Polizeichef Volker Lück ist nun seit heute im "Ruhestand":
Ende des Polizeipräsidiums Heidenheim mit
Verabschiedung am Freitag nun eingeläutet?
Reform: Innenminister Reinhold Gall: "Mit Volker Lück geht
besonnener und geschätzter Polizeichef in den Ruhestand"

Heidenheim/Aalen. Kein Wort über die Pannen im Mordfall Bögerl und der öffentlichen Klage der Kinder des KSK-Chefs der sich letztendlich selbst das Leben nahm:  sondern Lob: "Mit Ihnen geht heute ein besonnener und geschätzter Polizeichef in den verdienten Ruhestand", betonte Innenminister Reinhold Gall am Freitag, 17. Februar 2012, in Heidenheim bei der Verabschiedung des Leitenden Polizeidirektors Volker Lück. Aus diesem Anlass waren zahlreiche Gäste und Vertreter der Region und die Vertreter des Poli-zeipräsidiums Aalen ins Schloss Hellenstein geladen.

Innenminister Reinhold Gall (SPD) verlor bei der Verabschiebung kein Wort über Zukunft des nun führungslosen Präsidiums Heidenh-eim das nun von der PD Aalen übernommen werden soll.  Foto:SPD
Volker Lück trat im September 1975 bei der Bereitschaftspolizei in Lahr in den Polizeidienst ein. "Ihr Eintritt in die Polizei fiel in die sicherheitspolitisch brisante und gefährliche Hochzeit des RAF-Terrorismus, der die Polizei des Landes prägte und viele Opfer auch bei der Polizei kostete", stellte der Minister fest. "In dieser Zeit kam Ihnen Ihre ruhige und besonnene Art zugute und prädestinierte Sie für Führungsaufgaben bei der Polizei." Nach dem Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst durchlief Lück mehrere Führungsfunktionen bei der Polizeidirektion Ludwigsburg. Nach Absolvierung der Ausbildung zum höheren Polizeivollzugsdienst arbeitete Volker Lück zwei Jahre als Dozent für Führungslehre an der damaligen Landespolizeischule in Freiburg und wurde 1989 beim Spezialeinsatzkommando (SEK) als stellvertretender Kommando-führer eingesetzt.

Im Gegensatz zur PD Aalen das letzte Polizeidomizil in Heidenheim
Mit dieser Qualifikation und Erfahrung unterstützte er 1992 den Aufbau des SEK der Polizei Sachsen und wurde dort ihr Kommandoführer. 1993 führte ihn der Weg wieder zurück nach Baden-Württemberg, um beim Bereitschaftspolizeipräsidium Göppingen als Referatsleiter "Einsatz/Organisation" und später als Abteilungsleiter "Aus- und Fortbildung" bis 2003 die Reformplanungen und die Umsetzung der Neuorganisation der Bereitschaftspolizei mitzugestalten.

Innenminister Reinhold Gall hob hervor: "Den dienstlichen Höhe-punkt Ihrer Polizeikarriere erreichten Sie 2003 mit Ihrer Bestellung zum Leiter der Polizeidirektion Heidenheim." Dort habe er die vielen Herausforderungen angenommen, auch wenn es nicht selten sehr schwer fiel. Dazu gehöre mit Sicherheit der Mordfall Maria Bögerl, bei dem die Polizei alles zur Aufklärung des Falles tun werde. Auf dem Feld der polizeilichen Prävention engagiere sich die Polizeidi-rektion Heidenheim mit einem innovativen Fußballprojekt ebenso erfolgreich wie bei den Themen Jugendschutz, Häusliche Gewalt oder Rechtsextremismus.

"Sie haben der Polizei in Heidenheim ein bürgernahes und ein partnerschaftliches Gesicht gegeben. Für Ihren Einsatz und Ihrer dienstlichen Lebensleistung danke ich Ihnen deshalb herzlich und wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute für den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt", sagte Innenminister Reinhold Gall.