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Geschichten die das
tägliche Leben selbst heute schreibt:
Nur Sekunden trennten treue Aalener Stadt-
werke-Kunden von Königsbronner
Perdelec
Widerspruch der Stadtwerke: Kinder haben keine Angst dass
das schräge "Aalener Kinderhaus" im KIZ plötzlich einstürzt

Geschichten-Fotos rund um die Übergabe des Hauptbreises an den Königsbronner
im KIZ.
AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer
Aalen. Wer es im Fernsehen gesehen hat: Die Heidenheimer die
auf den Aufstieg des VfR Aalen mehr als neidisch sind und sogar das
Schwäpo-Plakat misshandelt haben
haben das Fußballspiel um den Pokal
verloren. Fast verloren hätte auch Paul Mayer aus Königsbronn,
dem eigentlich am Donnerstag den 16. April sein Gewinn bzw. Hauptpreis ein Pedelec im Wert von 2.000 € überreicht werden sollte, das er unter den 700
Besuchern der Messe "Kontakta" in Heidenheim gewonnen hat. Alles war bestens
von Pressesprecher Förstner und dem Stadtwerke-Käpsele Walter vorbereitet
worden: Förstner "hat mit dem glücklichen Gewinner gesprochen und der
sagte am Telefon ja ich weiß wo das KIZ (beim Rathaus in Aalen) ist". Allerdings
verstrichen Minuten nach 14 Uhr: Kein Gewinner aus Königsbronn in sicht.

Um Sekunden
verpaßte echte Aalener Stadtwerke-Kundin (re.) Preis
Wenigstens nutze das Stadtwerke-"Cleverle" Walter die Gelegenheit der AIZ
die Frage zu beantworten "warum sich Kinder kaum in das Kinderhaus im KIZ
hinein trauen, obwohl dort bunte Malstifte und Malvorlagen bereitgestellt
sind". Die Antwort: "Nein, die Kinder haben keine Angst dass das schräge
Kinderhaus im KIZ umfällt. Im Gegenteil: Das Haus ist stabil gebaut und das
Dach so dicht, dass das Häuschen sogar im Freien aufgebaut werden könnte".
Walter konnte er sich auch nicht erklären, warum seit Jahren diese
kostenlose Attraktion so selten von den kleinsten Stadtwerke-Kund-en
angenommen wird: Vielleicht weil man sie von der Friedrichstra-ße aus die
Kinder beim Malen beobachten kann, oder das Häuschen zu bunt angemalt wurde
oder gar einstürzen könnte?

Vom
Weltmeister-Fotografen Fototipps für Uwe Förstner (rechts).
Währenddessen wurde Walter ein bisschen ungeduldig: Unpünkt-lichkeit des
Gewinners - auch wenn er aus Königsbronn (Landkreis Heidenheim) kommt liebt
er gar nicht: "Eins, zwei, drei" zählte er die Sekunden laut ab als würde
ein Quiz mit Thomas Gottschalk im KIZ stattfinden. Denn der Werksleiter
hatte ein besonders treues Ehepaar der Stadtwerke Aalen begrüßt und
natürlich sofort in sein Herz geschlossen: Sie nutzen wenigstens den
kostenlosen Service ins KIZ und sparen sich so einen langen Fußmarsch
hinunter zu den Stadtwerken ins "Hasennest".

Gemeinsame
Regie-Besprechung noch im KIZ und später draußen...
Dann ließ Walter den legendären Spruch los: "Nach 5 Sekunden bekommt
derjenige den Hauptgewinn der hier zur KIZ-Türe herein kommt oder gerade kam
- wenn kein weiterer Kunde kommt". Da geschah das Wunder: In diesem Moment
ging die KIZ-Türe auf und der Gewinner kam mit seiner Begleiterin herein:
"Ich bin der Gewinner..." tönte es und seine Begleiterin sah auch schon den
Gewinn: Das Perdelec das säuberlich ins rechte Lit im Innern des KIZ gerückt
wurde. Von nun ab ließ er seinen Hauptgewinn nicht mehr los und aus den
Augen.

Walter zeigte
der AIZ Hausübergabe-Rohrleitungen alles "kompakt".
Im Gegenteil: Auf die frage des Schwäpo-Fotografen "können sie überhaupt
Fahrrad fahren?" trat der Gewinner seine Antwort in der Form an, indem er in
die Pedale griff, nachdem mit dem bereit gestellten Schlüssel Uwe Förstner
das Rad als Weltmeister der Sekunden frei geschaltet hat und den Schlüssel
natürlich von diesem Moment ab auch stecken ließ.

Walter: "Das
Kinderhaus im KIZ ist sicher und fällt keinesfalls um..."
Dann ein Problem das jeder in Aalen kennt: Der Schwäpo-Fotograf konnte sich
im ersten Moment nicht entscheiden mit welch genialen Perspektiven er den
Gewinner und "höchsten zwei weiteren Personen" ins rechte Licht rückt und so
wieder preisverdächtige Bilder für die Schwäpo schießt. Die
Regie-Anweisungen waren sehr umfangreich und angesichts der wenigen
Nachrichten in diesen Tagen hatte er vielleicht den Hintergedanken ein
zweites Bild veröffentlichen zu können.

Der "Affe" auf
dem Kinderhaus natürlich nicht zum Mitnehmen...
Also machte er den Vorschlag "zuerst hier drinnen im KIZ ein Gesamt-Bild und
dann draußen ein Bild mit dem Gewinner der auf dem Gewinn ins KIZ fährt".
Gesagt getan: Pressegeil wie wir Menschen nun sind haben sich alle bis auf
die Pressefotografen beim Innen-Bild hinter den Gewinn gestellt und draußen
war es den Gastgebern gelungen den Schwäpo-Fotografen erstmals zu
überlis-ten und umzustimmen:

Ordnung muss
sein: Der Schlüssel für den Hauptpreis auf Tresen...
Statt ein Bild mit dem fahrenden Gewinner schießen zu können (das gelang
dafür aber der aufmerksamen AIZ mit Teleobjektiv und eine Digitalkamera vom
Media-Markt für nur 50 Euro) drängten sich alle wieder in das Bild: Von
Walter bis zu Förstner und den Leiter des KIZ. Sogar die Begleitung des
Gewinners wurde mehrfach gebeten "bitte mit aufs Bild zu kommen". Gegen so
viel Regieanweisungen der Gastgeber war der Schwäpo-Fotograf machtlos und
konnte wenigstens noch eine Krönung aufsetzen: Der Gewinner sollte durch die
Gasse der Gastgeber kommen so dass im Hintergrund auch noch für das KIZ
Werbung gemacht werden kann.*

Die AIZ schlich sich dann vom Tatort und sah von Ferne dass noch weitere
Positionen eingenommen werden mussten. Merke: Erstmals wurde die
Schwäpo-FotografenRegie übergangen und vielleicht bekommt das Ergebnis am
Freitag doch noch einen Preis für das Foto 2013 aus Aalen? Diesen Preis
hätte der Schwäpo-Obermeis-ter-Fotograf und gesamte Presse angesichts einer solch
umfangrei-chen Regie-Anweisung sich im KIZ verdient.
Dieter Geissbauer

"Durch diese
hohle Gasse muss er wie bei Tell kommen: Gewinner".
Fragen waren bei der KONTAKTA gar nicht leicht. Wer
weiß alles? |