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Stv. Ministerpräsident
u. Finanzminister Dr. Nils Schmid (SPD)
Auch
"Steuer-Kriminelle der Ostalb müssen
doppelt so lange mit Verfolgung rechnen"
Baden-Württemberg bringt
deshalb Gesetz zur Bekämpfung
von Steuerstraftaten auf Weg: Schon 11.950
Selbstanzeigen

Nils
Schmid in Aalen: Gradlinig, konsequent, fair aber auch gerecht gegenüber
Normal-Steuerzahlern: Auch auf Ostalb müssen Steuer-Kriminelle mit
Konsequenzen rechen. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen/Stuttgart. Mit
dem Gesetzesantrag soll die Frist für die strafrechtliche Verfolgung von
allen Fällen einer Steuerhinterziehung auf zehn Jahre verlängert werden.
Bislang ist die Strafverfolgung über einen Zeitraum von zehn Jahren nur in
besonders schweren Fällen einer Steuerhinterziehung möglich. In den übrigen
Fällen von Steuerhinterziehung tritt Verfolgungsverjährung derzeit bereits
fünf Jahre nach Vollendung der Tat ein.

Nils Schmid
kürzlich beim 70. von Ulrich Pfeifle im Aalener Rathaus.
Die Neuregelung führt auch zu mehr
Steuern. Denn durch die Verlängerung der Frist für die Verfolgungsverjährung
müssen im Rahmen einer Selbstanzeige bislang nicht erklärte Erträge über
einen Zeitraum von zehn Jahren angegeben werden. Damit stehen diese Angaben
auch für die Festsetzung der hinterzogenen Steuern zur Verfügung.
"Im Hinblick darauf, dass allein in
Baden-Württemberg seit Anfang 2010 für nicht erklärte Kapitalerträge in der
Schweiz und in Liechtenstein rund 12.000 Selbstanzeigen mit einem Volumen
von mehr als 1,2 Mrd. Euro eingegangen sind, wird deutlich, in welcher
Dimension Steuerhinterziehung mit Kapitalanlagen im Ausland erfolgt. Es muss
dem letzten Steuerhinterzieher klar sein, dass die Politik hier nicht länger
zuschaut", sagte gegenüber der AIZ Aalen Finanz-Minister Dr. Schmid am
Dienstag , den 23. April 2013, in Stuttgart.

Liste der
Selbstanzeigen. Grafik: Finanzministerium |