Programm der Superlative und Ehre für langjährige Aktive:
Menge Zukunfts-Vision hat MV Fachsenfeld
beim Konzert in Woellwarth-Halle entwickelt

Mit  „Science Fiction" thematisch bis zu den Sternen aufge-
stiegen: Sie schauten sich klanglich sogar bei den Göttern um


Jugend gedankt: Karl Rückle ehrte die Aktiven-Jubilare Wolfgang Geiger für 20 und Matthias Luy für zehn Jahre aktiven Musizierens.  
Aalen-Fachsenfeld. Eine Menge Zukunftsvision hat der Musikverein Fachsenfeld bei seinem diesjährigen Frühjahrskonzert in der Woellwarth-Halle entwickelt. Er drang unter dem von Chris Wegel gewählten Motto „Science Fiction" thematisch bis zu den Sternen auf und schaute sich klanglich recht gründlich sogar bei den Göttern um.

Bernhard Winter (links) ehrt die beiden Aktiven-Jubilare Wolfgang Geiger für 20 und Matthias Luy für zehn Jahre aktiven Musizierens.  
Schon die Kleinsten der 30 Mann starken Gruppe „Primusicus" fühlten sich unter der Stabführung von Kilian Baur diesem Motto verpflichtet, blieben aber vorerst noch in irdischer Startposition, wo es bei den Pharaonen, im Zauberland und bei James Bond phantastische musikalische Abenteuer zu bestehen galt. Die jungen Nachwuchskünstler boten in kurzen Stücken bekannter zeitgenössi-scher Komponisten eine Fülle klanglicher Schönheiten. Sie spielten mit Sorgfalt und Bedacht und stellten ihrem fortgeschrittenen technischen und interpretatorischen Sachverstand das beste Zeug-nis aus.

Das Programm des aktiven Orchesters war reich bestückt mit musi-kalischen Erfindungen ebenfalls neueren Datums. Da war mit Jacob und Jan der Name des fleißigen Schöpfers originaler Blasmusik, nämlich de Hahn, gleich zweimal vertreten. Jacob entwickelte mit seinen „Yellow Mountains" ein herrliches Alpenpanorama, während Jan – nomen est omen - gewissermaßen ein „Neues Zeitalter" eröffnete. Viel Beifall gab es für den Konzertmarsch „Galileo", eine Ehrenbezeigung für den italienschen Astronomen, dessen Ärger mit dem Ketzer-Vorwurf von Moderator Heiko Maile sehr amüsant geschildert wurde. Maile trug mit seinen Erläuterungen wesentlich zum Verständnis der meist als Tonmalereien konzipierten Stücke bei, so dass man die vielgestaltige Musik vom „Schicksal der Götter" bis zur Star Wars Saga, vom „Gloria" bis zum „Halleluja" und vom Black Magic Woman bis Raining Men gedanklich optimal erfassen konnte.

Die Musiker zogen mit Verstand und Behagen alle verfügbaren Register, sorgten mit dem Schlagzeug für urige Klangkaskaden, brachten das tiefe Bleck gehörig zum Einsatz und bedienten ihr relativ starkes Klarinettenregister mit Routine. Über 400 Gäste brachten mit ihrem Beifall die große Halle zum Brodeln. Bernhard Winter vom Blasmusikkreisverband und Musikvereinsvorsitzender Karl Rückle sahen in dem Konzert einen würdigen Anlass, um die drei aktiven Musiker Matthias Luy und Harry Morcinietz für zehn und Wolfgang Geiger für 20 Jahre aktiven Spielens auszuzeichnen. Winter verteilte für den örtlichen Kulturträger die besten Zensuren.