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Verbrechen,
Strafverfolgung und Rechtsprechung der Römer:
Themen
Mord und Totschlag, Raub und
Betr-
ug im römischen Reich und auch in Aalen
Was für uns heute
selbstverständlich ist war in römischer Zeit
oft völlig anders:Ohne Polizei war man auf sich allein gestellt

Aalen. Am Mittwoch 22. Februar 2012 wurde ein neues Kapitel der
Limes-Geschichte der Presse im Limesmuseum in Aalen von BM Wolf-Dietrich
Fehrenbacher und Dr. Martin Kemkes (Landemusum Baden-Württemberg)
vorgestellt: Mord und Totschlag, Raub und Betrug – in
römischer Zeit mussten sich die Menschen vor einer Vielzahl krimineller
Machenschaften in Acht nehmen. Die Sonderausstellung im Limesmuseum Aalen
führt auf die Spur des antiken Verbrechens. Mit welchen Delikten hatte man
zu kämpfen, wie schützte man sich und sein Eigentum, und wie ging der
römische Staat gegen die Übeltäter vor?

Die Ausstellung zeigt erstmals die Vielfalt archäologischer
Zeugnisse und antiker Textquellen zu Verbrechen, Strafverfolgung und
Rechtsprechung im Römischen Reich. Zu sehen sind Handschellen und Ketten,
Belege für Mordopfer und Hingerichtete oder Papyri aus dem römischen
Ägypten. Schlüssel, Fenstergitter und kunstvolle Darstellungen
mythologischer Wächter zeugen vom Sicherheitsbedürfnis der Menschen.

Die lebendig präsentierten Ausstellungsstücke werden ergänzt durch
interaktive Stationen, die ein Fenster in eine Welt voller krimineller
Umtriebe öffnen.

Was ist eigentlich Recht und was ist Unrecht? Was für uns heute
selbstverständlich ist, war in römischer Zeit oft völlig anders. In einer
Gesellschaft ohne Polizei war man häufig auf sich allein gestellt. Nicht
selten verfluchten hilflose Opfer die Täter mit okkulten Praktiken und
versuchten so, sich Gerechtigkeit zu verschaffen. Verlor ein Krimineller das
Katz-und-Maus-Spiel mit seinen Verfol-gern, verhängte der römische Staat oft
grausame Strafen – nicht selten zur Unterhaltung schaulustiger Massen.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband. 29 Beiträge
zeichnen nicht nur ein umfassendes Bild der Kriminalität im Römischen Reich
– Vergleiche mit der heutigen Justiz und Polizeiarbeit führen den zeitlos
aktuellen Bezug des Themas vor Augen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr sowie an
Feiertagen.
Kostenlose Führung jeden ersten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr.

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