Auch der 3. Selbsthilfegruppentag war ein großer Erfolg:
Stärkung der
Selbsthilfegruppen in den drei
Kreiskrankenhäusern und durch die Ärzte
Landrat Pavel und BM Dr. Schwerdtner als
DRK-Kreisvorsitz-
ender einig: "Die Sonne scheint wenigstens im
Herzen..."

Dekan
Halle begrüßte auch die Kleinsten aus der evangelischen Kirche Aalen im
Foyer der Stadthalle. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Auch der dritte
Selbsthilfegruppentag am Samstag in der Aalener Stadthalle und die
dazugehörigen Vorträge im Landratsamt war wieder ein großer Erfolg und
hat wieder einmal deutlich gemacht, welch hohe Bedeutung den vielen
Selbsthilfegruppen im Ostalbkreis zukommt und dass Dank eines
tatkräftigen Schirmherren Landrat Klaus Pavel nicht nur umfassend
informiert und diskutiert wurde, sondern auch echte Fortschritte in den
Tischgesprächen am Tag zuvor erzielt wurden:

Tom und
Eddy sorgten auf der Bühne für stimmungsvolle Musik.
Stolz verkündete Landrat
Pavel bereits zum Auftakt, dass ab sofort an den Eingängen
der drei Kreiskrankenhäuser in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd als
Neuerung die Selbsthilfegruppen dauerhafte Infostände aufbauen und die
Kontakte zu der Ärzteschaft in Alen und Gmünd verbessert wird und die
Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Aalen unter neuem OB
einen neuen Höhepunkt errecht hat: "Dank dafür Dr. Schwerdtner dass die
Aalener Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt wurde..."

Landrat
Pavel (links) und SPD-MdL Ulla Haussmann im Gespräch mit den Ausstellern
des umlagerten Standes zur "Organspende".
Der Wettergott hatte wieder kräftig zugeschlagen und mit dem heftigen
Schneefall in der Nacht zum Samstag sogar den OVA-Info-Bus vor der
Stadthalle festgesetzt und so kam es, dass am Samstag um 10 Uhr zur
Eröffnung zwar alle der rund 50 Infostände aufgebaut waren aber der
Besucherstrom ausblieb.

Die
Prominmenz bei der Eröffnung des Selbsthilegruppen-Tages.
Landrat Pavel verkündete zur Eröffnung zwar, dass er am Vortag schon er
gemäß seinem abgetretenen Lieblings-OB Pfeifle (Pfeifle hat sich am
Samstag den ganzen Tag über nicht sehen lassen) "die Sonne für heute
gepachtet und angekündigt habe" aber "viel wichtiger ist nicht nur die
Sonne vor der Stadthalle sondern die Sonne im Herzen wenn es darum geht
die vielfältigen Angebote der Selbsthilfegruppen im Kreis zu
präsentieren und den Bürgern näher zu bringen und durch Gespräche und
Diskussionen noch enger zusammen zu rücken".

Gemeinsamkeit demonstriert: Gmünds BM Bläse und Landrat Pavel.
Dieselbe Meinung vertraten nicht nur Dekan Haller von der evangelischen
Kirchengemeinde, SDP-MdL Ulla Haussmannm, Dekan Angstenberger und der
Kreisrat und evangelische Pfarrer Richter sowie Gmünds Bürgermeister
Bläse als Ehrengäste, sondern auch der wieder genesene Aalener
Bürgermeister und DRK-Kreisvorsitzende Dr. Eberhard Schwerdtner in
Vertretung für OB Gerlach: Landrat Pavel habe zurecht das vorbildliche
Engagemnt der Aussteller gelobt und auch das seines Dr. Walter als
Leiter des Gesundheitsamtes:" Das hier berührt alles auch die Menschen
die von uns allen Hilfe erwarten..."

SPD-MdL
Ulla Haussmann (links) in ihrem Element als sozial sehr stark engagierte
Landtagsabgeordnete. Dahinter: Dekan Angsten-berger, Dekan Haller und
Kreistagsmitglied Pfarrer Richter.
Landrat Pavel erinnerte an die Zeiten als "wir vor vier Jahren begonnen
haben diese Selbsthilfegruppen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken".
Pavel weiter: "Diese Brücken zwischen Hilfesuchenden und
Selbsthilfegruppen im Ostalbkreis" werde weiter ausgebaut. Aus diesem
Grunde sei es erfreulich so hochkarätige Ehrengäste zur Eröffnung
begrüßen und können und dass sich die Politik auch nicht der
Verantwortung entziehe "und alle gemeinsam an einem Strang ziehel und so
den Schulterschluss mit den Selbsthilfegruppen stärken und ausbauen".

