Die Folge sind Belastungsstörungen und depressive Episoden:
Fehlzeiten wegen Überlastung und depressi-ver Verstimmung steigen im Altkreis Aalen
Geschäftsführer Josef Bühler: „ Die Vorsorge am Arbeitsplatz
ist für die AOK in Ostwürttemberg wichtigster Ansatzpunkt“

Schnappschuß im Eingang der AOK in Aalen: "AOK-Privatservice immer das Richtige für mich".              AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Immer mehr Menschen aus dem Altkreis Aalen leiden an depressiven Verst-immungen und Überlastung. Häufig fallen sie deswegen im Berufsleben aus. Dies zeigt eine Auswertung der AOK Ostwürttemberg zu den Fehlzeiten ihrer Mitglieder im Jahr 2012. Mit 45,2 Prozent gingen 2012 (2011: 42,3 Prozent) fast die Hälfte aller psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeitstage auf Belas-tungsstörungen und depressive Episoden – anhaltende Symptome einer Depression, die mehrere Wochen andauert – zurück.

Stärkste Krankenkasse und kundenfreundlich: Die AOK in Aalen.    
Depressive Episoden dürfen sich nicht zu einer lang andauernden Depression entwickeln. Hier ist eine therapeutische Versorgung der betroffenen Menschen so schnell wie möglich sicherzustellen. Wir sichern das mit unserem neuen Facharztprogr-amm für Psychotherapie ab“, so Josef Bühler (Bild rechts), Gesch-äftsführer der AOK Ostwürttemberg. „Der Patient erhält innerhalb kürzester Zeit einen Termin beim Therapeuten.“ Damit es nicht zu einer psychischen Erkran-kung kommt, setzt die AOK Ostwürtt-emberg auch auf Prävention. Sport und Bewegung können, das ist wissensch-aftlich festgestellt, viel zu einem positiven Genesungsverlauf beitragen. „Wenn es gelingt, das Leben aktiver zu gestalten, können die Beschwerden bei depressiven Episoden auch nach zwei bis drei Monaten wieder abklingen“, erklärt Dr. Sabine Knapstein, Psychotherapeutin und Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Geeignet sind laut Knapstein vor allem Sport wie Laufen, Walken oder Yoga und Aktivitäten in der Gruppe. Das hebt die Stimmung.

„Es gibt meistens nicht nur einen isolierten Auslöser für diese Krankheitsbilder, sondern oft kommen mehrere Umstände zusammen“, erklärt Knapstein. „Stressreiche Lebensumstände kö-nnen dazu zählen, wie berufliche Belastungen oder eine chronische Erkrankung bei Älteren. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, selber über ihren Alltag keine Kontrolle mehr zu haben. Hinzu kommt manchmal auch noch unsere ungünstige Lebensweise mit viel sitzender Tätigkeit und zu wenig Stressabbau durch Bewegung und zu wenige Erholungspausen“, so Knapstein weiter.

Der Krankenstand im Altkreis Aalen ist gegenüber dem Vorjahr nicht gestiegen. Die Auswertung ergab für das Jahr 2012 erneut einen Krankenstand von 4,7 Prozent. Eine leichte Zunahme gab es bei den Krankheiten des Kreislaufsystems, auf die 6,3 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage zurückgehen (2011: 6,1 Prozent).

Im Schnitt waren die bei der AOK Ostwürttemberg versicherten Arb-eitnehmer aus dem Altkreis Aalen 2012 17,4 Tage arbeitsunfähig. Rund 59 Prozent aller Beschäftigten sind mindestens ein Mal krank geschrieben worden.

„Die Vorsorge am Arbeitsplatz ist für die AOK Ostwürttemberg für einen der wichtigsten Ansatzpunkte“, sagt Geschäftsführer Josef Bühler. „Firmen, die sich hier engagieren wollen, stellen wir von der AOK spezielle Instrumente der Krankenstandsanalyse zur Verfü-gung. Mit deren Hilfe können mögliche Krankheits- und Belastungs-schwerpunkte ermittelt und nach der Auswertung entsprechende Gesundheitsmaßnahmen entwickelt werden.“

In Ostwürttemberg nutzten 2012 laut AOK etwa 80 Unternehmen diese Möglichkeiten. Das weiterhin geltende Jahressteuergesetz von 2009 ermöglicht den finanziellen Aufwand für Maßnahmen zur Betr-ieblichen Gesundheitsförderung steuermindernd geltend zu machen.