ziehen"

Blick
in Ausstellung von Rotraud Hofmann und Iris Flexer noch bis 26. November im
Aalener Rathaus. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Seit Sonntag, 27. September, 11.30 Uhr bis 25. November 2015
erregte die aktuelle Ausstellung im Rathaus Aufsehen auch im Foyer:
Zurückhaltend und minimalistisch. So lassen sich die Skulpturen von Rotraud
Hofmann beschreiben. Ihre Arbeiten beruhen auf subjektiven Erfahrungen, die
durch das Umsetzen in die plastische Form objektiviert werden. Logik und
Klarheit der Form sind Voraussetzung für eine gültige Aussage.

Die Stele als Zeichen im Raum, die Bodenplastik der horizontalen Ebene
verbunden, sind Themen, die sich durch viele Jahre hindurchziehen. Die
neueren Skulpturen sind mehrteilig. Sie sind gefügt und gebaut. Dabei
entstehen Lichträume beziehungsweise Innenräume, die der plastischen Form
gleichwertig gegenüber stehen. Es ist das Dazwischen, der nichtplastische
Raum, der zur Aussage der Skulptur wird. Parallel entstehen
Kreidezeichnungen, die sich auf die Skulpturen beziehen.

Als Gegenpol bzw. Ergänzung zu den Steinskulpturen zeigt Iris Flexer
Radierungen und lichtdurchlässige Papierarbeiten. Ein Gegensatz des
Materials und des formalen Prinzips. Papier ist für die Künstlerin lebendige
Materie. Zusammengenähte Buchseiten, oder luftig verklebte Collagen, die
teilweise frei hängend in den Raum installiert werden.

In ihrer Malerei entstehen aus Linien Streben, von Gewächshäusern und Zäunen
ergeben sich lebendige Licht- und Schattenspiele. Die Übereinstimmung und
die geistige Verwandtschaft der beiden Künstlerinnen erschließen sich in der
Zusammenschau: Die Zurückhaltung in der Farbigkeit, die zusammengefügten
Formelemente und der gedanklich konzipierte Zwischenraum, der bei Rotraud
Hofmanns Skulpturen wie bei den Papierarbeiten von Iris Flexer sichtbar
werden.

In die Ausstellung führte Dr. Günter Baumann ein. Für musik-alischen
Aufschwung sorgten die "Jugend musiziert"-Preisträge-rinnen Soraya und
Estelle Weber, Violine.






















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