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LESERBRIEFE an die AIZ zum Thema
verschwundene Katzen
"Ich kann keinen
konkreten Verdacht leider aussprechen":
Bis jetzt fehlen 12 Katzen: Wurden alle mit
den Ködern bei Beiswang schon
vergiftet?
Hing
an Plastik-Tüte verräterischer Zettel dran mit den Wor-
ten: "TIERMÖRDERIN normal sollte man Dich damit füttern"

Fotos von
der Katze, die am Samstag "wie schlafend" aufgefunden wurde. Von dem
Landwirt nebenan fehlen 6, an unserer Futterstelle 5 Katzen. (wurden
angeblich von der neuen Pächterin begraben) !?
Böbingen/Beiswang.
Sehr geehrter Herr Geissbauer, anbei ein Foto von Kater Grissly. Diesen
lieben Kerl füttere ich bereits seit drei Jahren. Er war zwei Wochen
verschwunden, bis ich ihn am vergangenen Freitag (22.02.) in einem
jämmerlichen Zustand nebenan dem Pferdestall in einem verwilderten Garten
sitzen sah. Mit viel List und Tücke konnte ich ihn in eine Transbortbox
locken. Der Tierarzt konnte sich auch nicht erklären, was das für eine
Verletzung sein könnte.

Bis Mai 2010 hatte ich gleich am Ortseingang von Beiswang hinter einem
Holzstapel gefüttert. Irgendwann kam ich mit meiner Freundin dorthin. Uns
ist sofort eine kleine Plastiktüte aufgefallen, die mit einem Reißnagel an
einer Holzlatte befestigt war. Es hing ein Zettel dran mit den Worten: "
TIERMÖRDERIN, normal sollte man Dich damit füttern" In diesem Tütchen waren
10 blaue Stifte Rattengift !! Wir verstanden den Sinn dieses Schreibens
nicht, bis wir zwei Plakate aus Pappkarton fanden, diese waren an Obstbäumen
fest gemacht, mit der Aufschrift "Achtung hier ist weiträumig Rattengift
ausgelegt".

So verstand ich diese Worte, denn ich wäre ja dann quasi schuld, sollten
Tiere (oder auch Kinder) dieses Gift zu sich nehmen.

Wir konnten dann herausfinden, wer so etwas Ungeheuerliches macht. Und siehe
da, es war angeblich ein Jäger aus Zimmern. Nach Wortgefechten sagte er uns,
dass er sowieso jede Katze abknallt, die ihm vor die Flinte kommt...

Ich habe Anzeige erstattet, wurde von diesen Beamten nur mitleidig
belächelt. Hatte mit dem Veterinäramt Kontakt aufgenommen. Der Beamte war
dann auch angeblich bei diesem Jäger K. in Zimmern. Stellen Sie sich vor,
ich wurde am anderen Tag vom Veterinäramt angerufen, fast noch beschimpft,
da ich "etwas" verschwiegen hätte. Auf meine Frage, was ich denn
verschwiegen haben soll, standen mir die Nackenhaare hoch, ich hätte mich
doch mit Herrn K. gütlich geeinigt! Ich war sprachlos, wie sollte ich mich
mit jemandem güt-lich einigen, der mir mit Rattengift droht ?
Das Kuriose an dieser Geschichte ist, dass genau an diesen Tagen
Landschaftsreinigung war. Es waren sehr viele Kinder unterwegs. Nicht
auszudenken, wären diese "blauen Bonbons" evtl. als Belohnung für's
Aufräumen angesehen worden ?!
Herr Geissbauer, ich verstehe die Welt nicht mehr. Ein normal Sterblicher
sitzt für solch ein Vergehen im Knast. Bis jetzt fehlen 12 Katzen. Ich kann
keinen konkreten Verdacht aussprechen, nur vermuten. Wäre es denn nicht
möglich, in Ihrer Internet-Tages-zeitung dieses Thema aufzugreifen, denn ich
stehe allein auf ver-lorenem Posten, von nirgendwo her kommt Hilfe, nur
Achsel-zucken...
An meiner Futterstelle auf dem Beiswang sind seit Oktober 2012 elf Katzen
auf mysteriöse Weise verschwunden. Am vergangenen Samstag wurde ich
informiert, dass nebenan meiner Futterstelle eine tote Katze liegt. Ich habe
sie sofort abgeholt, bei der Polizei Anzeige erstattet. Leider bin ich bei
den zuständigen Behörden auf taube Ohren gestoßen. Wie könnten Sie, Herr
Geissbauer uns Tierschützer weiterhelfen? Leserbrief ? Wir sind für jeden
Hinweis mehr als dankbar.
Die Katzen werden in Schwäbisch Gmünd /auf dem Beiswang vermisst, bzw.
wurden tot aufgefunden. Das ist der kleine Ortsteil zwischen Zimmern und
Heubach.
Dieses Drama ist bei meinen Tierschutz-Kolleginnen bekannt. aber wie gesagt,
egal wo, Polizei, Veterinär usw. usw. wir "ernten nur müdes, mitleidiges
Lächeln, werden überhaupt nicht für voll genommen. Aber wir sind für die
Tiere verantwortlich, denn diese sind auf uns angewiesen. (Bei einem Einsatz
fiel sogar dieser Satz: " Da sind wieder die verrückten vom Tierschutz".
Herr Geissbauer, irgendwann machen all unsere Bemühungen absolut keinen Sinn
mehr.
Wenn ich so verfolge, wie eine Katze um die andere von heute auf morgen
verschwindet. Man gibt sich Mühe, dämmt die Katzenpopulation ein, stellt
Lebendfallen auf, fährt zum Tierarzt, holt die Miezen wieder ab. Teilweise
werden sie von mir /uns, bis sie sich von der OP erholt haben, bei uns
zuhause versorgt.
Dann wieder ab in die so genannte Freiheit....
Heute konnte ich mit zwei jungen Frauen (Reitbeteiligungen auf dem
Pferdehof) sprechen, diese sagten mir, dass sich der Jäger, so oft er vorbei
fährt, "schimpft und sich bezüglich der Katzen aufregt".
Mit freundlichem Gruß
Ursula Müller
Remsstraße 5/1
73540 Heubach-Buch
Tel. 0152 532 70771
ursi4650@yahoo.de |