Man reibt sich zuerst die Augen und stiftet nun nichts mehr:
Behinderte der Samariterstiftung Neresheim
im Lkw-Bild zweifach öffentlich "vorgeführt"
Skandal: Wie die Immobilienmakler am Aalener Glashaus
überlebensgroß Tag und Nacht dargestellt und auf "Reisen"


Eine "Schande" für Aalen und die Samariterstiftung Neresheim: Der neue Lkw auf dem Aalener Parkplatz an der Alten Heidenheimer Strasse seit Ostersamstag.                AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalen.
So langsam hat man sich in Aalens City daran gewöhnt wenn man von der Pizzeria in der Stuttgarter Straße den Fußgäng-erüberweg in Richtung Rathaus begeht sieht man nur noch überlebensgroße Immobilien-Frauen und Männer auf einem überdimensionalen Werbefoto. Das mag ja noch ein "Werbegag" sein aber was daraus die Neresheimer Samariterstiftung machte und zwar mit zum teil Schwerbehinderten hat nichts mehr mit Werbegag oder Geschmack zu tun: Das ist ein Skandal:

auf beiden Seiten des Lkw's Behinderten-Bilder: "Aalener Schande".

Die Behinderten  die eigentlich schützenswert sind und in den Behinderten-Werkstätten möglichst von der Öffentlichkeit fern gehalten werden, werden zumindest fotografisch missbraucht: Überlebensgroß hat man die Behinderten zu einer Gruppe zusammen gestellt und irgend ein verrückter Fotograf hat sich breit schlagen lassen dieses Foto mit höchster Pixelzahl her zu stellen, sodass es möglich wurde das Foto auf beiden Längsseiten des Samariterstift-Lkws aufzubringen.

Haben lebensgroße Immobilien-Makler aus "Glashaus" inspiriert?    

Just zum Osterfest wußte man wahrscheinlich nicht wohin mit diesen doppelten Behinderten und so hat man den Lkw mit den Behindertenforts sehr publikumsnah vor der Behinderteneinrichtung abgestellt und dabei wahrscheinlich schändlich provokativ den LKW nicht einmal gewaschen sondern den Straßenreck von Wochen auf den Fotos belassen.

Öffentlich vorgeführt: die Behinderten auf total verschmutztem Lkw.  

Nun mag es sein, wie viele vermuten, dass die Samariter-Stiftung ja auch im Cafe Samocca die Behinderten beschäftigt und so in die Öffentlichkeit geht, was als sinnvoll zu bezeichnen ist, aber die Behinderten prangern auf dem Stiftungs-Lkw als hätten sie ihr Recht am eigenen Bild unwissentlich oder gar ungefragt vergeben. Jedenfalls ist dies eine Geschmacklosigkeit: Dann könnte die Samariterstiftung auch so weit gehen und die Behinderten Nackt in der Öffentlichkeit vorführen und zwar an jedem Tag an dem der Schande-Lkw unterwegs ist.

Als wir am Behinderten-Cafe Samocca fotografierten: Kein Kunde! Vielleicht ist dies die Quittung für die Bilderaktion: Die Bürger der Stadt Aalen schämen sich für Neresheimer Stiftung durch Abstinenz
Es mag sein dass die Samariter-Stiftung das Super-Angebot bekommen hat wenn Ihr die Behinderten öffentlich vor führt stellen wie die Aalener Firma kostenlos einen neuen Lkw. Auf ein solches Angebot müßte die Stiftung eigentlich verzichten, denn die Aalener sind bitter empört und ich habe schon hunderte Leser gehört dass sie mit dieser Stiftung nichts mehr zu tun haben wollen die ihre Behinderten öffentlich auf den eigenen Lkw's vorführt und ausnützt. Einige sind angeblich bei der Überlegung sogar Strafanzeige gegen die Neresheimer Stiftung zu erstatten.

Christen und "Samariter" tun so was nicht und sollten sich davon distanzieren: Behinderte öffentlich vorzuführen war in der Nazizeit legal aber heute eine Schande. "Wir werden auf jeden Fall nichts mehr stiften und die Neresheimer unterstützen", sagten und viele Fußfänger, als wir am Ostersamstag den Schande-Lkw fotografiert haben. Also: Schnell weg mit den Bildern und wieder zurück zur Arbeit  kehren den Behinderten das Leben so angenehm und nicht so unangenehm vor zu bereiten. Weg mit dem Schandfleck!

Es gäbe noch vieles über diese Schande des Jahres 2014 zu berichten und schlimme Meinungen der Bevölkerung wie " Unsensible Neresheimer (Aalener) Samariter-Behinderten-Schän-der..." zu veröffentlichen. Der gesunde Verstand verbietet so etwas auch den Neresheimern mit Rücksicht auf unsere Behinderten die wahrscheinlich gar nicht wissen was mit ihnen geschehen ist und wie schamlos sie ausgenutzt wurden um in der Öffentlichkeit Ärgernis und Aufmerksamkeit zu erreichen. Darauf sollte man als Stiftung getrost verzichten. Sofort.

Dreck auf dem  Lkw-Wänden tropft deutlich auf den Boden hinunter.

Aus Fairnessgründen muss aber auch das kleine Bild-Wort "samocca.de" erwähnt werden was wahrscheinlich suggerieren soll d ass die abgebildeten Behinderten aus dem Behinderten-Cafe im Aalener Zentrum stammen. Allerdings hat dieses Plakat am Abend des Ostersamstages keinen Schwung in das Behinderten-Cafe gebracht: Als wir fotografierten um 17 Uhr war kein einziger Kinde in dem Cafe, das von der Stiftung gerne als Vorzeige-Beispiel bezechnet wird, aber ein Flop geworden ist. Und noch eine Erklärung der AIZ-Redaktion:

Wir haben unsere Reportage seit Samstag Abend fertig gestellt und lange bzw. Tage darüber nachgedacht so eine Schande zu veröffentlichen. Das sind wir den Behinderten schuldig um die Stiftung auf den richtigen weg zu bringen sich mehr um die Behin-derten zu kümmern. Dieter Geissbauer


Direkt nebendran: Das alte Behindertenhaus wird derzeit umgebaut. 







"samocca" und "www.samocca.de als einzige Text-Erklärung.