Abenteuerlicher Flug bis sie nach Stunden in Aalen ankamen
"Ein Stück des Flugzeugs war nach dem St-
art weg gebrochen und zwang zur Umkehr"

Youthworker Sanna Emilia Heikkilä und Tuomas Samuli Vel-
hola zu Besuch beim Kreisjugendring: Thema "Jugendarbeit"


Landrat Klaus Pavel begrüßte die finnischen Gäste des Kreisjug-endringes Ostalb im Landratsamt in Aalen; von links nach rechts: KJR Vorstand Michael Wagner, Landrat Klaus Pavel, der Lehrer Mika Hemmilä, Sanna Emilia Heikkilä, Tuomas Samuli Velhola, KJR Vorsitzende Daniela Bachert, Geschäftsführerin Sarah Schneller und Sozialdezernent Josef Rettenmaier.       AIZ-Foto: Landratsamt OAK
Aalen.
Gemeinsam mit dem Vorstand des Kreisjugendrings Ostalb konnte Landrat Klaus Pavel kürzlich drei Gäste aus der finnischen Provinz Oulu im Aalener Landratsamt begrüßen. Mit ihrem Lehrer Mika Hemmilä sind die beiden angehenden Youthworker Sanna Emilia Heikkilä und Tuomas Samuli Velhola zu Besuch beim Kreisjugendring und wollen fünf Wochen land die Jugendarbeit auf der Ostalb kennen lernen.

Der Kreisjugendring Ostalb kann diesen Aufenthalt Dank seiner früheren ausgezeichneten Kontakte zur Provinz Oulu im Norden Finnlands ermöglichen. „Um 9:30 war die Landung des Flugzeugs aus Helsinki am Stuttgarter Flughafen planmäßig angekündigt. Kurz vor der geplanten Landezeit erschien auf der Infotafel in der Ankunftshalle der Hinweis, dass der Flug ausfällt. Ein Stück des Flugzeugs war wohl nach dem Start weg gebrochen und zwang zur Umkehr - und das alles beim ersten Flug der Schüler überhaupt - wie wir später erfuhren!", erzählt Kreisjugendreferent Michael Baltes.

 „Alle Passagiere mussten auf andere Flüge umgebucht werden. Nach einigen Stunden Ungewissheit wurde die neue Ankunftszeit für 18:00 Uhr angekündigt. Bei diesem zweiten Anlauf klappte dann alles. Die Vertreterinnen des Kreisjugendrings konnten diesmal ihre drei Gäste in Empfang nehmen und wohlbehalten in den Ostalbkreis geleiten."

Die ursprünglich auf acht Stunden veranschlagte Reisezeit von Haapavesi nach Aalen hatte sich so zwar auf achtzehn Stunden verlängert, schmälerte aber nicht die Vorfreude auf den geplanten Aufenthalt.

Die beiden Schüler im Alter von 19 und 21 Jahren lernen an der Fachschule in Haapavesi den Beruf des „Youthworkers" in etwa vergleichbar mit dem deutschen Jugend- und Heimerzieher. Sie werden während ihres fünfwöchigen Aufenthalts die vielfältigen Aspekte der Jugendarbeit im Ostalbkreis kennen lernen. Dazu besuchen sie die unterschiedlichsten Einrichtungen, Jugendhäuser und Nachbarschaftszentren im ganzen Landkreis. Sie treffen sich mit verschiedenen hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, ehrenamtlichen Gruppenleitern, Vereinsvertretern und nehmen an verschiedenen Arbeitskreisen und Besprechungen teil. Ergänzt werden diese Eindrücke durch den Besuch verschiedener Schulen. Selbstverständlich erhalten sie zudem Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Kreisjugendrings selbst.

Ihr Lehrer nutzte die lediglich vier Tage seines Aufenthaltes zu intensiven Gesprächen, um ähnliche Austauschprogramme zukünftig regelmäßig durchzuführen. Der Kreisjugendringvorstand sicherte ihm bei der Suche nach geeigneten Partnern selbstver-ständlich seine Unterstützung zu. Außerdem unterstrich er dabei auch sein eigenes Interesse, zukünftig die Jugendbegegnungen mit Finnland wieder aufnehmen zu können.