Vom Bundsparteiltag berichtet Dr. Julia Frank aus Lorch:
"Die Aufbruchstimmung bei den  Delegierten
Authentisch und glaubhaft und überzeugend"
Kreisvorsitzende Dr. Frank: "Erkennbar dass Rösler inhaltlich
und vom Kommunikationsstil her Nerv der Delegierten traf"

Von FDP-Kreisvorsitzenden Dr. Julia Frank


"Aufbruch" beim Bundesparteitag mit Philipp Rösler beim Bund-esparteitag in Rostock: 95 % der Stimmen.              AIZ-Fotos: FDP
Aalen/Lorch/Rostock.
Vom FDP-Bundsparteiltag in Rostock berichtet Dr. Julia Frank aus Lorch exklusiv für die AIZ-Leser ungekürzt folgendes: Liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde, soeben aus Rostock zurückgekehrt, möchte ich die positive Stimmung und die wichtigsten Ergebnisse der Wahlen vom 62. Ordentlichen Bundesparteitag der FDP in aller Kürze unmittelbar an Sie weitergeben; einiges haben Sie sicher bereits über Presse, Rundfunk und Fernsehen erfahren.

Dr. Julia Frank sieht neue Chamncen der FDP am Horizont: Hier bei einer Kreissvorstandssitzung in Mögglingen.      Foto: D. Geissbauer
Guido Westerwelle wurde nach einer sehr guten Rede mit lang anhaltendem Beifall als Bundesvorsitzender verabschiedet. Spekula-tionen im Vorfeld über Rücktrittsforderungen vom Amt des Außenministers erwiesen sich als haltlos.

Zum neuen Bundesvorsitzenden wurde Philipp Rösler mit 95 % der Stimmen gewählt. Stellvertreter sind Birgit Homburger, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der sächsische Landesvorsitz-ende Holger Zastrow.

Herrmann Solms verabschiedete sich nach 24 Jahren als Bundesschatzmeister, sein Nachfolger ist Patrick Döring. Christian Lindner wurde als Generalsekretär erwartungsgemäß wieder gewählt.

Das Präsidium setzt sich wie folgt zusammen: Philipp Rösler, Christian Lindner, Birgit Homburger, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Holger Zastrow, Patrick Döring, sowie den Beisitzern Dirk Niebel, Elke Hoff und Jörg-Uwe Hahn.

Schilklernde Persönlichkeit und Säule der FDP: Rainer Brüderle.     
Baden-Württemberg ist im neuen Vorstand neben Birgit Homburger und Dirk Niebel durch Ernst Burgbacher, Michael Link, Hartfrid Wolff und Dr. Birgit Reinemund vertreten.

In seiner Antrittsrede machte der neue Bundesvorsitzende deutlich, dass die Kommunikation liberaler Politik künftig das gesamte Themenspektrum unserer Programmatik umfassen soll. Es bedarf dazu in Teilbereichen einer thematischen Erweiterung, überwiegend aber eines deutlich veränderten Kommunikationsverhaltens, das die Menschen in ihrer gesamten Lebenswirklichkeit abholen kann. Kennzeichnend für die Rhetorik von Rösler war, dass er seine Intentionen immer an  Hand von Beispielen greifbar und verstehbar machte.

Der neue FDP-Chef Rösler bei Pressekonferenz in FDP-Bundes-geschäftsstelle: "Inhaltlich und kommunikativ den Nerv getroffen".    
Es war erkennbar, dass er inhaltlich und vom Kommunikationsstil her den Nerv der Delegierten traf. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es ihm gelungen ist, eine Aufbruchstimmung bei den  Delegierten zu erzeugen, was sich erstmals seit langer Zeit auch in den Pressekommentaren positiv niederschlug. Kurz gesagt: Der neue Vorsitzende war  authentisch und damit glaubhaft und überzeugend.

Sowohl in der Rede des Bundesvorsitzenden als auch in der des Generalsekretärs wurde deutlich, dass die stärkere Betonung der sozialen Kompetenz der Partei keine Hinwendung zu sozialdemokratischen Umverteilungsreflexen bedeutet. Vielmehr soll der Einzelne insbesondere über Bildung und Ausbildung  - in Verbindung mit den Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbew-erbsfähigkeit der Wirtschaft und damit einer Erhöhung des Arbeitsplatzangebotes - eigenständig seine Lebenschancen wahr-nehmen bzw. verbessern können.

Ob sich diese Aufbruchstimmung bereits am kommenden Sonntag in Bremen in Zahlen niederschlagen wird, wäre eher überraschend, den Wahlen in Berlin und Meck-Pomm sehe ich deutlich optimis-tischer entgegen.

In den Diskussionen um die Anträge zeigte sich, dass sich die Basis deutlich mehr einmischt und mehr Einfluss verlangt. So wurde z. B. eine Satzungsänderung beschlossen, nach der künftig vom Bundesvorstand nur noch ein – zeitlich bevorzugt zu behandelnder – Leitantrag gestellt werden darf. Ziel ist es, dass die Anträge aus den Gliederungen eine deutlich größere Chance erhalten, auf einem Bundesparteitag behandelt zu werden.

Der Inhalt des verabschiedeten Leitantrages zum Thema „Europa ist Deutschlands Zukunft“ sowie zum Antrag zur Energiepolitik  „Zügig, wirtschaftlich, sicher – auf dem Weg ins Zeitalter erneuerbarer Energien“, der teilweise verabschiedet wurde,  ist inzwischen auf der Homepage der FDP abrufbar. Der Leitantrag zur Bildungspolitik wurde aus Zeitgründen und wegen seiner Bedeutung auf einen Sonderparteitag am 12. November in Frankfurt verlegt. Zu diesem Leitantrag hatte ich eine Wortmeldung für die Generaldebatte vorbereitet; es ist zu überlegen, ob wir diese zu einem Änderungsantrag ausarbeiten.

Alles Weitere kann bei unserer nächsten Kreisvorstandssitzung am 30.05. besprochen werden. Und damit eine angenehme Nacht und einen guten Start in die neue Woche

Ihre Julia Frank
Kreisvorsitzende
FDP Ostalb
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