Es gab keinen schriftlichen Vertrag sondern Hand-Zuschlag:
Nachfolger U. Pfeifle hat Versprechen einge-
halten: Auch nach 25 Jahren "Öffentlichkeit"

Donnerstag wurden auch in Anwesenheit von Geschäftsführer
Dr. Schurig und  OB Rentschler Gedenk-Kranz niedergelegt


Nachfolger des Barons legten am 25. Gedenktag auf Schloß-Gelän-de dankbar Kranz niedergelegt.            AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen-Fachsenfeld.
Es gehört zur Tradition dass die Nachfolger des Barons von Fachsenfeld jeweils am Todestag auf dem kleinen Friedhof neben der evangelischen Fachsenfelder Kirche am Grab des Barons jeweils in Kranz zum Gedenken niedergelegt wird. Am Mittwoch war aber diese Zermonie zu Ehren des Barons - der das gesamte Gelände und alle Gebäude kurz vor dem Tod des Barons per  Handschlag dem damaligen OB Ulrich Pfeifle alles über gab mit dem Versprechen dass Schoß und Gelände für die Öffentlichkeit immer zugänglich sein müssen - am 25. Todestag Donnerstag 9. März 2017 die gesamte Führungsriege zur Kranzniederlegung erstmals nicht an seinem Grab an der evangelischen Kirche sondern am Ehrenmal am Schloß angetreten ist.

Mit seinen pfeilschnellen Flitzern wurde der Baron einst weltberühmt: Zeru dsavon stehen als Nachbau heute noch in der Schloßgarage.   
In Wikipedia wird der Baron und sein Leben umfangreich gewürdigt: Freiherr Reinhard Koenig-Fachsenfeld wurde als Sohn von Freiherr Franz Koenig-Fachsenfeld 1899 in Stuttgart geboren. Er besuchte das Gymnasium in Stuttgart und studierte anschließend an der TH Stuttgart. Als Rennfahrer gewann er Motorrad- und Autorennen. 1924 wurde der Stuttgarter auf Cotton in der 250-cm³-Klasse erster Deutscher Motorrad-Straßenmeister der Geschichte. Im Jahr 1925 gewann das Solitude-Rennen und brach Geschwindigkeitsrekorde. Dadurch motiviert, beschäftigte er sich intensiv mit der Fahrzeugaerodynamik. In den späten 1920er Jahren übernahm er die deutsche Repräsentanz von Paul Jaray, der 1922 die ersten, grundlegenden Patente zur Fahrzeugaerodynamik angemeldet hatte.

Die "Schloß-Garage" mit zwei Flitzern des Barons in Fachsenfeld.  

Anfang der 1930er Jahre wandte er sich von Jaray ab und begann in Verbindung mit dem FKFS in Stuttgart mit eigenen Untersuchungen zur Fahrzeugaerodynamik. Im Rahmen dieser Arbeiten entwarf er eine ganze Reihe von Renn- und Rekord- und Versuchsfahrzeugen. Darüber hinaus entwarf er Stromlinienkarosserien für Limousinen, die auf Chassis renommierter Hersteller aufgesetzt wurden.

Auch Zimmer des Barons im Schloß sind nach 25 Jahren so geblieben wie sie waren Dank Geschäftsführer Schurig (unser Foto) 
Sein größter Erfolg war der von ihm strömungsgünstig gestaltete Mercedes SSKL, der beim bekannten Karosseriebauer Vetter in Cannstatt realisiert wurde. Mit diesem Fahrzeug gewann Manfred von Brauchitsch auf der AVUS in Berlin 1932. Unter seiner Federführung entstand auf Basis eines Maybachs SW 38 ein Stromlinienwagen, der vom Reifenhersteller Fulda bei der etablierten Karosserieschmiede Dörr und Schreck in Frankfurt in Auftrag gegeben wurde. Dieser Wagen mit Sport-Karosserie wurde für Reifenversuche bei Fulda eingesetzt und erreichte Dank der windschlüpfigen Karosserie schon damals eine Höchstge-schwindigkeit von 200 km/h. Der Wagen ist seit dem Krieg verschollen. Durch seine Forschungen war er Inhaber zahlreicher Patente.

Feierstunde zum 25. Todestag: OB Thilo Rentschler (links) und Ex-
OB und Stiftungsvorsitzender und Ex.OB Ulrich Pfeifle (rechts).       

1982 gründete Freiherr Reinhard von Koenig-Fachsenfeld die Stiftung Schloss Fachsenfeld. Auf Schloss Fachsenfeld gibt eine Dauerausstellung einen Einblick in seine grundlegenden Arbeiten auf dem Sektor der Fahrzeugaerodynamik. Dieter Geissbauer

Die"Zitronen" darf jedes Jahr der jeweilige Schloßherr selbst ernten. 
Fachsenfelder Ortsvorsteher J. Opferkuch     
hat Baron auch als Kind bewundert: "Danke" 

Fachsenfelder Ortsvorsteher Opferkuch (inks) bewurnderte sogar als Kind schon und bis zum Tod vor 15 Jahren den Fachsenferlder Baron
Fachsenfelds Ortsvorsteher und Stadtrat Jürgen Opferkuch erinnerte an den Tod des Baron vor 25 Jahren: "Auch ich habe den Baron damals schon als Kind täglich als Vorbild bewundert". Stiftungs-vorsitzender Ulrich Pfeifle erinnerte in Trauer nochmals "als vor 25 Jahren der Baron in seinem Schlo0 starb: Am Morgen des 9. März vor 15 Jahren kam die Haushälterin ins Schloß und fand den Baron tot auf". ER - Pfeifle - habe dem Baron in die Hand versprochen dass keinesfalls das Schloß und Gelände als "Rummelplatz" wert geschätzt werden aber die Bevölerung in allen Räumen und auf den Schloßgarten Zutritt bekommet. Von diesem Stiftungsgeschenk profitiere heute nicht nur die Ostalb "sondern ganz Baden-Württemberg und die ganze Welt"

Dieses Herzensanliegen sei bis heute Tag für Tag für den Baron erfüllt worden. Der Baron selbst habe sogar das Bundesverdienstkreuz ob seiner hohen Verdienste genügsam abgelehnt aber er - Pfeifle - "sei heute noch stolz darauf dass der -baron die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt angekommen habe, obwohl die damalige Eingemeindung von Fachsenfeld nach Aalen dem Baron gar nicht gefallen habe, aber später habe der Baron eingesehen dass seine Stiftung eine großen Zukunft in dieser Stadt Aalen entgegen sehen wird.


Ortsvorsteher Opferkuch am Grab des Barions im Gedenken.          

Seit 1.1. 2017 ist der Titel des Fachsenfelder Schloßherrn, der auch die Orangen und Zitronen ernten darf,  von seinem Vorgänger Ulrich Pfeifle auf ihn übergangen, stellte mit berechtigtem Stolz OB Rentschler fest. Rentschler verweigerte sich deshalb dann nicht dem "Baron-Brauch" auf ein deftiges Schnäpsle, sondern hatte auch noch eine frohe Kunde: Der Anteil der Stadt Aalen an der Fachsenfelder Stifung als Zuschuß wird demnächst jährlich um satte 10.000 Euro erhöht. Dieter Geissbauer

Geschäftsführer Dr. Schurig legte auf Friedhofden  Kranz nieder.     



Wie damals vor 25 Jahren noch Tadition ein "Schnäpsle" im Gartenzimmer: Auch Ulrich Pfeifle und OB Rentschler haben nicht gekniffen und im Gedenken an den Baron ihr "Schnäpsle" genossen.