Eigentlich sollte in Aalen Sparschraube angesetzt werden_
Den Rats-Auftrag Abschaffung der Rathäuser u. der unechten Teilortswahl alles abgelehnt

Mehrheit machte eine Kehrtwende und sahen nun plötzlich in
der letzten Sitzung alles anders: OB muss sich (vorerst) fügen


Aalen. Eigentlich hatte der Aalener Gemeinderat OB Gerlach den Auftrag erteilt zu sparen und demzufolge auch die Rathäuser in den Aalener Stadtteilen abzuschaffen und die unechte Teilorts-wahl wegen der Aufblähung des Gem-einderates und natürlich Sparen abzu-schaffen. Doch die Mehrheit machte eine Kehrtwende und sahen nun plötzlich in der entscheidenden Sitzung am letzten Donnerstag alles ganz anders: In einer chaotischen Sitzung wo von Eheverträgen gesprochen wurde die nur der Tod scheiden kann haben 10: 39 Stimmen den Grünen-Antrag Abschaffung der Rathäuser in den Ortsteilen abgelehnt. Denselben Antrag von OB Gerlach lehnten 15:34 Stimmen ab. Foto: OB Gerlach. AIZ-Fotos: Dieter Geissbauer

Aalener Gemeinderat hat sich selbst am Leben zu 100 % erhalten obwohl doch eigentlich 2011 viel gespart werden sollte und OB Gerl-ach gab Scheibe für Scheibe nach weil Ortsvorsteher protestierten.  
Bei der Abschaffung der unechten Teilortswahl als Antrag von OB Gerlach haben natürlich viele ihren Ratssitz gefährdet gesehen und deshalb wurde geheim abgestimmt und nur sieben Räte stimmten für den OB-Antrag, acht enthielten sich der Stimme (Feiglinge die eigentlich nichts im Rat zu suchen haben) und der Rest also die überwältigende Mehrheit feste den OB-Antrag vom Tisch.

Nun bleibt es also dabei: Es gilt folgende Sitzregelung im Gem-einderat der Stadt Aalen: Aalen 15 Sitze, Dewangen 2, Ebnat 2, Fachsenfeld 2, Hofen 2, Unterkochen 3, Waldhausen 2 und Wasseralfingen als stärkster Stadtteil sieben Sitze (insgesamt 40 Sitze).

Der Beschlussantrag der Stadtverwaltung zur Abschaffung der Ortschaftsverwaltungen hatte eigentlich Brücken gebaut: Statt der Ortschaftsverwaltungen werden Beratungstage von der Stadtver-waltung in den Ortschaften eingerichtet je einmal pro Woche gemeinsam mit Ortsvorsteher und Absprechpartner.

Zum Thema Abschaffung der Ortschaftsverwaltungen hatte OB Ger-lach auch eine Kehrtwende vollzogen: "
Die Einrichtung von Ortschaftsverwaltungen erfolgte im Rahmen der kommunalen Geb-ietsreforn Jahren 1972 bis 1975. Die Stadt Aalen ist eine Fläch-enstadt mit über 146 km2 Fläche. Sie hat acht Ortschaften und zwar Dewangen, Ebnat, Fachsenfetd, Hofen, Unterkochen, Unterrombach, Waldhausen und Wasseralfingen. Die Stadtverwaltung ist in diesen Ortschaften mit einer Ortschaftsverwaltung präsent.

Im Rahmen einer Haushaltsstrukturdebatte im Gemeinderat mit einer Beschlusstage am 20. Ma gab es Vorschläge zur Reduzierung der Öffnungszeiten der Ortschaftsverwaltungen, ggf. Bündel den Ortschaften Härtsfeld, Weiland, Wasseralfingen und Hofen, bis hin zu einem Antrag zur Auflösung der Ortschaftsverwaltungen.

Die Anträge zu einer möglichen Veränderung der Ortschaftsver-waltungen sind eine wichtige Angelegenheit im Sinne von § 70 der Gemeindeordnung, zu weicher der Ortschaftsrat zu hören ist. Er hat ein Vorschlagsrecht in alten Angelegenheiten, die die Ortschaft betreffen.

Die Stadtverwaltung Aalen hat in Ergänzung dieser Anträge Vor-schläge zur Neuorganisation der Ortschaftsverwaltung erarbeitet. Die Verwaltung ist der Auffassung, das Beratungs- und lnformations-Angebot in den Stadtbezirken Dewangen, Ebnat, Fachsenfeld, Hof-en, Unterkochen, Waldhausen und Wasseralfingen auch künftig aufrecht zu erhalten, dies allerdings in abgeänderter und reduzierter Weise." Soweit der nicht durchgegangene Beschlußantrag des OB's der sich von ganz abschaffen gewandelt hatte.

Wie ausführlich berichtet hatten sich die Ortsvorsteher/innen in der Mehrzahl gegen eine Rathäuser-Abschaffung gewendet und protes-tiert und sich nun letztendlich zu 100 % den den Spar-Auftrag des OB durchgesetzt den sie mit beantragt hatten. Dieter Geissbauer