Anteil an Frauen lag sogar dabei bei 33 Prozent:
Jobcenter Ostalbkreis vermittelte 2011 über
100 ältere Langzeitarbeitslose in neue Arbeit
Neuer Chef
Koch: "Mit 150.000 Euro zusätzlich wollen wir 2012
dreißig über 50-jährige Langzeitarbeitslose mehr vermitteln"

Der neue Hoffnungsträger Thomas Koch als neuer Chef des Job-centers beis einer Einführung.                AIZ-Foto: Dieter Geissbauer

Aalen.
Seit 2009 ist das Jobcenter Ostalbkreis im Rahmen des Beschäf-tigungspaktes Silverstars am Bundes-programm Perspektive 50plus beteili-gt. Auch 2011 arbeiteten die Integra-tionskräfte sehr erfolgreich und konn-ten 107 ältere Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Der Anteil der vermittelten Frauen lag dabei bei 33 Prozent. Damit wurden die für das Jahr 2011 gesteckten Ziele weit übertroffen.

Insgesamt 250.000 Euro wurden im vergangenen Jahr für Eingliederungs-leistungen aufgewendet. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit erhält das Jobcen-ter nun für das Jahr 2012 zusätzliche Bundesmittel zur Verfügung gestellt. „Mit 150.000 Euro zusätzlich wollen wir 2012 insgesamt 30 über 50-jährige Langzeitarbeitslose mehr mit weiteren Unterstützungsmaßnahmen in Arbeit vermitteln", so Thomas Koch, der zu Beginn des neuen Jahres die Leitung des Jobcenters übernommen hat.

Die Zahl der bis jetzt erzielten Vermittlungen zeige, dass Perspektive 50plus die Unternehmen für das Thema „Ältere und Langzeitarbeitslosigkeit" sensibilisieren konnte. Positiv fällt auf, dass nur 42 Prozent der geschlossenen Beschäftigungsverhältnisse in 2011 durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert wurden. Damit nimmt die finanzielle Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs von älteren Langzeitarbeitslosen im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell ab.

Die Arbeit bei Silverstars Ostalb zeichnet sich durch intensive Betreuung eines speziellen Vermittlerteams, unterstützt durch Bewerbungstrainings, Kommunikationstrainings sowie Stärken- und Schwächenanalysen, aus. Insgesamt 25.000 Euro wurden aus dem Eingliederungsbudget des Jobcenter Ostalbkreis für Integrations-maßnahmen zusätzlich zur Verfügung gestellt. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch den praktischen Arbeitseinsatz in Unternehmen in Form von Praktika, bei denen die Frauen und Männer nach Jahren der Arbeitslosigkeit wieder erfahren, dass ihre Kompetenz und Leistung geschätzt werden. Auch Unternehmen profitieren von der Arbeit des Beschäftigungspaktes, wenn diese zum Beispiel Arbeitgeber bei der Besetzung von offenen Stellen entlasten und neue Mitarbeiter gewinnen, die gut vorbereitet und passgenau qualifiziert sind.

„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Es soll die Beschäftigungsfähigkeiten und -chancen älterer Langzeitarbeitsloser verbessern. Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz und wird von 78 Beschäftigungspakten unterstützt. Dieser Ansatz erlaubt es, gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. Am 1. Januar 2011 startete das Bundesprogramm für weitere fünf Jahre in eine dritte Programmphase.

Ansprechpartner für das Bundesprogramm des Jobcenters vor Ort sind für Schwäbisch Gmünd Kathrin Philipp, Tel.: 07171 1048-4490, E-Mail kathrin.philipp@ostalbkreis.de, für Aalen, Bopfingen und Ellwangen Christian Bechstein, Tel.: 07361 980-5186, E-Mail christian.bechstein@ostalbkreis.de