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"Über Besuch am 25.
Februar 2013 in Aalen sehr gefreut..."
OB M. Gerlach wünscht von
Bahnchef Grube
"Erweiterung des Bayern-Tickets bis Aalen"
"Aurelist":
"Auch jenseits der Gleise auf dem ehemaligen
Baustahlareal wird sich in kommenden Jahren sehr viel tun"

Bis zum
Hauptbahnhof in Aalen soll das Bayernticket laut OB-Wunsch sehr bald
Gültigkeit haben. AIZ-Foto: Dieter Geissbauer
Aalen.
Am "Bahntag im Aalener Landratsamt" hat sich Aalens scheid-ender
Oberbürgermeister Martin Gerlach für die Erweiterung des Bayerntickets bis
nach Aalen ausgesprochen und die AIZ druckt ungekürzt den OB-Brief an Grube
der mit ihm auf den Weg ging ab:
Ich habe mich über Ihren Besuch am 25. Februar 2013 in Aalen sehr gefreut
und darf mich für die Aufmerksamkeit, die Sie den bahnpolitischen Themen des
Ostalbkreises geschenkt haben, herzlich bedanken.
Ich wende mich mit einem besonderen Anliegen an Sie.
Als oberstem Vertreter
der Bürgerschaft Aalens möchte ich anregen, dass künftig das Bayern-Ticket
bis nach Aalen und damit über die Landesgrenze hinweg gelten sollte. Ich
möchte auch begründen, warum mir dieses Anliegen so wichtig ist:
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Das Bayern-Ticket gilt bereits bis nach
Crailsheim und Ulm. Aalen ist die einwohnerstärkste Stadt mit den meisten
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dreieck Stuttgart – Ulm –
Nürnberg. Die Zentralfunktion Aalens ist unbestritten. Der
Lückenschluss in der Gültigkeit des Bayern-Tickets zwischen
Crailsheim, Aalen und Ulm ist deshalb folgerichtig und eine logische
Konsequenz.
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Die grenzüberschreitende Regionalbahn
„Fugger-Express“ fährt bereits heute bis Aalen, jedoch endet die
Gültigkeit des Bayern-Tickets auf der Riesbahn an der Landesgrenze.
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Aalen liegt im strukturschwachen ländlichen
Raum, weniger als 30 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Unsere
Stadt ist ein Magnet für den schwäbisch-fränkischen Raum und ein
attraktives Ziel für Bahnkunden
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Aalens City
besitzt mediterranes Flair, eine lebendige Gastronomie und vielfältige
Einkaufsmöglichkeiten. Vom Bahnhof ist die Aalener City zu Fuß in drei
Minuten zu erreichen.
Das Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ fasziniert Jung und Alt und ist in
dieser Form in Deutschland einzigartig. Vom Bahnhof ist diese einmalige
Attraktion aus bequem per Bus zu erreichen.
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· Die
„Limes-Thermen“ wurden im römisch-antiken Stil erbaut und sind sicherlich
eines der attraktivsten Thermalbäder in Deutschland. Auch diese sind vom
Bahnhof aus per Bus zu erreichen.
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Das UNESCO-Welterbe Limes und das
Limes´-museum ziehen jährlich Tausende von Besuchern in die Stadt. Das
Museum ist ebenfalls vom Bahnhof aus per Bus zu erreichen.
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Aalen ist Sitz der forschungsstärksten
Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Die Zahl
der Studierenden hat sich in wenigen Jahren auf über 4.500 mehr als
verdoppelt. Auch die Hochschule ist vom Bahnhof aus mit dem Bus zu
erreichen.
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Der Aalener Bahnhof wird in den nächsten
Jahren barrierefrei werden. Der erste Schritt wurde mit der Ausrüstung der
Bahnsteige mit Aufzügen bereits gemacht, die Anhebung der Bahnsteige wird
mit nicht unerheblicher Beteiligung der Stadt Aalen in den nächsten zwei
Jahren ebenfalls durchgeführt.
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Aalen besitzt einen modernen ZOB direkt vor
dem Bahnhof. Dort ist in den vergangenen 20 Jahren sehr viel Positives
geschehen und das Bahnhofsumfeld wird in den nächsten zwei Jahren
städtebaulich vollends in Ordnung gebracht. Damit rückt der Bahnhof weiter
dorthin, wo er hingehört, nämlich ins Zentrum der Stadt.
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Auch jenseits der Gleise, auf dem ehemaligen
Baustahlareal, wird sich in den kommenden Jahren sehr viel tun. Die Stadt
hat das gesamte Gelände von Aurelis gekauft und wird es Zug um Zug in ein
attraktives Quartier entwickeln, das Wohnen und Dienstleistungsgewerbe
vereint.
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Aalen ist, wie Sie sicherlich wissen, eine
Eisen-bahnerstadt mit langer Tradition und früher wie heute ein
wichtiger Schienenknoten. Ohne das in Wasseralfingen geförderte und
verhüttete Erz hätte es vor 150 Jahren die Erschließung Württembergs mit
der Schiene nicht gegeben. Die Erhöhung der Attraktivität Aalens für
Zugreisende sehe ich deshalb auch als eine Fortschreibung der
Eisenbahntradition Aalens an.
Sehr geehrter
Herr Dr. Grube,
in Aalen treffen sich Remsbahn, Brenzbahn, Riesbahn und Jagstbahn. Unsere
Stadt hat rund 66.000 Einwohner, im Wirtschaftsraum Aalen sind es gar über
130.000. Diese Menschen sind alle potentielle Kunden, von der die Bahn
profitieren kann. Ihre Kundschaft wünscht sich im Gegenzug auch ein
attraktives Angebot der Bahn. Mit der Erweiterung der Gültigkeit des
Bayern-Tickets bis nach Aalen wäre ein weiterer wichtiger Schritt getan, um
Bahnfahren auch im ländlichen Raum attraktiv zu erhalten.
Mit diesem
Schreiben möchte ich eine Diskussion darüber in Gang setzen und ich bin
darauf gespannt, wie Sie meine Anregung werten. Ihrer Antwort sehe ich
erwartungsvoll entgegen.

Martin Gerlach
OB der Stadt Aalen |