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Rahmen des eigenen
betrieblichen Gesundheitsmanagement
Das
Suchtabhängigen-Risiko ist größer wenn
man selbst nichts dagegen aktiv unternimmt
Aufklärungs-, Beratungs- und Betreuungskonzept für die Mit-
arbeiter der AOK Ostwürttemberg:Blick auf Mitarbeiter werfen

Um nicht
in die Verlegenheit als Personalverantwortlicher zu kommen, den Falschen auf
eine Sucht anzusprechen, rät Caritas-Suchtberater Piott-Grimm einen Blick
auf die Arbeitsleistung und -haltung des Mitarbeiters zu werfen. AIZ-Fotos:
AOK Ostwürttemberg
Aalen. Um nicht in die Verlegenheit als
Personalverantwortlicher zu kommen, den Falschen auf eine Sucht
anzusprechen, rät Caritas-Suchtberater Piott-Grimm einen Blick auf die
Arbeitsleistung und -haltung des Mitarbeiters zu werfen und ein
Jahres-Vergleich vorzunehmen. „Werden Termine versäumt? Gibt es ein
unent-schuldigtes Fehlen, das nachträglich mit einem Urlaubstag abgegolten
wird, gerade nach Wochenenden? Folgen nach aktiven Phase eine nachfolgende
mit deutlichem Leistungsabfall?“ stellt er mehrerer solcher Fragen, die im
Vorfeld zu klären sind. Das Risiko ist weiterhin da, den falschen
anzusprechen“, betont Piott-Grimm. „Doch das Risiko ist viel größer bei
einem Abhängigen nichts zumachen, so dass er immer tiefer in die Sucht
gleitet“.

In der Diskussionsrunde wurde deutlich, dass gegen Sucht am Arbeitsplatz
frühzeitig vorgegangen werden muss. Bei einem Verdachtsfall sollte bei der
Ansprache anfangs nicht die Sucht im Vordergrund stehen, sondern die Sorge
um den Mitarbeiter. „Sie wollen dem Menschen doch in erster Linie helfen“,
sagt Ute Diemer-Ott vom Sozialen Dienst der AOK Ostwürttemberg Richtung der
Personalverantwortlichen. „Gehen Sie behutsam mit Ich- Bot-schaften in das
Gespräch.
Der Mitarbeiter soll erfahren, dass sie positive Absichten haben.“ Mit
diesem Vorschlag konnten alle Teilnehmer mitgehen. |