Treten für
die Gesundheit: Eigene IKK-Hagferflocken.Produktion.
Das Schönste aber sei für ihn, so Landrat Pavel, dass auch beim 3. Mal
im offenen Gespräch Ärzte und Organisatoren mit den
Selbsthilfeorganisationen enger zusammen gerückt sind". Dr. Schwerdtner
ging da noch weiter: "Schon alleine dies zeigt dass dieser
Selbsthilfegruppentag 2006 bereits zum Beginn sich mehr als nur gelohnt
und und erfolgreich war".

Wieder
nach Blinddarm-OP "genesen": Aalens 1. BM Dr. Eberhard Schwerdtner bei
der Konkurrenz gegenüber dem DRK-Stand.
"Dieses starke Bündnis und die Netzwerke der Möglichkeiten werden wir
aber weiter ausbauen" versicherte Landrat Pavel in voller Überzeugung
und gab freudig die bereits getroffenen festen Absprachen bekannt:

1.) Es werden Räume für Beratungs-Gespräche in den drei Kliniker Aalen,
Ellwangen und Schwäbisch Gmünd den Selbsthilfegruppen des Ostalbkreises
zur Verfügung gestellt.

2.) Neu ist als Ergebnis der fruchtbaren und erfolgreichen
Tisch-Diskussionen 2006 dass in den drei Kliniken in Aalen, Ellwangen
und Gmünd eine Beratungsfrau zum Thema Selbsthilfegruppen und
Infoständer zur Verfügung gestellt wird, sodass jeder Besucher vor Ort
in den Krankenhäusern einen direkten Ansprechpartner zentral sofort zur
Verfügung hat.

Selbst
Behinderte waren in das Gesamtprogramm gut integriert.
3.) Die Kreisärzteschaften Aalen und Gmünd wollen nicht nur die
Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen des Kreises intensivieren,
sondern streben einen ständigen Kontakt an und stehen allen
Selbsthilfegruppen weiterhin kostenlos mit Rat und Tat zur Seite und zur
Verfügung.

Organspende: Ein Thema das am Samstag alle in Aalen bewegte.
Das am Samstag in der Aalener Stadthalle gezeigte Angebot war so
vielfältig dass die Beschreibung diesen redaktionellen Rahmen sprengen
würde: Vom Preisausschreiben des DRK-Kreisverbandes bis hin zur KKH
waren alle vertreten (DAK und AOK glänzten durch Abwesenheit). Die IKK
Aalen glänzte bereits am Treppenaufgang mit einer gelungenen
Demonstration wie man durch Selbstarbeit seiner Gesundheit dienlich sein
kann und sogar der Aalener Direktor Sesselmann aus Essingen war
persönlich anwesend: Kinder und Erwachsene konnten auf einem Fahrrad das
mit einer kleinen Mahl-Mühle verbunden war eine handvoll Körner zu
selbsterzeugten frischen Haferflocken mit Rezept-Tipps umwandeln,
mitnehmen und verzehren.

Fazit des 3. Selbsthilfegruppentages: Zwar war die Aufteilung der vielen
Stände auf drei Ebenen mit Einbeziehung der kompletten Stadthalle auch
im Foyer ausreichend, aber Tausende Besucher sind nur ein magerer Lohn
für die vielen Strapazen welche die Aussteller auf sich genommen haben.
Deshalb wäre es sinnvoller diesen
"Selbsthilfegruppentag" auf zwei Tage am Sonntag auszu-dehnen und dann
alle Vorträge und Diskussionen direkt an den Ständen in der Stadthalle
zu präsentieren.

Frauenselbsthilfe nach Krebs: Infos gab es in der Aalener Stadthalle.
Der Anfang ist aber gemacht worden auch beim 3. Tag Schwerpunkte zu
setzen und umfassend die Menschen zu informieren. Jetzt kommt es darauf
an 2007 noch mehr Werbung zu betreiben und vielleicht auf den
Internetseiten der Stadt Aalen und des Ostalbkreises Sonderseiten und
übersichtliche Infos-Buttons zu setzen um so diesen wichtigen und sehr
wertvollen Infos zum vollen Durchbruch zu verhelfen.

Infos und
Gespräche: Am Rande des 3. Selbsthilfegruppentages.
Denn eines hat der 3. Selbsthilfegruppentag deutlich gemacht: Bei den
Angeboten handelt es sich nicht um Einzel-Therapien oder Hilfen, sondern
um Angebote die jeder von uns eines Tages in Anspruch nehmen kann und
muss. Wenn dann die Barrieren abgebaut sind kann schneller und gezielter
geholfen werden und wir fühlen uns gesundheitspolitisch total sicher,
Dank dem vorbildlichen Engagement der Helfer und Helferinnen.
Dieter Geissbauer