Gründung beim zweiten Bahntag in Stuttgart am 12. Juli 2013:
"IG Schienenkorridor" soll von Stuttgart bis
Nürnberg Aalen mit Bayernland anbinden
Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-
Erfurt-Berlin und 4 Stunden Fahrzeit von Aalen nach Berlin


Die IG Schiene hat zum Ziel in das Europäische Netz und vor allem in Bayern Aalen einzubinden.              AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen.
Für die Schienenstrecke von Stuttgart über Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Crailsheim, Ansbach nach Nürnberg soll eine Interessensgemeinschaft gegründet werden. Diese konkrete Absicht haben Vertreter aus Städten, Kreisen und Regionen entlang der Strecke heute im Landratsamt des Ostalbkreises in Aalen besprochen. Die Schienenstrecke zwischen Stuttgart und Nürnberg steht seit längerem im Mittelpunkt der Diskussion in den Regionen, die nicht zuletzt durch die Kooperation der Regionalverbände der Europäischen Metropolregion Stuttgart im Rahmen eines laufenden Modellvorhabens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung befördert wurde.

Das Ostalb-"Bahn-Team" Grube (links) und Landrat Pavel und Vorstandsmitglied Brunnhuber aus Oberkochen (re.) sind sich einig.

Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Hochgeschwindig-keitsschienenstrecke Nürnberg-Erfurt-Berlin in 2017 und den damit möglichen schnellen Verbindungen in den Mitteldeutschen Raum und nach Berliner geben sich für die Europäische Metropolregion Stuttgart ganz neue Verkehrspotenziale (z.B. 4 Stunden Fahrzeit von Aalen nach Berlin).

Die IG stellt sicher dass Aalen in Europa mit eingebunden bleibt.     

Für die Metropolregion geht es um die Sicherung und Weiterent-wicklung des Fernverkehrsangebots mit den bestehenden Halten in den Mittelzentren. Wichtig ist eine passgenaue Verknüpfung des Fernverkehrs in den Bahnhöfen Nürnberg (mit dem ICE nach Berlin), Ansbach (mit dem ICE München –Würzburg) und Stuttgart (nach Zürich, Mannheimund Karlsruhe). Dabei wird ausgegangen von einem Stundentakt in der Hauptverkehrszeit und von der Verknüpfung mit den Nahverkehren und weiterführenden Mobilitä-tsangeboten (Bus, Carsharing, Elektrofahrrad etc.) entlang der Schienenachse in die umgebenden Räume hinein.

Vorbild Hauptbahnhof Aalen wurde bereits mit Millionen € saniert.    

Die Struktur der Interessensgemeinschaft wird in den kommenden Wochen ausgearbeitet und mit weiteren Partnern aus Politik und Wirtschaft abgestimmt. Am 12. Juli 2013 findet die offizielle Gründung der Interessengemeinschaft im Rahmen des zweiten Bahntags der Europäischen Metropolregion Stuttgart in Crailsheim statt. Hierzu hat auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann seine Teilnahme zugesagt.

Der IC nach Stuttgart ist schon (rechts) auf Gleis eins eingefahren. Diese Menschen warten auf den IC der sie bis nach Nürnberg bringt.

Die Interessensgemeinschaft soll mit einer flachen Organisations-struktur arbeiten und eigene Ansätze zur Verbesserung der Mobili´-tätsketten und der Bahnhöfe mit ihrem Umfeld als Schnittstelle zur Stadtentwicklung zusammenführen. Neben dieser Selbstverpf-lichtung geht es den Partnern auch darum, Anliegen an die Verkehrspolitik in Land und Bund heranzutragen und Verbess-erungen einzufordern. Dazu gehört zum Beispiel die Ertüchtigung und technische Verbesserung der Schieneninfrastruktur damit sie für die Kunden des Fern- und Nahverkehrs noch attraktiver wird.

Die Gebietskörperschaften an der Bahnstrecke werden nun ein Positionspapier und die Erklärung zur Gründung der Interessens-gemeinschaft am 12.Juli zum Bahntag in Crailsheim vorbereiten und weitere Unterstützer in den Regionen an der Bahnstrecke einbinden.