Aktive für bis zu 20 Jahren Treue zur Musik besonders geehrt:
Typische Impressionen aus Feeling des na-
tionalen Erwachens aus dem 19. Jahrhundert

Konzert in der "Woellwarth-Halle" begeisterte 70 Gastgeber
und 400 Gäste: Moussierender Cocktail moderner Blasmusik

Treue der Musiker im Musikverein Fachsenfeld:
Reichen Lorbeer von Verein und Blasmusikverband nahmen die Instrumentalisten entge-gen, die im Musikverein Fachsenfeld bis zu 30 Jahre lang aktiv sind.
Aalen-Fachsenfeld. Einen prickelnden Cocktail vorwiegend moderner Blasmusik hat der Musikverein Fachsenfeld seinen Fans in der großräumigen Woellwarth-Halle kredenzt. Knapp 70 Aktive aus Jugend- und Hauptorchester zogen hier rund 400 Gäste über drei Stunden hinweg in ihren Bann. Und der Beifall ließ nicht auf sich warten. Wieder war es Kapellmeister Chris Wegel gelungen, mit einer durchdachten Auswahl von Proben der unterschiedlichsten Stile den Geschmack vor allem des jungen oder doch jung gebliebenen Publikums zu befriedigen.

Imposanter Klangkörper: Musikverein Fachsenfeld vor dem Rathaus.
Folkloristische Elemente, grandiose Tongemälde voller Emotion und Phantasie, herrliche Bläserparaden, dazu Buggie-, Rock-, Blues- oder Calypso-Rhythmen wechselten mit virtuos erfassten Landschaftspanoramen und nationaltypischen Impressionen aus dem Feeling des nationalen Erwachens im 19. Jahrhundert. Komponisten aus wichtigen Ländern der alten und der neuen Welt kamen zu Wort, und vor allem im zweiten Teil des Programms verschmolz das Völker verbindende Programm mit Joe Cocker oder dem Chattanooga Choo Choo zu einem global verständlichen Sound.

Die erfolgreiche Jugendkapelle des Musikvereines Fachsenfeld.      
Alles begann mit dem Auftritt des „Primusicus" genannten Vororchesters, das seine Beiträge mit viel Temperament und Spielfreude und – was gerne beachtet wurde – schon mit einiger Routine vortrug. Diese ließ auf fleißige Probenarbeit schließen. Die rund 20 jungen Instrumentaltisten werden in Fachsenfeld gleich von drei Dirigenten, nämlich Kathrin Loos, Kilian Baur und Dominik Wittmann geleitet. Sie verstehen es ganz offensichtlich, das junge Volk gehörig zu motivieren, was nicht zuletzt im erfrischenden verbalen Vortrag der jungen Sprecher zum Ausdruck kam.

Voll in seinem Element war sodann das von Chris Wegel geleitete Hauptorchester, das die zum Teil sehr anspruchsvollen, höchst differenzierten Stücke mit viel Konzentration einerseits und sichtlichem Behangen andererseits vortrug. Hervorzuheben wären dabei vor allem die Symbiose von Orchester und Saxophon-Solist (Andreas Maile) im „Saxfight" oder die fetzige „Blues factory". Durch das Programm führte auffallend sachkundig Heiko Maile.

Geehrt wurden die Aktiven Simone Lui und Christian Herkommer (10 Jahre), Jürgen Eisele und Klaus Borst (20 Jahre) sowie Nico Köble. Die Auszeichnung dieser Aktiven wurde von Karl Rückle für den Verein sowie von Alfons Wiedmann vom Blasmusikverband Ostalb vorgenommen. Zum MV Fachsenfeld